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Sonntag, 07.07.2024 – Strand von Sandhammaren, Ales Stenar, Ystad
Geweckt wurden wir vom Wind, der um unsere Berta pfiff - mit ein paar Vögeln um die Wette. Sehr windig und relativ kühl sollte es den ganzen Tag bleiben, dafür aber mit blauem Himmel und viel Sonne. Unser morgendliches Ritual hat sich nun schon etabliert. Erst Müsli-Frühstück, dann Reiseplanung für den Tag.
Um 9:30 Uhr starteten wir zu einer Tour um die Südspitze Schwedens. Der erste Halt war kurz vor Sandhammaren am wunderschönen langen Sandstrand. Hier gibt es kilometerlang feinsten weißen Sand hinter ein paar Dünen, aber keine Steine, keine Algen oder sonstige Meeresverunreinigungen. Das macht diesen Strand zu einem der beliebtesten von Skåne. Vielleicht war es der Sonntagmorgen, vielleicht auch der Wind oder die kühlen 16 Grad, die dazu führten, dass nur wenige Menschen am Strand waren. Wir gingen ein Stück am Meer entlang und waren um 11 Uhr wieder zurück an der Berta.
Wenige Kilometer weiter liegt auf einem Hügel direkt an der Küste bei Kåseberga “Ales Stenar”. 59 Steine sind hier in der Form eines Schiffs angeordnet. Das Entstehungsdatum dieser Stätte soll um 600 nach Christus sein, interpretiert wird die Anlage als Grabanlage oder als Sonnenkalender.
Am Ortseingang von Kåseberga wurden wir von einem Ordner gleich auf einen großen Parkplatz eingewiesen. Von dort muss man den Berg hinauf bis zu Ales Stenar laufen, was rund 15 Minuten dauert. Wir gingen die Strecke zusammen mit vielen anderen Menschen, die ebenfalls dieses Denkmal besichtigen wollten.
Oben auf der Klippe wehte der Wind gefühlt noch ein paar km/h stärker. Wir gingen durch die Steine und ein Stück oben an der Steilküste entlang.
Anschließend stiegen wir zum Hafen von Kåseberga hinunter und verspeisten in einem Restaurant mit schöner überdachter und windgeschützter Terrasse Schellfisch mit Pommes (Xenia) und Lachs mit Kartoffelsalat (Udo). Das Plätzchen war wirklich sehr schön!
Anschließend ging es zurück zur Berta und weiter ins wenige Kilometer entfernte Ystad. Wir parkten am Hafen, schauten einer Katamaran-Fähre nach Borgholm beim Auslaufen zu und machten dann eine Runde durch die Innenstadt.
Zuerst kamen wir am alten Bahnhofsgebäude vorbei, in dem sich in den Wallander-Filmen die Polizeistation befindet. Heute ist dort eine Bed & Breakfest Herberge.
Über die Bahngleise gelangten wir zu Wallanders Café “Fridolfs konditori”, wo wir einen Cappuccino tranken und ein Stück Wallander-Torte aßen: Bisquit mit Sahne und blauer Marzipanhaube.
Nun ging es in die Innenstadt und wir stellten fest, dass Ystad ein bezauberndes Städtchen ist: kleine Gassen mit alten bunten Häusern, zum Teil mit Fachwerk, schön hergerichtet, oft mit blumengeschmückten Fassaden. Wirklich wie in einer Filmkulisse!
Im Schaufenster eines Fotografen sahen wir, wie die Schwedinnen sich gerne fotografieren lassen. Tätowierungen sind bei sehr vielen Frauen zu sehen.
Wir gingen ein Stück durch die Fußgängerzone und kamen zum Stortorget, einem großen Marktplatz im Stadtzentrum. Hier steht auch die beeindruckende St. Marien-Kirche, der wir einen Besuch abstatteten.
Da das Kloster inzwischen schon geschlossen hatte, gingen wir wieder zurück zur Berta und machten uns noch 80 km auf den Weg quer durchs Land in Richtung Nordwesten, wo wir morgen den Nationalpark Söderåsen besuchen wollen. Es ging gefühlt endlos auf der Landstraße durch wenig besiedeltes Gebiet. Die Straßen erinnerten an Amerika.
Dank Park4Night-App fanden wir einen kleinen Parkplatz bei Gunnaröd mitten in der Natur an einem kleinen Flüsschen, wo wir um 18:30 Uhr ankamen und zusammen mit einem weiteren Wohnmobil die Nacht verbrachten. Es gab noch einen Grießbrei mit Zucker und Zimt und ein paar Wanderplanungen für den nächsten Tag.
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