Berta-Tschechien25-Tag02


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Montag, 25.08.25 - Radtour durch den Böhmerwald und entlang der jungen Moldau

Von Bodenmais bis Horni Plana am Lipnosee, 132 km / Radtour 48 km

Sonnig, 10 bis 18 Grad

Die Nacht verlief ungestört. Der neue Tag begrüßte uns mit Sonnenschein, aber gerade einmal 10 Grad. Da war Heizen vor dem Frühstück angesagt!

Fast am Arbersee vorbei führte uns die Weiterfahrt um 9 Uhr durch den Bayrischen Wald zur tschechischen Grenze bei Markt Eisenstein. In Tschechien besorgten wir uns zuerst ein paar tschechische Kronen und wollten die Berta tanken. Also starten wir Google um zu sehen, wo die nächste Tankstelle ist. Zunächst war alles ganz normal, bis uns Google in einen ganz kleinen Weg führte, wo leider keine Tankstelle war.

Wir fanden anschließend die richtige Tankstelle und tankten unsere Berta wieder voll.

Weiter ging es auf teils griechisch anmutenden Straßen (eng, schlecht asphaltiert und ohne Mittelstrich) zum Caravan- & Campingplatz Antýgl im Nationalpark Böhmerwald, von wo aus Xenia eine Radtour geplant hatte. Neben dem Campingplatz gibt es einen Parkplatz, auf dem Wohnmobile übernachten dürfen. Allerdings müssen für ein Wohnmobil zum Parken über Nacht 400 Kronen = 16 Euro bezahlt werden. Xenia ging auf den Campingplatz, um sich nach einem freien Platz und dem dortigen Preis zu erkundigen. Platz wäre gewesen, aber hier hätte uns die Nacht mit Strom umgerechnet 35 Euro gekostet, der Campingplatz war direkt an der Straße, nicht sehr ansprechend und wir hatten ja noch alles. So fuhren wir weiter nach Modrava und Kvilda, beides Orte, durch die auch unsere Radtour geführt hätte.

Auf dem Weg nach Kvilda kamen wir an einem Parkplatz am Straßenrand vorbei, wo wir kurzerhand anhielten und die Berta kostenlos neben anderen Autos von Wanderern und Radfahrern abstellen konnten. Es gab ein kleines Vesper, dann sattelte Udo die Räder und wir starteten von hier aus unsere geplante 48-km-lange Radtour durch den Böhmerwald, zur Modauquelle und ein Stück auf dem Moldauradweg entlang.

Zuerst mussten wir ein kleines Stück Landstraße fahren, bis wir nach Kvilda auf eine Straße abbiegen konnten, die für Autos gesperrt ist. Bergauf und bergab ging es durch den Böhmerwald, eben war es fast nie auf der ganzen Tour. Bevor wir die Modauquelle erreichten, wurde die Straße schottrig. An der Quelle waren wir nicht allein, konnten aber einen Blick in den Quelltopf werfen, aus dem es immer wieder blubberte.

Weiter ging es durch den Wald, bis wir auf die junge Moldau trafen und an ihr entlang bis Modrava radelten. Dort kamen wir um 14:45 Uhr an und gönnten uns in einem Gartenrestaurant einen Cappuccino, Udo mit einem sehr teuren Stück Kuchen. Die Zeiten, wo Tschechien ein günstiges Land für Deutsche war, sind wohl leider vorbei.

Inzwischen war es immerhin 18 Grad warm geworden und im Sonnenschein konnte man es gut aushalten. Wir beschlossen, noch nicht zur Berta zurückzukehren sondern noch eine Schleife über Antýgl anzufügen. Das sollte sich als sehr gute Entscheidung erweisen! Zuerst mussten wir wieder ein kurzes Stück auf der großen Straße fahren, aber es ging bergab und die 3 km waren schnell geschafft. Dann bogen wir ab, fuhren über die Rechlebrücke und danach sehr nett am Chinitz-Tettauer Schwemmkanal entlang. Nach Antýgl mussten wir ein ordentliches Stück den Berg hinauf radeln, wurden dann aber mit einem sehr idyllischen wunderbar geteerten Stück Moldauradweg belohnt, wo sich die junge Moldau durch eine Sumpflandschaft schlängelt. Hier war es wirklich ein Genuss zu radeln! An einer Stelle legten wir eine kleine Pause ein und lauschten dem Geplätscher der Moldau.

Weiter ging es zurück nach Modrava, von wo aus es nur noch wenige Kilometer den Berg hinauf bis zu unserer Berta war, die wir wohlbehalten vorfanden. Udo räumte die Räder wieder ein und startete noch einen kleinen Testflug mit Susi der Zweiten, unserer neuen Drohne.

Jetzt war es 17:30 Uhr geworden und wir entschlossen uns zur Weiterfahrt an den Lipno-Stausee. Der Lipno-Stausee nahe der österreichischen Grenze ist der größte See Tschechiens und ihn wollten wir am nächsten Tag mit unseren Rädern umrunden. Dafür mussten die Akkus aber wieder geladen sein. Daher routeten wir mit der EnBW-App zu zwei Ladesäulen für Autos in der Nähe von Horni Plana, wo wir aber hofften, mithilfe eines Adapters auch unsere Bikes laden zu können. Die Ladestelle erwies sich als Flopp, sie Säulen waren in Plastik verpackt und außer Betrieb. Aber davor und vor dem Campingplatz Kemp u Kukačků direkt am See gibt es einen sehr schönen vom Campingplatz betriebenen Wohnmobilplatz, der mit 450 Kronen (18 Euro) inkl. Strom, Camperservice und Kamera überwacht für tschechische Verhältnisse sehr günstig ist. Dort mieteten wir uns für 2 Nächte ein, aßen gebratene Maultaschen, machten noch kurz vor Sonnenuntergang einen Erkundungsspaziergang durch den Campingplatz und am See entlang und waren dankbar, einen guten Nachtplatz und sicheren Stellplatz für die Berta am nächsten Tag gefunden zu haben.

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