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Samstag, 13.09.25 – Jeschken, Elefantenfelsen, Radtour Polzendurchbruch, Herrenhausfelsen
Vom Jeschken bis Böhmisch Leipa, 83 km / Radtour 27 km
Morgens bewölkt, zunehmend sonnig, nachmittags wolkig, abends wieder schön
Heute sind wir verschiedene Stationen angefahren, die bis auf eine kleine Radtour nicht lange gedauert haben.
Gestartet haben wir den Tag natürlich mit einer Besteigung des Jeschken – wo wir doch nur 800 m vom Gipfel entfernt übernachtet hatten. Es war bewölkt, als wir uns um 9:30 Uhr auf den Weg nach oben begaben. In den Tälern unter uns hing zum Teil noch der Nebel. Der Jeschken ist der Hausberg von Liberec und mit 1012 m ü.d.M. die höchste Erhebung der Region. Auf dem Gipfel steht ein stylischer Sendeturm, in dem sich heute ein Hotel befindet. Man kann eine Runde um den Turm machen, was wir natürlich getan haben. Es war noch ziemlich frisch, aber die Sonne setzte sich immer mehr durch und als wir wieder am Auto waren, schien sie wieder.
Um 11:30 Uhr fuhren wir zum ersten Halt, den “Elefantensteinen”. Sie befinden sich im Lausitzer Gebirge bei Liberec und es handelt sich um weiße, glatte Sandsteinfelsen, die wie eine Herde von grasenden Elefanten aussehen. So steht es zumindest im Führer. Bevor wir uns auf den Weg zu ihnen machten, gab es in der Berta einen Kaffee und ein Marmeladebrot. So gestärkt gingen wir im Sonnenschein die 500 Meter, die man zu Fuß zu den Elefantensteinen gehen muss. Man kann sie schon von Weitem sehen und je näher man kommt, umso beeindruckender wirken sie. Wir konnten allerdings nur zwei Elefanten erkennen: einen, der uns den Rücken und sein Hinterteil zustreckte und daneben einen von vorne mit seinem Rüssel. Udo ließ es sich nicht nehmen, die Elefanten zu besteigen. Xenia hatte nicht so viel Mut, blieb lieber unten und bestaunte die Steingiganten vom Boden aus.
Mehr als diese eine Felsengruppe gibt es hier nicht zu sehen, daher gingen wir wieder zurück und fuhren ein Stück gen Süden nach Mimon, von wo aus wir eine Radtour zum Polzendurchbruch (Teufelsloch) und durch das Ralsko-Gebiet machen wollten.
Der Parkplatz in Mimon, den Xenia als Startpunkt ausgesucht hatte, war perfekt: eben, direkt am Radweg am Fluss und mit genügend Platz. Nach einem kleinen Mittagschläfle waren wir um 14:30 Uhr startklar und radelten bei strahlendem Sonnenschein auf einem wunderbar geteerten Radweg in Richtung Polzendurchbruch.
Am Polzendurchbruch machten wir eine kurze Rast. Dann ging es weiter nach Wartenberg am Rollberg, wo wir die geplante Strecke verließen, um eine Runde durch die Stadt zu drehen. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einem netten Café. Das fanden wir leider nicht, dafür aber einen erstklassigen Imbissladen, wo wir uns davor hinsetzen und etwas essen konnten. Xenia wählte einen BBQ-Langos mit Pulled Pork, Udo entschied sich für eine größere Portion Pulled Pork in einem Fladenbrot. Beides war sehr gut!
Die ganze Gegend ist sehr radlerfreundlich. Es gibt tolle Radwege, Radstraßen und wenn man auf der Autostraße fahren muss, gibt es einen Streifen extra für Radfahrer.
Während wir aßen, zogen dunkle Wolken auf. Die Sonne war weg und es wurde ziemlich frisch. Mit Regen hatten wir nicht gerechnet und jetzt sah es plötzlich ganz danach aus! Wir hatten erst die Hälfte unserer Radtour hinter uns und sputeten uns jetzt. Der Weg war wunderschön: am See und an einem Fluss entlang, dann durch den Wald auf schönen Radwegen. Wir schafften es tatsächlich, dem Regen davonzuradeln und kamen um 16:30 Uhr trocken an der Berta an. Jetzt kam sogar wieder die Sonne heraus. Bis alles wieder eingeräumt war, war es 17 Uhr geworden. Der Parkplätz wäre prädestiniert zum Übernachten gewesen, aber dafür war es noch etwas früh.
Ein Blick auf die Wetterapp verhieß leider nichts Gutes für die nächsten beiden Tage. In der Nacht war Regen angesagt, der bis zum Nachmittag des morgigen Tages dauern sollte und auch für Montag waren noch Schauer vorhergesagt. So entschlossen wir uns, dass wir das heutige schöne Wetter noch für einen Ausflug zu den Herrenhausfelsen nutzen wollten, die 30 Autominuten entfernt lagen.
Das Prebischtor hatten wir schon von unserer To-do-Liste gestrichen, weil dort immer wieder Autos aufgebrochen werden. Unser nächstes Wanderziel wären die Tyssaer Wände gewesen, aber auf sie werden wir wetterbedingt verzichten und dafür gen Süden an die Moldau fahren. Die Tyssaer Wände sind zwar ein wunderschönes Wandergebiet, aber ganz ähnlich wie das, was wir bereits in Adersbach oder auch in Besedice oder in den Hubra Skaly in den letzten Tagen gesehen haben.
So starteten wir noch einmal gen Nordwesten zu den Herrenhausfelsen bei Prachen. Direkt vor ihnen gibt es einen Parkplatz, wo wir 50 CKR für eine Stunde parken bezahlten. Um 17:45 Uhr waren wir dort und bestaunten das imponierende Naturdenkmal aus senkrechten und leicht schrägen, regelmäßig angeordneten Basaltsäulen von bis zu 12 Metern Länge, mit einem Durchmesser von 20 bis 40 Zentimetern. Auf ihnen kann man herumkraxeln, was uns natürlich Spaß gemacht hat.
Um 18:45 Uhr war es nun aber an der Zeit, dass wir uns um einen Nachtplatz kümmerten. Diesen fanden wir auch in Böhmisch Leipa, wo heute ein Motorrennen mit großem Fest in der Innenstadt stattfand. Zuerst standen wir auf einem Platz in Innenstadtnähe, entschieden uns dann aber doch für einen anderen Platz am 3 km entfernten See, den wir um 19:30 Uhr erreichten. Dort hatten wir einen schönen Blick auf den See, bis die Sonne vollends unterging. Zum Abendessen gab es noch Grießbrei mit Pfirsichkompott.






















