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Samstag, 06.09.25 – Burg Pernstein
Von Blansko bis zu den Javoricka-Höhlen – 120 km
Bewölkt, gegen Abend vermehrt Sonnenschein, 17 – 20 Grad
Trotz nächtlicher “Schieflage” und Regen, der laut auf unser Dach prasselte, haben wir gut geschlafen.
Nach dem Frühstück hatten wir eine kontroverse Diskussion, wie unsere Weiterfahrt verlaufen soll. Es wird uns nicht möglich sein, alles anzuschauen bzw. zu unternehmen, was Xenia im Vorfeld ausgesucht und vorbereitet hatte. Auf jeden Fall sollte es gen Norden in die Wandergebiete gehen, aber auf welchem Weg und mit welchen Zwischenstationen? Xenia hätte lieber noch Weltkulturerbe-Städte, Burgen und Schlösser angeschaut, Udo bevorzugte Höhlen. Wir einigten uns darauf, zuerst die Burg Pernstein in westlicher Richtung zu besuchen, anschließend einen Abstecher in Richtung Osten zu zwei Höhlen zu machen und dann in den Norden zur Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt zu fahren.
Um 9:30 Uhr ging es los. Um 11 Uhr waren wir auf dem Parkplatz der Burg Pernstein, der unterhalb der Burg liegt. Von hier aus kann man entweder mit einem Bähnle hoch zur Burg fahren oder zu Fuß den Berg hinauf laufen. Wir entschieden uns für Letzteres, es war nicht weit.
Oben angekommen entschieden wir uns für eine geführte Tour durch die Burg, auch wenn es diese nur auf Tschechisch gab. Aber das war die einzige Möglichkeit, die Burg auch von innen zu sehen, und wir bekamen wieder zwei Schnellhefter mit deutschen Erklärungen. Die Burg wird im Reiseführer angepriesen mit “mehr Burg geht nicht” und “Pernstein ist der Inbegriff einer Ritterburg und diente nicht umsonst als Kulisse für zahlreiche Märchenverfilmungen”. Tatsächlich ist die Burg recht beeindruckend und innen sehr schön hergerichtet.
Wir waren um 11:20 Uhr an der Kasse, die nächste Führung startete um 12 Uhr. Die Zeit bis dahin verbrachten wir mit einem Rundgang durchs Burggelände und Lesen der deutschen Erklärungen zu dem, was uns erwartete.
Auf der Burg war einiges los – vielleicht lag das am Wochenende? Dementsprechend groß war auch die Gruppe, die an der 70-minütigen Führung teilnahm. Trotzdem, und auch wenn wir den Führer nicht verstehen konnten, hat sich die Führung gelohnt. Einige der Säle erinnern mehr an ein Schloss als an eine Ritterburg und alle Räume sind liebevoll eingerichtet und dekoriert.
Nach der Burgbesichtigung hatten wir Hunger und gönnten uns im Burgrestaurant ein erstaunlich gutes Mittagessen. Xenia wählte Gulasch, Udo einen Hamburger.
Es war nach 15 Uhr, als wir wieder an der Berta waren. Udo schickte noch die Susi auf einen Rundflug um die Burg, dann starteten wir zu den Javoricko-Höhlen. Auf dem Weg kamen wir direkt an einem Lidl vorbei, der uns wie gerufen kam. Xenia konnte etwas einkaufen und Udo ein Schläfle machen. Vor der Weiterfahrt gab es noch einen Kaffee mit einem Berliner und einem Walnussteilchen. Weiter ging es auf meist kleinen Straßen, die teilweise gut gerichtet, teilweise aber auch in sehr holprigem Zustand waren. Manchmal hat es uns an Griechenland erinnert ... aber die ländliche Gegend war sehr schön.
Um 18 Uhr kamen wir in Javoricko an. Direkt an die Höhle konnten wir nicht fahren, der Weg war gesperrt. Wir fanden einen Platz neben einer Wandertafel und wollten dort eigentlich die Nacht verbringen. Eine halbe Stunde später kam aber ein Mann vorbei und meinte, dass wir hier nicht stehen bleiben dürften. Er zeigte uns einen Parkplatz im Städtchen, der sich als der offizielle Höhlenparkplatz herausstellte. Er kostet 4 Euro, aber nur von 8 bis 16 Uhr. Das Kassenhäuschen war nicht mehr besetzt. So stellten wir uns als alleiniges Fahrzeug auf den großen Parkplatz und verbrachten dort die Nacht.



















