Berta-Tschechien25-Tag07


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Samstag, 30.08.25 - Jindrichuv Hradec (Neuhaus)

Von Trebon bis Jindrichuv Hradec - 42 km

Wolkig mit sonnigen Abschnitten, nachmittags ein Regenschauer, 22 Grad

Am Morgen erwartete uns ein bewölkter Himmel, aber es war schon angenehm warm und es regnete nicht. So starteten wir zuversichtlich zu unserem nächsten Hotspot, dem Städtchen Jindrichuv Hradec. Dort besuchten wir als erstes einen Lidl und deckten uns mit Getränken, Obst und Gemüse, Joghurt, Milch und frischen Backwaren ein. Letztere waren so verlockend, dass wir noch auf dem Parkplatz einen Kaffee machten und uns eine Brezel und verschiedene süße Stückle teilten.

Mit vollem Magen ging es dann auf Parkplatzsuche, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Die ersten Parkplätze, die uns die App vorschlug, waren inzwischen als reine PKW-Parkplätzen deklariert. Wir sahen auch nirgends ein Wohnmobil. Schließlich fanden wir etwas abgelegen in einem Wohngebiet einen Platz, der für Fahrzeuge bis 3,5t ausgewiesen war. Dort standen schon ein paar Lieferwägen und zu diesen gesellten wir uns.

In die Innenstadt war es eine halbe Stunde zu Fuß, was wir gut bewältigten. Zuerst gingen wir auf den schönen Platz des Friedens mit einer mächtigen Pestsäule im Zentrum. Es war inzwischen 12:30 Uhr und damit Mittagspause im Museum mit einer Krippenausstellung, die Xenia sich unbedingt anschauen wollte. So machten wir “notgedrungen” eine Pause in einem Café auf dem Platz. Wir tranken einen Cappuccino und Udo gönnte sich dazu einen kleinen Eisbecher.

Nun ging es weiter zum Jesuitenseminar, in dem sich das Museum Jindrichuv Hradec befindet. Neben einem Ausstellungsallerlei von Einrichtungsgegenständen, Musikinstrumenten, Werkzeugen für vielfältiges Handwerk und einer Abteilung für die Operndiva Ema Destinova, befindet sich hier eine einzigartige Weihnachtskrippensammlung. Ganz besonders ist die Krippe des lokalen Strumpfmachers Tomas Kryza, die es als weltweit größte Krippe 1998 ins Guinnesbuch der Rekorde geschafft hatte. Fast 1400 Figuren, Menschen und Tiere, sind auf einer Fläche von 60 m2 aufgebaut, 152 davon sind beweglich. Das war schon etwas ganz Besonderes!

Anschließend bummelten wir noch etwas durch die Stadt bis zum Schloss, wo wir eine Führung (Tour B) durch den mittelalterlichen Teil buchten. Außer uns nahm nur noch ein Engländer an der Führung teil und da der junge Führer der englischen Sprache mächtig war, bekamen wir die Führung auf Englisch. Normalerweise gibt es diese nur auf Tschechisch. Wir verstanden leider nur die Hälfte, da der Führer sehr schnell sprach und seine Stimme in den Räumen widerhallte. Trotzdem war es interessant und ganz anders als das, was wir in den letzten Tagen so an Schlossführungen bekommen hatten. Das Ganze dauerte 90 Minuten.

Besonders war auch, dass der Engländer mit einer Frau unterwegs war, die aus Ennabeuren kam und eine geborene Pils war! Wir waren uns nicht sicher, ob sie seine Frau oder nur eine Bekannte war, weil er zuvor davon gesprochen hatte, dass er einen guten Freund in Heroldstatt habe. Die Frau aus Ennabeuren hatte nicht an der Führung teilgenommen und wir sprachen sie danach nur kurz.

Als wir wieder aus dem Schlossgelände herauskamen, hatte sich der Himmel zugezogen und es hatte deutlich abgekühlt. Wir machten uns auf den Rückweg, gingen noch ein kleines Stück den See entlang und kamen um 16:30 Uhr an der Berta an.

Wir hatten kaum die Türe hinter uns zugemacht, als es zu tröpfeln anfing. Kurz darauf regnete es richtig. Da wir ziemlich müde waren, machten wir zuerst ein Schläfle und genossen es, dabei im Trockenen zu sein. Anschließend gab es die restlichen Lidl-Köstlichkeiten und ein paar Recherchen und Planungen zur Weiterfahrt.

Heute wollten wir nicht mehr weiter und so entschieden wir uns, 500 Meter zur nächsten Stromladestation für E-Autos zu fahren und den Stecker auszuprobieren, den Udo sich zum Laden für die Berta bzw. die Fahrradakkus besorgt hatte. Das klappte auch prima. Udo schloss die Berta an und wir luden die Fahrradakkus, Udos Laptop und den Kühlschrank über die Autobatterie für den Innenraum. Nach 1,5 Stunden waren die Akkus voll (0,8 kw/h haben wir geladen) und wir fuhren wieder zurück zu unserem alten Parkplatz, um dort die Nacht zu verbringen.

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