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Mittwoch, 03.07.2024 – Öland: Böda Sand, Schloss Sollidens, Ölandmuseum, Stora Alvaret
Mit ein wenig Bangen ließ Udo die Berta am Morgen nach dem Frühstück an, doch welch Glück! Sie schnurrte wie gewöhnlich – und das blieb, Gott sei Dank!, auch den ganzen Tag über so.
So verließen wir um 9:15 Uhr unseren schönen Nachtplatz frohgemut. Die Sonne schien, der Wetterbericht verhieß gutes Wetter für heute und dem war dann auch so. Bis auf eine gute Prise Wind bekamen wir einen schönen, meist sonnigen Tag bei 20 Grad.
Unser erster Stopp war bei einem Campingplatz im Norden der Ostküste, den Tom aus Kindertagen kennt und dessen Name er uns genannt hatte: Böda Sand. Das ist schon eine beeindruckende Campinganlage mit tollen Freizeitangeboten: von Spielplätzen über Sportanlagen, Spaßbad, Schwimmbad bis zur Minigolfanlage ist da alles geboten, was Kinderherzen und Herzen von Junggebliebenen höher schlagen lässt. Außerdem verfügt der Platz über einen super schönen langen Sandstrand, wirklich ein Paradies für Familien – allerdings zu einem stattlichen Preis. 2 Personen mit Wohnmobil würden über 70 Euro pro Nacht kosten. Trotzdem ist der Platz mit 1300 Stellplätzen ausgebucht!
Nachdem wir uns hier umgeschaut hatten, fuhren wir weiter zum Schloss Sollidens, wo wir heute um kurz nach 11 Uhr ankamen und Einlass fanden. Man kann allerdings nur die Parkanlage und das Schloss von außen besichtigen. Alles ist top hergerichtet und einige Gärtner und Parkarbeiter waren bei der Arbeit.
Um 12 Uhr fuhren wir weiter, jetzt wieder an die Ostküste nach Himmelsberga ins Öland-Museum. Hier bekommt man einen Einblick in das Leben in einem Reihendorf auf Öland im 18. Jahrhundert. Verschiedene Häuser in Bauernhofumgebung können hier besichtigt werden. Bevor wir das ausgiebig machten, gingen wir in eines der urigen Holzhäuschen, in dem sich das Café Kaffestugan befindet, und aßen unter einer großen Kastanie die lokale Spezialität „Kroppkakor“: mit Hackfleisch gefüllte Kartoffelklöße, die mit Preiselbeermarmelade, Butter und flüssiger Sahne serviert wurden.
Anschließend besichtigten wir die verschiedenen Häuser, Stuben, Werkstätten und Stallungen.
Um 14:30 Uhr hatten wir genug, gingen in die Berta, machten Mittags-Siesta und anschließend einen Kaffee mit Erdbeerkuchen und süßen Teilchen, die Udo im Café besorgte.
Um 15:45 ging die Fahrt weiter gen Süden, an den 5 Windmühlen von Lerkaka vorbei.
Udo dokumentierte die Fundamente der Windmühlen. Die Technik ist schon beeindruckend:
Unser Ziel war das Naturschutzgebiet Stora Alvaret.
Seit dem Jahr 2000 steht diese Felsebene auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Charakteristisch für Stora Alvaret sind die sogenannten Alvare, das sind baumlose Heideflächen, auf denen der Felsgrund aus Orthoceren-Kalkstein oft die Oberfläche erreicht oder nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt ist. Das Gebiet zeichnet sich durch eine sehr spezielle Flora mit vielen nur hier vorkommenden Arten aus und wird traditionell als Weideland genutzt. Aufgeteilt wird die Landschaft durch viele Kilometer langen Steinmauern.
Mehr zufällig als geplant kamen wir an Möckelmossen vorbei, wo eine schöne Wanderung durch dieses Gebiet startet. In der Abendsonne aber bei kräftigem Wind, weshalb eine Jacke zumindest zeitweise sehr angenehm war, unternahmen wir die 6-Kilometer-Runde und genossen die besondere Landschaft.
Um 19 Uhr waren wir zurück an der Berta und überlegten, auf diesem Parkplatz über Nacht zu bleiben. Das wäre erlaubt gewesen, aber wir entschlossen uns trotzdem, noch eine Dreiviertelstunde zurück an unseren Nachtplatz in Kalmar zu fahren, wo es eine schöne Toilettenanlage am Strand gibt. Unser Campingklo musste dringend geleert werden und das ging in Möckelmossen nicht. Die Fahrt war in der Abendsonne auch noch sehr schön und als wir um 20 Uhr in Kalmar ankamen, bekamen wir einen Parkplatz neben einigen anderen Wohnmobilen.
Udo kümmerte sich ums Klo, Xenia machte Vesper mit Salat. Bis alles wieder aufgeräumt und gespült war, war es 21:30 Uhr geworden und schon wieder ging ein schöner Urlaubstag zu Ende.
Hier noch zwei Beispiele für stilvolle Standplätze - wir waren heute nicht dabei
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