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Dienstag, 02.07.2024 – Öland: Byrum Raukar, Langer Erich, Trollskogen
Unser Übernachtungsplatz war ein einfacher Parkplatz mitten in der Stadt und 5 Min vom Zentrum entfernt.
Heute erkundeten wir den nördlichen Teil der Westküste Ölands. Das Wetter blieb trocken, teils sonnig, teils bewölkt bei 20 Grad.
Bevor wir gen Norden fuhren, machten wir noch einen kurzen Abstecher zum Sollidens-Schloss, der Sommerresidenz der Königsfamilie. Um 10 Uhr waren wir dort, um dann feststellen zu müssen, dass das Areal erst um 11 Uhr öffnet. So lange wollten wir nicht warten und fuhren daher weiter.
Unser erstes Ziel war ein besonderes Naturschutzgebiet etwa 2 Kilometer südwestlich von Byrum. Es besteht aus zahlreichen, durch Erosion bizarr geformte Kalksteinsäulen, den sogenannten Rauken, und heißt deshalb Byrums Raukar. Es ist ein wahres Kletterparadies für Kinder!
Doch bevor wir die Gegend selbst erkunden konnten, mussten wir 1,5 km Fußweg zurücklegen, da der Wohnmobilparkplatz so weit entfernt liegt. Wir machten aus der Not eine Tugend und nutzten den Weg für einen schönen Strandspaziergang am Meer,
bis wir an dem 600 Meter langen Küstenabschnitt ankamen, auf dem sich die ca. 120 Kalksteinformationen befinden. Die größten Rauken erreichen eine Höhe bis zu vier Metern. Das Gebiet ist schon beeindruckend und so war es nicht weiter erstaunlich, dass wir nicht allein hier waren. Einige Familien vergnügten sich ebenfalls hier und vor allem die Kinder hatten eine Menge Spaß beim Erkunden der verschiedenen Gänge zwischen den Rauken und dem Besteigen der Felsformationen.
Wieder zurück an der Berta gab es ein Vesper, dann fuhren wir um 13:30 Uhr weiter gen Norden. Beim Anlassen der Berta machte sie plötzlich ein komisches Geräusch, das wir bisher nicht hatten. Udo vermutete den Auspuff, aber von außen war es nicht zu hören. So fuhren wir erst mal weiter gen Norden und bekamen nach dem Städtchen Byxelkrok einen günstigen Platz auf einem Wohnmobilstellplatz in der Natur – viel schöner als auf den großen und teuren Stellplätzen, wo ein Wohnmobil neben dem anderen steht. Leider gibt es hier ziemlich viele kleine Fliegen, aber nur die harmlosen, und die versuchten wir, so weit wie möglich aus der Berta fernzuhalten. Die Parkplätze in dieser Region sind alle mit Übernachtungsverbotsschildern versehen, so dass uns nichts anderes übrig blieb, als einen offiziellen Stellplatz zu nehmen.
Die teuern Plätze auf den Campingplatzen sind nicht unbedingt die schöneren Stellplätze
Udo richtete die Räder, Xenia passte eine Radtour für uns an und um 15:30 Uhr fuhren wir mit dem Rest an Ladung, den unsere Fahrradakkus noch intus hatten, eine 35-km-Tour um die Nordspitze Ölands.
Zuerst ging es zum Langen Erich, einem gut besuchten Leuchtturm an der Spitze Ölands.
Dann um eine große Bucht herum ans Ostufer und dort wieder ganz in den Norden zum Trollkogen (Zauberwald), einem Kiefernwald mit alten, knorrigen, zum Teil vom Wind verformten oder mit Efeu umrankten Bäumen. Auf einem Schotterweg in der Mitte des Naturreservates ist Radfahren erlaubt, die anderen Wege sind zwar radtauglich, dürfen aber nur zu Fuß begangen werden.
Wir nahmen den erlaubten Weg bis ganz in den Norden und setzten uns dort auf ein Bänkle mit Aussicht auf den Langen Erich auf der anderen Seite der Bucht. Dann ging es wieder zurück und auf einem kleinen Abschnitt setzten wir uns über das Radverbot hinweg und radelten zum Trolleken, einer 1000-jährigen Eiche.
Auf der weiteren Rückfahrt machten wir in Byxelkrok in einer Wirtschaft mit Gartenwirtschaft an einer Mühle eine Rast und aßen Lufsa, ein ölandische Spezialität: ein dicker Fladen aus geriebenen Kartoffeln (eine Mischung aus Kartoffelpuffer und Kartoffelgratin) mit knusprigem Speck, Preiselbeeren und Rotkrautsalat. Es schmeckte uns sehr gut und so gestärkt fuhren wir die letzten Kilometer zurück zur Berta.
Udo ging noch einmal vor ans Meer zu Neptuni åkrar, besonderen Felsplatten an der Küste, wo wir ganz in der Nähe standen.
Mit einer Dusche und einem Telefonat mit Mama, die leider heute von Xandi ins Krankenhaus gebracht werden musste, ging der Tag seinem Ende entgegen.
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