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Sonntag, 14.09.25 – Regentag: Akkuladen und Fahrt an die Moldau, Abendspaziergang zu Aussichtspunkten auf die Moldauschleife
Von Böhmisch Leipa bis Trebenice, 152 km
Bis nachmittags Regen, dann aufgelockert, 15 Grad
Der Tag startete wie angekündigt nass und trüb. Es regnete mal mehr, mal weniger. Wir ließen uns Zeit mit dem Frühstück und fuhren dann 5 Minuten bis zu einer E-Ladestation. Die Idee war, das Auto und die Fahrradakkus zu laden und nach dem Mittagessen gen Süden an die Moldau zu fahren.
Die Ladestation war bei einer Firma und hätte technisch auch funktioniert, wenn Udo es geschafft hätte, sich zu registrieren. Er versuchte es eine ganze Weile, bis er schließlich aufgab und das Stromkabel wieder einpackte. Ein paar Kilometer weiter war ein Lidl mit einer Ladesäule. Dorthin fuhren wir und schafften es tatsächlich, sie über Xenias Lidl-Plus-App freizuschalten. Um 11:30 Uhr war es dann so weit: wir hatten Strom und luden alles, was wir zum Laden dabei hatten.
Hier haben die Läden auch sonntags geöffnet und da es jetzt viel Zeit zum Kochen gab, ging Xenia in den Lidl und kaufte die Zutaten für ein leckeres Sonntagsessen. Es gab Hähnchenrahmgeschnetzeltes mit Pilzen, echt schwäbische Eierspätzle aus dem Kühlregal (sie waren besser als unsere in Deutschland) und gemischtem Salat. Als wir mit dem Essen fertig waren, waren auch die Akkus voll.
Um 14:15 Uhr starteten wir gen Süden nach Teletin. Wir wählten nicht die Autobahn sondern eine kürzere Strecke auf einer größeren Landstraße, um noch ein bisschen etwas vom Land zu sehen. Zeit hatten wir ja genug. Was wir allerdings nicht wussten war, dass es auf dieser Straße mehrere Baustellen gab, wo die Fahrbahn einspurig wurde. Ampeln regelten hier den Verkehr und ließen immer nur eine Richtung durch. Das bedeutete einiges an Warten, insgesamt standen wir mehr als eine halbe Stunde! Dafür kamen wir gut durch Prag, genauer gesagt fuhren wir unter Prag hindurch durch ein langes Tunnel.
Bisher hatte es die ganze Zeit geregnet, manchmal nur wenig, manchmal aber auch kräftig. Als wir nach Prag aus dem Tunnel kamen, staunten wir nicht schlecht: der Himmel hatte sich aufgemacht und die Sonne schien wieder! Um 17:00 Uhr kamen wir in Teletin am Parkplatz für die Moldau-Aussichtspunkte an. Udo legte sich noch kurz aufs Ohr, dann starteten wir zu einer Abendrunde zu den drei Aussichtspunkten Mysak, Marenka und Maj.
Es waren nur 3 km, aber der Hinweg gestaltete sich schwierig, da der Weg, den komoot ausgesucht hatte, nicht vorhanden war. Er muss wohl durch einen Acker verlaufen sein, den der Bauer komplett umgepfügt hatte. So schlugen wir uns irgendwie über Äcker und Wiesen durch. Nach dem Regen war alles ziemlich matschig und wir waren froh, als wir wieder auf dem richtigen Weg waren. Die drei Aussichtpunkte über die Moldauschleife sind nicht weit voneinander entfernt, so dass man sie nacheinander ablaufen kann. Wir starteten mit Mysak, wo es uns am besten gefallen hat. Bei Mareka ist man direkt über dem Wendepunkt der Schleife und bei Maj gibt es ziemlich viele Bäume, die zum Teil die Aussicht beeinträchtigen. Es war auf jeden Fall ein Erlebnis hoch oben über der Moldau mit Blick auf das andere Ufer, wo wir morgen noch wandern wollen.
Um 19 Uhr waren wir wieder an der Berta und fuhren noch nach Trebenice auf einen Parkplatz neben der Bushaltestelle, wo wir morgen mit dem Bus nach Stechovicke fahren und direkt an der Moldau entlang zurück zur Berta laufen wollen. Hoffentlich macht das Wetter mit!
Es gab noch ein Abendvesper, dann war es dunkel und wir bereiteten uns auf die Nacht vor.








