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Montag, 01.07.2024 – Insel Öland: Borgholm und Radtour
Am Morgen begrüßte uns wieder die liebe Sonne, die uns den ganzen Tag über treu blieb. Da es ein herrlicher Morgen war, entschlossen wir uns zu einem kleinen Strandspaziergang vor dem Frühstück. Es ging über den schön angelegten Badebereich, der Kindern und Erwachsenen viele Möglichkeiten bietet.
Um 9:45 Uhr kamen wir dann los und fuhren über die Ölandsbron-Brücke vom schwedischen Festland auf die Insel Öland.
Wir hatten uns ein paar Punkte auf der Insel ausgesucht, die wir uns anschauen wollten und begannen unsere Rundtour an der Westküste gen Norden.
Den ersten Stopp machten wir an einem kleinen Hafen in Rörsvägen, wo es laut einem Reisebericht aus dem Internet einen tollen Bäcker mit super Zimtschnecken geben soll. Die Bäckerei war tatsächlich ganz süß. Man konnte in die Backstube schauen und die Verkäuferinnen waren mit Schürzen und Hauben von früher bekleidet. Auch die Einrichtung war schnuckelig antik. Wir bestellten einen Cappuccino und zwei Zimtschnecken. Der Kaffee war okay, die Zimtschnecken waren auch nicht schlecht, aber eben nicht so gut, dass sich eine Extrafahrt hierher gelohnt hätte. Wir ließen sie uns trotzdem schmecken und fuhren anschließend weiter nach Borgholm, der Hauptstadt der Insel.
Wir fanden den Parkplatz, den wir über Park4night ausgesucht hatten, und dieser war zu unserer Überraschung fast leer. Wir stellten die Berta dort ab, Udo sattelte die Räder, Xenia schmierte Vesperbrote und um 12:30 Uhr starteten wir zu einer großen Radtour über 75 km.
Zuerst ging es in Borgholm durch den Hafen. Dort soll laut Reiseführer die Yacht der königlichen Familie liegen, die auf Öland den Sommer verbringt. Es gab auch teure Schiffe, aber ob das des Königs dabei war??
Jedenfalls fuhren wir die Strandpromenade entlang und weiter durch kleine Feriensiedlungen – manche Häuser waren ganz einfach, anderen ziemlich mondän. Überhaupt hatten wir den Eindruck, dass Öland für die Schweden so etwas ist wie Sylt für die Deutschen.
Wir kamen an einem Campingplatz vorbei, der potthässliche Standplätze für die Riesenwohnmobile bot. Udo und Xennia sind sich einig, da sthen wir zu 90% viel schöner und günstiger.
Nun zweigte unser Weg ab auf die Straße, wo es zum Glück einen Radweg gab. Richtig schön wurde die Tour, als wir die Hauptstraße verlassen und in Richtung Meer fahren konnten. Die Gegend ist sehr flach, noch flacher, wie Norddeutschland. Man sieht also schon heute, wer in 14 Tagen zu Besuch kommt ;-)
Auf dem Weg zur Küstenstraße, kurz vor dem Meer, kamen wir an einer alten Mühle vorbei. Wir sollten auf unserer Tour noch mehrere Mühlen sehen, aber diese war die Erste und Udo entschloss sich kurzerhand, auf einem kleinen Grasweg zu ihr zu fahren, um sie aus der Nähe anzuschauen. Das war die beste Entscheidung des Tages! Die Mühle entpuppte sich nämlich als schönster Mittagsrastplatz. Jetzt wurden die Brote ausgepackt und auf der Mühlenterrasse in der Sonne im Meerblick verzehrt.
Weiter ging es die schöne Küstenstraße entlang.
Ein Abschnitt in der Nähe eines Steinbruchs war ganz besonders, denn hier hatten Leute Steine zu freien Skulpturen aufgeschichtet. Das Ganze erinnerte uns ein bisschen an den Brice Nationalpark in Amerika.
An einem kleinen Naturreservat vorbei führte uns der Weg nach Sandvik, wo die größte Windmühle der Insel steht. Um sie herum gibt es einiges an Rummel: einen Spielplatz und mehrere Cafés. Udo hätte gerne eine Eis gegessen, aber der Preis schreckte ihn ab.
Jetzt waren wir am weitesten Punkt unserer Runde angekommen und es ging wieder gen Süden, nun nicht mehr an der Küste, sondern im Inland. Der erste Abschnitt des Ölandleds (ausgeschildeter Radweg) war noch ganz okay und führte uns an einem ganz süßen Café mit romantischem und wunderschön angelegtem Garten vorbei. Da mussten wir einfach einen Stopp einlegen und ein Eis essen. Außer Eis und Kaffee gab es hier nichts, aber das reichte uns.
Sitzgelegenheiten auf einer umgebauten Sähmaschine oder einem Bank-Baumstamm
Oder auf einer Lokomotive oder einem Boot
Selbst die Kasse war modifiziert und bargeldlos zahlen geht sowiso! -Am Eingang stand eine Nähmaschine und zum Abschied winkte uns der Schweinchengrill heimlich zu.
Danach wurde der Weg ätzender, denn es ging auf einer Fahrstraße weiter. Diese war zwar nur mäßig befahren, aber die 12 km fast geradeaus zogen sich und der Gegenwind machte uns zusätzlich zu schaffen. Wir waren sehr froh, als wir diesen Abschnitt hinter uns hatten.
Ein letztes Highlight war Schloss Borgholm, an dem wir noch vorbeikamen. Es hat bis 18 Uhr geöffnet, aber da wir erst um 17:40 Uhr dort ankamen und langsam genug hatten, machten wir nur eine kleine Runde durchs Gelände, schauten uns die Aussicht auf Borgholm an und fuhren dann weiter durch den Schlosspark, wieder hinunter ans Meer und zurück zur Berta, die wir zum Glück unbeschadet und wohlbehalten antrafen.
Nun wurden die Räder wieder eingeräumt, eine Dusche genommen und dann gingen wir den kurzen Weg von unserem Parkplatz in die Innenstadt und aßen dort eine Pizza.
Auf dem Rückweg machten wir ein Sonnenpäusle am Hafen, dann ging es “heim” in die Berta. Jetzt waren wir doch ziemlich müde. Für heute hatten wir genug erlebt und blieben die Nacht auf dem kostenlosen und recht ruhigen Parkplatz neben einem Sportplatz.
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