Berta-Tschechien25-Tag25


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Mittwoch, 17.09.25 – Marienbad, Franzensbad

Von Marienbad bis Karlsbad – 85 km / Spaziergang Marienbad 7 km / Spaziergang Franzensbad 3 km

Bewölkt mit ein bisschen Sonne, 14 Grad

Heute war ein kühler Tag, aber es blieb trocken. Unser Übernachtungsplatz erwies sich als genial: sehr ruhig, mit WC in 200 m Entfernung (Kundentoilette Kaufhof) und Brötchenservice vor der Bertatüre (Penny). Wieder einmal waren wir froh an unserer Heizung. Xenia holte Croissants und Wecken vom Penny und so gab es heute einmal kein Müsli-Frühstück.

Um 9:30 Uhr starteten wir zu einem großen Stadtspaziergang durch Marienbad. Komoot zeigt die Hauptsehenswürdigkeiten auf einer Karte und nach ihnen hatte Xenia eine Tour zusammengestellt, die uns als grobe Orientierung diente. Wir hatten herausgefunden, dass die “Singende Fontäne” immer zu den ungeraden vollen Stunden in Aktion tritt, daher war es unser Bestreben, um 11 Uhr dort zu sein. Das war auch problemlos zu schaffen, wir hatten sogar noch Zeit übrig.

Von unserem Parkplatz aus waren wir in knapp 10 Minuten an der Stadtbibliothek. Davor ist eine Tafel angebracht, auf der die Geschichte des ehemaligen Besitzers Hans Turbo zu lesen ist (Google sei Dank). In ähnlicher Weise werden viele berühmte Häuser mit berühmten Besitzern oder Bewohnern der Altstadt beschrieben.

Von dort aus ging es durch den Kurpark zu den Statuen von Kaiser Franz Joseph I. und König Edward VII.. Wir leisteten ihnen für ein Foto Gesellschaft.

Anschließend spazierten wir weiter zur Hauptkolonnade, der Maxim Gorki Kolonnade. Sie ist schon ein imposantes historisches Baudenkmal! Direkt im Anschluss befindet sich der Springbrunnen “Singende Fontäne”. Wir mussten noch ein paar Minuten warten, dann ging das Spektakel los. Zu Beethovens 5. Sinfonie gab es eine Choreografie mit verschiedenen Fontänen und Spritzern. Es hat uns gut gefallen.

Anschließend gönnten wir uns in der Kolonnade einen Kaffee und eine Karlsbader Oblate.

Nun gingen wir durch verschiedene Straßen und waren beeindruckt von den spätbarocken Häuserfassaden. Die schönsten gehören zu Hotels und derer gibt es in Marienbad jede Menge. Ja, Marienbad ist wirklich einen Besuch wert!

Natürlich kamen wir auch an einigen Brunnen mit Mineralwasser vorbei, das die Leute hier in Schnabeltassen füllen und trinken. Wir haben auch aus einigen Brunnen probiert – es schmeckte durch die Bank scheußlich! Prickelndes Eisenwasser, zum Teil warm oder mit Schwefelkomponente. Brrrr ....

Ende des 19.Jhds muss Marienbad das Zentrum der High Society gewesen sein. Hier trafen sich die berühmten Politiker, Wissenschaftler und Künstler der damaligen Zeit.

Auf dem Rückweg kauften wir ein paar Schachteln der guten Oblaten, die es hier in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen gibt.

Im Vorbeigehen sahen wir Werbung für das ultimative Wellness-Erlebnis: das Bierbad. Das ist Baden im Bier, dazu darf man sich selbst so viel Bier zapfen, wie man möchte, und anschließend seinen Rausch im Weizenstroh ausschlafen. Das wäre die absolute Folter für uns!

Um 13:30 Uhr kamen wir wieder beim Kaufland vorbei und kauften uns beim dortigen Asiatenimbiss zwei sehr gute Kebabs, die wir uns einpacken ließen und in der Berta verzehrten.

Nun war eine Mittagspause dran, die Udo mit einem Schläfle und Xenia mit weiteren Reiseplanungen verbrachte. Wir kauften noch Cola, Cappuccino und 2 Brezeln, dann fuhren wir weiter nach Karlsbad.

Auf der Fahrt meinte Udo, eigentlich wäre es dran, auch Franzensbad einen Besuch abzustatten. Die Mutti hätte immer von Marienbad, Karlsbad und Franzensbad in einem Atemzug gesprochen. Xenia fand die Idee gut und da es zeitlich passte, machten wir noch einen Abstecher nach Franzensbad.

Um 16:30 Uhr waren wir dort und spazierten 90 Minuten hauptsächlich durch den Park und die Fußgängerzone. Auch hier sind die Häuser in der Innenstadt pompös und die meisten wunderschön hergerichtet, erst bei näherem Hinsehen sieht man, dass es auch hier viel Leerstand gibt. Das Heilwasser schmeckt hier allerdings genauso scheußlich wie in Marienbad.

Die Franzensquelle haben wir auch gefunden. Allerdings tropfte sie nur noch.

Um 18 Uhr ging es endgültig in Richtung Karlsbad. Da wir fast komplett auf einer Autobahn fahren konnten, brauchten wir nur eine gute halbe Stunde und waren um 18:35 Uhr auf dem Bahnhofsparkplatz in Karlsbad, den wir uns für diese Stadt ausgesucht hatten. Wohnmobile dürfen hier stehen, die Stadt ist fußläufig gut zu erreichen und die Parkgebühr ist gering.

Wir aßen noch unsere Brezeln, ein Stück Gurke, ein paar Tomaten und eine Scheibe Brot, dann machten wir die Luken dicht.

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