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Dienstag, 26.08.25 – Radtour um den Lipno-Stausee
0 km, Radtour 72 km 430 hm
Sonnig, bis 23 Grad
Heute stand eine größere Radtour auf dem Programm. Wir wollten das schöne Wetter dafür nutzen, den Radweg 33 rund um den Lipno-Stausee zu radeln. Da es am Morgen noch sehr frisch war, ließen wir uns Zeit und starteten erst um 10:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Horni Plana.
Dort erwartete uns gleich das erste Highlight, nämlich eine Fährüberfahrt auf die andere Seeseite. Die Fähre legte gerade an, als wir ankamen und wir schafften es noch, die Tickets am Automaten zu ziehen und auf die kleine Fähre zu fahren. Dann fuhr sie auch schon ab und brachte uns ans südliche Seeufer.
Obwohl wir immer in Seenähe radelten, haben wir vom See bis Fridava fast nichts gesehen, da die Straße ständig im Wald verlief. Zuerst war der Weg recht anspruchsvoll. Es ging rauf und runter auf immer wieder grob schottrigem oder sehr schlecht asphaltiertem Untergrund. Das änderte sich zum Glück nach einigen Kilometern und auf der zweiten Hälfte bis Fridava war die Straße eine regelrechte Rennstrecke: fast eben, perfekt geteert und von Autos nur wenig befahren. Dafür waren recht viele Radler unterwegs: neben Rentnern auch Familien mit kleinen Kindern, die zum Teil erstaunlich sicher und selbständig unterwegs waren.
In Fridava machten wir einen Abstecher zum See und legten dort eine Erholungs- und Vesperpause ein. Die Kirchenuhr von Frymburk auf der gegenüberliegenden Seite schlug 12 Uhr und wir genossen es, aufs Wasser zu schauen und die kleine Fähre zu beobachten, die hier den See überquerte.
Jetzt kamen wir zum schönsten Abschnitt der Tour, der Strecke von Fridava bis Lipno vad Vltavou am Ostende des Sees, über die Staumauer ans andere Ufer und auf der Nordseite zurück bis Frymburk. Auf der ganzen Strecke gibt es einen wunderschönen Radweg direkt am See. So hatten wir uns das vorgestellt! Natürlich war dieser frequentiert, aber es ging noch und der schöne Weg und die Ausblicke auf den See haben uns reich entschädigt.
In Frymburk setzten wir uns am Fähranleger auf eine Bank und aßen ein Eis. Danach kam der letzte Teil der Tour, der weg vom See ein Stück ins Land hinein führte. Jetzt hatten wir wieder ein paar Höhenmeter zu bewältigen, aber mit den E-Bikes ist das ja nicht so schlimm. Die Landschaft war wie im Allgäu: Wiesen, Kühe, Heuballen und ab und zu ein Stück Wald. Bei Cerna v Posumavi überquerten wir über eine Brücke einen kleinen Seeausläufer, danach ging es wieder am See entlang bis zu unserem Stellplatz, den wir um 16:15 Uhr erreichten.
Udo holte die Stühle aus dem Auto und machte ein Schläfle vor dem Duschen. Xenia räumte die Taschen aus und duschte als Erste. Anschließend gab es ein paar Überlegungen und Planungen zur Weiterfahrt, bevor wir um 19:00 Uhr ins Campingplatzrestaurant gingen und dort zu Abend aßen: Udo Schweinerückensteak mit Bratkartoffeln, Xenia mit Kasslerfleisch gefüllte Kartoffelknödel und Kraut. Zum Nachtisch teilten wir uns noch einen Langos. Es hat uns gut geschmeckt und das Essen auf der Terrasse in der untergehenden Sonne war ein schöner Abschluss eines wunderschönen Urlaubstages.











