< So 14.09.25 - Regentag: Akkuladen und Fahrt an die Moldau, Abendspaziergang zu Aussichtspunkten auf die Moldauschleife | zurück | Di 16.09.25 - Koneprusy-Höhle, Burg Karlstejn, Abendessen im Chodovar >
Montag, 15.05.25 – Wanderung an der Moldau
Von Trebenice bis Konesprusy – 46 km / Wanderung 9,5 km, 210 hm
Wolkig mit Aufheiterungen, nachmittags kurze Schauer, 22 Grad
Nach einer ruhigen Nacht mit ein paar Schauern erwachten wir am Morgen bei bewölktem Himmel, aber es war trocken und ab und zu blinzelte sogar die Sonne aus den Wolken. Die Wetterapp sagte um 13 Uhr einen Schauer mit 50% voraus, ansonsten sollte es eher aufmachen.
Wir entschieden uns, den knapp 10 km langen Naturlehrpfad “Nauca stezka Svatojanske proudy” direkt an der Moldau entlang zu wagen. Er beginnt in Stechovice, geht die tief eingeschnittenen Moldauschlaufen entlang und endet an unserem Parkplatz. Im Führer steht: “Der Weg führt durch anspruchsvolles Gelände, teilweise an steilen Hängen entlang. Trittsicherheit und alpine Erfahrung erforderlich. Nur für erfahrene Wanderer, nicht bei Regen benutzen.” Wie wir später feststellten, war das doch etwas übertrieben. Es geht tatsächlich auf der einen Seite steil und oft felsig den Berg hinauf und auf der anderen Seite steil zur Moldau hinunter, aber der kleine Wanderweg ist gut begehbar und durch die steile Lage hat es keine Pfützen. Wir fühlten uns immer sicher, auch wenn der Weg oft nass war.
Nach dem Frühstück machte sich der Himmel auf, so dass wir uns dafür entschieden, den Bus um 10:41 Uhr nach Stechovice zu nehmen. Die Bushaltestelle befand sich direkt oberhalb unseres Parkplatzes. Mit Regenjacken und Vesperbroten bestens ausgerüstet und vorbereitet, fuhren wir mit dem Bus bis in die Ortsmitte von Stechovice.
Um 11 Uhr kamen wir an und starteten mit unserer Wanderung. Den ersten Kilometer mussten wir durch den Ort marschieren, dann ging es an einem Elektrizitätswerk vorbei auf den Wanderweg. Zuerst führte dieser ein Stück weg von der Moldau durch den Wald, bevor es die Topographie erlaubte, ganz dicht an der Moldau zu gehen.
Nach etwa der Hälfte des Weges staunten wir nicht schlecht, als wir an Häusern und dann sogar an einer Art kleinem Dorfplatz vorbeikamen. Wie wir später gelesen haben, handelte es sich hierbei um die alte Vagabundensiedlung “Ztracenka” (Verlorene Hoffnung).
Danach kam das schönste Stück der Tour: der Weg führte durch zwei kleine Felstunnel hindurch und über Felsen hinweg. Hier gab Stahlseile zum Festhalten (war aber nicht nötig), ein paar Geländer und die Aussicht war sehr schön! Danach kamen wir an der Stelle vorbei, wo wir gestern auf der anderen Flussseite hoch oben auf den Aussichtsfelsen gewesen waren.
Das letzte Stück ging dann wieder mehr durch den Wald, am Schluss auf einem befahrbaren Weg, aber immer entlang der Moldau.
Um 15:30 Uhr waren wir wieder an der Berta. Die Vesperbrote hatten wir unterwegs verzehrt, die Regenjacken haben wir nicht gebraucht. Der Schauer um 13 Uhr blieb aus – Gott sei Dank dafür!
Nun waren wir doch müde, ruhten etwas aus, duschten und gönnten uns einen Cappuccino mit zwei Walnussteilchen. Währenddessen hatte es zweimal geregnet, nur kurz aber heftig. Gut, dass wir in der Berta waren! Nach dem Kaffeetrinken war es wieder schön. Wir überlegten, ob wir nochmal auf dem Parkplatz übernachten, entschieden uns aber dann doch für die Weiterfahrt zu den Koneprusy-Höhlen. Dieses Höhlesystem wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es wird das letzte sein, das wir in der Tschechei besuchen.
So machten wir uns um 17:30 Uhr auf den Weg, machten einen kurzen Stopp am Staudamm der Moldau hinter unserem Parkplatz und waren um 18:45 Uhr auf dem Höhleparkplatz in Koneprusy. Außer uns war keiner mehr da, die letzte Führung hatte um 16 Uhr stattgefunden. Wir aßen noch den Geschnetzelten-Rest von gestern mit einem Salat, telefonierten mit Marina und machten dann die Luken dicht.


















