Berta-Schweden24-Tag37


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Montag, 08.07.2024 - Nationalpark Söderåsen

Wir hatten eine gute und ruhige Nacht auf unserem Flussparkplatz - bis auf den Regen, der nachts und am Morgen auf unser Autodach prasselte. Direkt neben unserm Standplatz war eine Kanueinsetzstelle, wo sich eine Familie für eine 2 Tage-Kanufahrt fertig machte.

Entlang des Flusses und in den Nationalparks gibt es immer wieder Biwakplätze, die alles Nötige bieten: eine Biwakhütte und eine Feuerstelle

Toilette und Mülleimer

Holz und Werkzeuge, sowie einen Platz für die Zelte

Die Wetterapp sagte gemischtes Wetter voraus, Sonnenschein aber auch ein paar Schauer. Der Regen ließ dann auch nach und bis wir frühstückten, war er vorbei.

Um 9:30 Uhr fuhren wir die letzten Kilometer zum Nationalpark. Auf der Strecke hielten wir noch bei einem ICA und versorgten uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage und Vesperzutaten für heute. Hier trafen wir ein Team Pfadfinder, die am Start eines 7-Tage-Haiks waren, obwohl sie in der letzten Woche ein Camp mit 500 Teilnehmern hatten.

Um 11 Uhr waren wir auf dem Parkplatz des Nationalparks angekommen und machten uns einen Kaffee mit frischen Croissants und Orangenmarmelade. Es begann wieder ein bisschen zu regnen, aber bis die Vesperbrote geschmiert waren und wir alles wieder gespült und die Rucksäcke gepackt hatten, war der Regen vorbei und wir starteten zur Wanderung. Der Himmel hatte aufgeklart, die Sonne schien und das blieb auch so, bis wir wieder zurück waren.

Die Hauptattraktion im Nationalpark ist eine 150 Meter tiefe und mehrere Kilometer lange Schlucht, durch die ein kleiner Fluss fließt. Deshalb wird der Park auch liebevoll der Grand Canyon Südschwedens genannt.

Los ging es am Naturum des Parks, das an einem kleinen See liegt. An diesen schließt sich dann die Schlucht an. Wir wanderten zuerst auf der linken Seite des Flüsschens bis zu einer großen Kehre. Der Wanderweg war sehr steinig und zum Teil durch den Regen auch schlammig. Dann ging es links den Berg hinauf. Oben angekommen machten wir eine kleine Rast und aßen ein Vesperbrot.

Weiter ging es oben auf dem Bergrücken zurück zum See. Ab und zu gab es Stellen mit Ausblick, aber mehr als Wald sah man meistens nicht. Der Weg hat uns etwas an die Albkante erinnert, bis auf den Buchenwald, durch den er führte.

Nach dem Abstieg zum See überlegten wir, ob wir hier Schluss machen und weiterfahren, entschieden uns dann aber dafür, noch eine Runde auf der anderen Seite anzuschließen. Diesmal stiegen wir zuerst auf den rechten Bergrücken, genossen ein paar Aussichten und stiegen dann ins Flusstal hinab. Das letzte Stück zurück ging es am Fluss entlang, zum Teil auf Bohlenwegen, bis wir wieder am See und an der Berta ankamen.

Nun waren wir 11,3 km auf nicht immer einfachen Wegen gewandert und hatten genug. Wie schön, dass wir in der Berta duschen konnten! Als das Wasser gerade warm war, zog ein kräftiger Regenguss über uns hinweg. Wie gut, dass wir den nicht unterwegs abbekommen hatten!

Wir suchten uns noch einen schönen Stellplatz auf dem Weg nach Mölle aus, den wir nach dem Duschen anfuhren und um 18:30 Uhr erreichten. Er gehört zu einem Restaurant, das aber montags Ruhetag hat. So blieb nichts anderes als selbst zu kochen mit allem, was die Küche noch so zu bieten hatte. Es gab Süßkartoffeleintopf mit Tomaten, Paprika, angebratener Schinkenwurst und Zwiebel. Es hat uns sehr gut geschmeckt!

Wir inspizierten noch den Platz und bezahlten die 13,50 Euro Standgebühr (sehr günstig für diese Region). Dann verkrochen wir uns in die Berta und machten ein paar Planungen für den morgigen Tag und die Rückreise.


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