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Freitag, 29.08.25 – Radtour durch die Seenlandschaft und die Altstadt von Trebon
Von Ceske Vrbne bis Trebon – 33 km / Radtour 50 km
Nachts und vormittags bis 9:30 Uhr Regen. Dann zunehmend heiter mit ein paar Wolken, bis 23 Grad
In der Nacht zog ein großes Regengebiet über uns hinweg, dessen Ausläufer uns auch noch während des Frühstücks erreichten. Obwohl es regnete, war es um uns herum sehr lebendig. Viele junge Kanufahrer waren unterwegs zum Kanal und auch die Prager Wasserrettung machte sich dienstbereit. Wie Udo später in Erfahrung brachte, findet hier in ein paar Tagen ein Weltcup-Turnier im Kajak-Sprint statt. Die Teilnehmer waren zum Teil schon da und trainierten.
Um 9 Uhr startete ein Probelauf und als der Regen aufgehört hatte, gingen wir an den Fluss und schauten uns das Spektakel aus der Nähe an. Hier beim Campingplatz schießt das Wasser der Moldau in einem künstlich angelegten Wildwasserkanal mit mehreren Stromschnellen und Wasserwirbeln den Fluss hinunter. Einige Fotografen, Kommentatoren und eine Jury begleiteten den Trainingslauf.
Wir schauten dem Treiben eine Weile zu, dann bezahlte Udo den Platz, die Berta bekam noch einen Camperservice und weiter ging die Fahrt nach Trebon. Dort steuerten wir am Ortsrand einen viel gelobten ruhigen Parkplatz bei einem Sportplatz an, wo wir problemlos und kostenlos parken und sogar über Nacht stehen bleiben konnten.
Um 11:30 Uhr kamen wir dort an. Udo richtete die Räder, Xenia machte ein kleines Vesper in der Berta. Wir überarbeiteten noch eine geplante Radtour durch die Seenlandschaft und Altstadt von Trebon und starteten um 13 Uhr zu dieser sehr schönen Tour.
Unser Weg führte uns teilweise auf kleinen Landstraßen, teilweise auf asphaltierten Radwegen, Schotterwegen oder Waldwegen durch die fast ebene Wald- und Teichlandschaft von Trebon. Hier reiht sich ein See an den anderen, in denen es viele Fische, insbesondere Karpfen, gibt. Die Gewässer sind ziemlich trüb, baden wollten wir hier nicht. Aber den Fischen scheint es zu gefallen. Immer wieder sahen wir einen aus dem Wasser springen. Außerdem gibt es hier verschiedene Wasservögel. Reiher und Schwäne konnten wir identifizieren. Einige Seen sind nur durch schmale Dämme voneinander getrennt, über die man radeln und manchmal auch mit dem Auto fahren kann. Das ist schon ein Erlebnis. Zwischen den Seengebieten gibt es viel Wald, durch den zum Teil richtige Radrennstrecken führen. Im Reiseführer hatten wir gelesen, dass Trebon ein Radlermekka sei – und tatsächlich begegneten uns immer wieder Radfahrer, unterwegs und auch in der Stadt.
Wir hatten die Strecke so ausgesucht, dass die Altstadt von Trebon mit dem schönen Marktplatz und dem Schloss den Abschluss bildete. Am letzten See vor Trebon kamen wir an einer Gartenwirtschaft vorbei. Einige Radler waren schon dort, saßen auf Bierbänken und tranken etwas. Wir hielten ebenfalls an und fragten, ob wir auch etwas essen können. Und tatsächlich: wir bekamen frischen Zander und eine Ofenkartoffel. Nicht ganz billig, aber ganz frisch zubereitet und sehr gut!
Den Nachtisch holten wir uns dann auf dem Marsarykplatz in Trebon: ein sehr gutes Eis. Der Markplatz wäre wirklich sehr schön gewesen, wenn nicht das Rathaus und zwei weitere Häuser eingerüstet und in Plastik verpackt gewesen wären. Das beeinträchtigte das Gesamtbild des Marktplatzes doch sehr, trotz schöner Marienstatue in der Mitte.
Wir umradelten noch das Schloss (es hatte bereits geschlossen) und fuhren dann zurück zur Berta, die auf dem Parkplatz auf uns wartete. Um 18 Uhr kamen wir bei ihr an, räumten alles wieder ein, duschten und aßen noch einen Rest Salat. Morgen werden wir einkaufen müssen. Nach dem Spülen wurde es langsam dunkel und wir verbrachten eine ruhige Nacht auf dem Parkplatz.















