Berta-Tschechien25-Tag18


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Mittwoch, 10.09.25 – Bozkover Dolomithöhlen – Wanderung Felsenlabyrinthe Besedice und Kuhstall, Sokol Gipfel

Von Elbstaudamm bis Besedice, 60 km

Wanderung 5 km

Vormittags sonnig, dann zunehmend bewölkt, ab 17 Uhr Regen

Heute ging es ins Böhmische Paradies.

Wir hatten nun 2 Tage an der Elbtalsperre übernachtet, ein bis auf die belebte Straße sehr schöner Platz. Gestern kamen 2 PKWs an, ein PKW mit Dachzelt und ein umgebauter Caddy, die mit einfacher Ausrüstung unterwegs waren. Wir waren sehr froh an unserem Luxus und dass wir zum Kochen und Umziehen nicht nach draußen müssen.

Unser erstes Ziel waren die Bozkover Dolomithöhlen, die auf dem Weg nach Besedice liegen. Bei Sonnenschein machten wir uns auf den Weg und kamen 10 Minuten vor 10 Uhr auf dem ausgewiesenen Parkplatz in der Nähe der Höhlen an. Von hier aus sind es noch 600 Meter bis zum Höhleneingang, die man zu Fuß gehen muss.

Wir parkten die Berta und legten einen Spurt zur Höhle ein, da wir vermuteten, dass die Führungen immer zur vollen Stunde losgehen. Eine Minute vor 10 Uhr waren wir an der Kasse. Außer der Dame am Ticketschalter war kein Mensch da. Wir bekamen unsere Karten mit der Info, dass die Führung um 10:20 Uhr startet. So schauten wir uns zuerst noch ein bisschen im Eingangsbereich um, wo es mehrere Vitrinen und Schautafeln mit Infos zu Höhlen aus aller Welt gibt.

In den folgenden 20 Minuten kamen immer mehr Leute, die auch in die Höhlen wollten, so dass wir schließlich eine ansehnliche Gruppe waren. Die Führung war wieder auf Tschechisch, aber hier gibt es Audioguides in mehreren Sprachen, auch in Deutsch. So konnten wir in der Höhle an den entsprechenden Stellen die Erklärungen dazu vom Audioguidegerät abspielen.

Die zwei Höhlen, die durch einen unterirdischen Gang miteinander verbunden sind, bestehen aus mehreren ziemlich schmalen Felsgängen. Die Gesteinsbrocken sind teilweise mit Quarzen überzogenen, doch Sinterschmuck gibt es nur ganz wenig und gemessen an dem, was wir schon an wunderschönen Höhlen in den letzten Tagen gesehen haben, sind die Bozkover Höhlen eher enttäuschend. Ihr Highlight ist ein unterirdischer See, der größte seiner Art in Böhmen. Dieser war tatsächlich sehr schön anzuschauen. Er ist nicht tief aber ganz klar. Man kann bis auf den Boden sehen und an manchen Stellen ragen Steine aus dem Wasser, was einem den Eindruck von einer Landschaft gibt.

Um 11:30 Uhr waren wir wieder an der Berta. Die Wetterapp brachte zwar Regen, aber erst am Abend und so wollten wir den Nachmittag noch für eine Wanderung durch die Felsenlabyrinthe bei Besedice nutzen.

Der Parkplatz zum Wandergebiet war fast leer. Er kostet nur 100 CKR für echte 24 Stunden, nicht nur bis Mitternacht. Zum Glück hatten wir gerade noch einen 100-Kronenschein, denn der Automat nimmt nur Bargeld und wechselt nicht. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und machten uns dann um 13 Uhr auf den Weg.

Zuerst liefen wir einen Abstecher auf den Sokol-Gipfel (563 m) hinauf, von wo aus man einen schönen Blick übers Land und auf die Felsformationen der Scala hat.

Vorbei an ein paar gigantischen Felsbrocken kamen wir ins Gebiet der Felsenlabyrinthe. Es waren insgesamt drei solcher Gebiete, die wir durchstreiften. Hinauf und hinunter, durch sehr enge Felsengänge und auf Aussichtsplattformen – die gigantischen Felsen und der Weg hindurch sind ein echtes Highlight! Zum Glück gibt es eine Wegmarkierung, sonst könnte man sich hier wirklich verlaufen. Obwohl es nur wenige Kilometer sind, kamen wir durch die Kraxelei ganz schön ins Schwitzen.

Udo machte ein paar Flugversuche mit der Drohne. Sie soll eigenständig Hindernissen ausweichen und eine zuvor festgelegte Person verfolgen können. Das klappte mal mehr und mal weniger ... Es war natürlich auch ein sehr schwieriges Flugterrain mit den Felsen, schmalen Spalten und den vielen Bäumen! Einmal blieb die Susi an einem Ast hängen und wir waren froh, dass dabei nichts kaputt ging.

Wir ließen uns viel Zeit, genossen die Felsengänge und Ausblicke und waren um 16:30 Uhr wieder an der Berta. Wie gut, jetzt duschen zu können! Und natürlich gab es danach einen Kaffee mit ein paar Keksen. Für heute hatten wir genug und beschlossen, über Nacht auf diesem Parkplatz zu bleiben.

Um 17 Uhr erreichte uns ein großes Regengebiet. Es goss wie aus Kübeln und laut Wetterapp sollte das erst am nächsten Morgen aufhören. Wie froh waren wir, dass wir unsere Wanderung noch bei schönem Wetter hatten machen können und jetzt im Trockenen saßen! Wir tätigten ein paar Telefonate, dann gab es Abendessen: Bratkartoffeln mit Paprika-Speck-Rührei und gemischtem Salat. So ein schnuckliges Wohnmobil mit Eigenversorgung hat eindeutig seine Vorteile!

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