Berta-Tschechien25-Tag19


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Donnerstag, 11.09.25 – Felsenburg Wranov – Wanderung Hruba Skaly, Burg Valdstejn

Von Besedice bis zum Autocamp Prihrazy – 44 km / Wanderung Burg Wranov 3 km, 150 hm / Wanderung Hruba Skaly 8 km, 160 hm

Nachts ergiebiger Regen, vormittags erst Nebel, dann zunehmend sonnig, am Abend Schauer, 17-21 Grad

In der Nacht schüttete es wie aus Kübeln. Ein riesiges Regengebiet, das über ganz Tschechien, Polen, der Schweiz und Slovenien lag, zog über uns hinweg. Am frühen Morgen war der Spuk vorbei. Als wir aus den Federn krochen war es trocken, aber neblig.

Da der Wetterbericht für den Tag schönes Wetter angesagte, richteten wir uns zur Weiterfahrt. Und tatsächlich: als wir losfuhren, brachen die ersten Sonnenstrahlen durch die Nebelwolken. Was wir zu dieser Zeit noch nicht wussten war, dass heute der Tag der vielen Treppenstufen werden sollte.

Unser erstes Ziel war die Felsenburg Wranov. Bis dorthin waren es nur wenige Minuten zu fahren. Die mittelalterliche Burg gilt als die größte Felsenburg Böhmens. Sie thront auf einem Felsrücken über der Iser und der Stadt Mala Skala.

Wir parkten unten auf dem Stadtparkplatz und stiegen zur Burg hinauf. 150 Höhenmeter und viele Treppenstufen galt es zu bewältigen. Oben angekommen, mussten wir ein kleinen Eintrittsentgelt entrichten, bekamen dafür aber einen Zettel mit deutschen Erklärungen.

Zuerst gingen wir in die Aussichtskapelle “Pantheon”, die eigentlich nie als Kapelle sondern als Lustschloss gedient hatte. Von hier hatten wir einen tollen Blick auf die Stadt und den Fluss.

Nun folgte die Erkundung der eigentlichen Burgruine. Hier erwarteten uns immer wieder schmale und steile Durchgänge, die wir überwinden mussten. Dafür waren die Ausblicke von hier oben im Sonnenschein fantastisch! Udo hatte die Susi mitgenommen und sie bekam hier ihren ersten Ausflug für heute.

Anschließend ging es alle Treppenstufen wieder den Berg hinunter. Unten angekommen war es inzwischen 12 Uhr geworden und wir nutzten die Pizzeria, an der wir vorbeikamen, für ein gutes Mittagessen, dazu gab es tschechisches Kofola und selbstgemachte Erdbeerbrause.

Um 13 Uhr fuhren wir weiter zum Schloss Hruba Skala mitten im Böhmischen Paradies. Xenia hatte einen kleinen Wanderparkplatz als Ausgangspunkt für eine Wanderung zur Burg Valdstejn ausgesucht. Dort bekamen wir auch tatsächlich noch einen Parkplatz. Udo machte ein kurzes Schläfle, dann starteten wir zu einer sehr schönen Wanderung.

Das Ziel war die Burg Valdstejn. Auf dem Weg dorthin kamen wir an verschiedenen Aussichtspunkten mit herrlichem Blick auf die Felsenlandschaft von Hruba Skala vorbei. Auch die Susi durfte wieder fliegen und schöne Aufnahmen machen.

Burg Valdstejn haben wir uns natürlich auch angeschaut, allerdings auf eigene Faust, ohne Führung. Diese hätte es wieder nur auf Tschechisch gegeben. Am imposantesten ist eigentlich der Zugang zur Burg, der von streng blickenden Herren und Heiligen aus Stein eskortiert wird.

Nun ging es wieder zurück, aber auf einem anderen Weg. Dieser führte uns den Berg hinunter, hinein in die Groß-Skaler Felsenstadt. Wieder mussten wir viele Treppenstufen hinauf- und hinabsteigen, aber es hat sich gelohnt. Die Sandsteinfelsen, durch die wir hindurchgingen oder an denen wir vorbeikamen, waren riesig!

Den Abschluss der Wanderung bildete ein Abstecher zur Mariannenaussicht, von wo aus man einen schönen Blick aufs Schloss Hruba Skala hat. Es sah allerdings etwas heruntergekommen aus. Laut Internet befindet sich heute ein Hotel darin.

Die Susi bekam ihren letzten Flug für heute. Inzwischen waren bedrohliche dunkle Wolken aufgezogen und als Udo die Susi wieder eingepackt hatte, fielen die ersten Regentropfen. Jetzt aber nichts wie zurück zur Berta! Bis dahin waren es noch 10 Minuten zu Fuß, aber durch den Wald machte uns der leichte Regen nichts aus.

Wir waren gerade einmal 5 Minuten im Wohnmobil, als der Regen richtig losging. Er dauerte nur eine halbe Stunde, aber dafür regnete es ziemlich stark. Wir nahmen in dieser Zeit eine Dusche und überlegten, wo wir die Nacht verbringen wollen. Xenia entdeckte in der Nähe einen Campingplatz mit angemessenen Preisen. Da wir dringend wieder eine Versorgung für die Berta brauchten, fuhren wir dorthin.

Um 19:30 Uhr kamen wir Autocamp Prihrazy an. Die Rezeption machte extra für uns noch einmal auf. Es war kaum etwas los auf dem Platz und wir durften uns hinstellen, wo wir wollten.

Nun gab es noch ein Reste-Abendessen, dann hatten wir genug unternommen und erlebt für heute und waren ziemlich müde!

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