Berta-Tschechien25-Tag16


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Montag, 08.09.25 - Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt

Von Adersbach bis zur Elbtalsperre (Spindlermühle) – 66 km

Wanderung 14 km

Heiter bis wolkig, 20 Grad

Hier ein Blick von oben auf unseren Stellplatz:

Heute war endlich die erste Wanderung dran. Karten für die Felsenstadt hatten wir ja bereits und als wir nach einem kurzen Fußmarsch und einem WC-Besuch am Felsenstadt-Parkplatz durch die Eingangskontrolle gingen, war es exakt 10 Uhr. Es war noch etwas frisch, aber die Sonne schien und der Besucherstrom war weniger als befürchtet.

Und wie vermutlich überall auf der Welt, gibt es auch hier Touristen-Einheitsessen. Vorbei die Zeit, wo jedes Land seine Spezialitäten anbot.

Wir starteten unsere Wanderung mit einer Umrundung des Sandgrubenteichs (blaue Runde). Schon am Anfang des Wegs durften wir auf den ersten Felsen klettern und hatten von oben eine schöne Sicht über den See. Auf der weiteren Seeumrundung begegneten uns nur wenige Leute. Das änderte sich aber, als wir auf die grüne Haupttour durch die Felsenstadt kamen.

Wir hatten es ja vorhergesehen, dass wir hier nicht allein sein würden, und so war es auch. Der Besucherstrom war aber so weit auseinandergezogen, dass die Felsenrunde immer noch ein tolles Erlebnis war.

Nach den größten Felsformationen entschieden wir uns, an einer Bootsfahrt teilzunehmen, die hier ein kleines Stück den Metuje-Fluss entlang angeboten wird. Xenia hatte sich etwas mehr davon erhofft, aber es war ganz nett und der “Kapitän” hatte eine Menge Späße auf Lager, die die Leute zum Lachen brachten. Wir konnten sie leiden nicht verstehen.

Nach der Bootsfahrt ging es am Ufer steil die Treppen hinauf. Oben angekommen muss man sich entscheiden, ob man wieder zum Eingang zurück oder in die andere Richtung geht, und damit zu einer großen Runde ausholt. Wir entschieden uns für Letzteres und bereuten es nicht. Hier waren sehr viel weniger Menschen unterwegs. Der Weg war anspruchsvoller, aber noch schöner und beeindruckender als das, was wir schon hinter uns hatten. Es ging steil bergauf und bergab, teils durch ganz enge Felsengänge. Dann weitete sich die Landschaft zu einer Moorebene, durch die Stege führten, und schließlich ging es nur noch durch den Wald mit hin und wieder einem Felsgiganten mittendrin.

Wir wollten eigentlich diesen Teil etwas abkürzen, aber entschieden uns dann leider für einen komplett verkehrten Weg. Statt abzukürzen liefen wir am Ende 3 km länger und das sehr unspektakulär durch den Wald auf einem Weg, der ständig bergauf und bergab ging. Eine Vesperpause legten wir auf einem Stein ein, eine bessere Sitzgelegenheit fanden wir nicht. Nach einem ordentlichen Marsch erreichten wir den Radweg, der um das Gelände führt, und mussten diesen noch einige Kilometer bis zur Berta zurück gehen. Das war schon etwas ärgerlich, aber immerhin passte das Wetter und wir wanderten durch die Natur. Nur tolle Felsen gab es da keine mehr.

Um 15:15 Uhr waren wir zurück, ruhten nach 14 km Fußmarsch mit 320 hm ein bisschen aus, duschten und machten uns einen Kaffee. Unser Vorhaben für heute war noch, bis zur Spindlermühle zu fahren, wo wir morgen mit der Seilbahn auf den Medvedin fahren, zur Elbquelle wandern und dann zurück zur Talstation laufen wollen. Das wird eine größere Tour, für die wir einen ganzen Tag und passendes Wetter brauchen. Morgen soll noch einmal ein trockener und sonniger Tag werden, bevor das Wetter am Mittwoch laut Vorhersage umschlägt und wir mit Regen rechnen müssen. Einen Ausflug auf die Schneekoppe haben wir gestrichen. Das Parken dort ist für Wohnmobile trotz saftiger Parkgebühren nur eingeschränkt und recht weit weg von der Seilbahn (ca. 5 km) möglich. Der eine Parkplatz in Talstationnähe ist laut Internet besetzt. Da wir sowieso nur eine Bergtour machen können, entschieden wir uns für den Medvedin und starteten nach einem Camperservice zur Fahrt zur Spindlermühle. Unterwegs kauften wir bei einem Lidl frisches Brot, das hatten wir keines mehr.

Ein paar Kilometer vor der Talstation der Bergbahn entfernt ist die Elbtalsperre. Dort gibt es einen kostenlosen Parkplatz, auf dem Wohnmobile nicht verboten sind. Dorthin fuhren wir und kamen um 19:30 Uhr an, gerade noch rechtzeitig vor dem Einbruch der Dunkelheit. Wir machten noch einen kurzen Gang über die Staumauer und zogen uns dann in die Berta zurück.

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