Berta-Schweden24-Tag27


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Freitag, 28.06.2024 – Oxelösund: Gamla, Femöre Festung, Schärenmuseum

Am Vormittag war es noch sonnig und warm, über Mittag wurde es bewölkt und am Nachmittag kam der Regen.

Zum Frühstück bekamen wir Besuch von einigen Gänsen mit ihren Jungen, die am Kanal leben und ungeniert über den Parkplatz liefen.

Wir nutzten den Vormittag zu einem schönen Rundgang (Kulturstik) um die Südspitze von Öxelösund, dem Gamla (alten) Öxelösund. Wir wollten eigentlich das Schärengartenmuseum besuchen, das sich in diesem Gebiet befindet, aber das öffnete erst um 12 Uhr. So spazierten wir die Küste entlang und an einem kleinen Hafen vorbei, einen Teil auf einem schönen Holzsteg.

Anschließend fuhren wir auf die benachbarte Halbinsel Femöre. Dort befindet sich in einem Naturreservat eine militärische Anlage aus dem Kalten Krieg, die man besichtigen kann. In das Gestein unter der Scherenlandschaft wurde ein riesiger Atomschutzbunker gegraben. Von hier aus konnten 70 Soldaten diesen Teil Schwedens gegen eine Invasion der Sowjetunion und des Warschauer Pakts verteidigen. Die Femöre Festung wurde 1966 gebaut und war in Betrieb bis 1998.

Wir kamen kurz nach 11 Uhr dort an und hatten das Glück, eine englische Führung nur für uns zu bekommen. Der Führer erklärte uns nicht nur die Geschichte der Festung und das Funktionieren des überirdischen Radars und einer großen Kanone, sondern er führte uns auch in ein 450 Meter langes Tunnelsystem. Dort erfuhren wir, wie die Munition geladen und von einer Kommandozentrale aus Feuerbefehle gegeben wurden. Außerdem besichtigten wir die Stromgeneratoren, eine Werkstatt, Schlafquartiere, sanitäre Einrichtungen und die Küche.

Eingang in die Bunkeranlage und Mannschaftszentrale

Ausrüstung und Waffen der Besatzung

Uniformen und Küche

Erste Hilfe und Schlafräume

Kommandozentrale; Radarauswertung, Zielerfassung und Kanoneneinstellung

In der Kanone, Munitionslager und Ladeaufszug

Die Führung war sehr interessant und dauerte eine gute Stunde.

Als wir wieder ans Tageslicht kamen, hatte sich der Himmel zugezogen. Wir fuhren zurück nach Gamla Oxelösund, um das inzwischen geöffnete Schärenmuseum zu besuchen. Auf dem Parkplatz vor dem Museum machten wir uns ein kleines Vesper, dann gingen wir hinein. Es sind nur ein paar Häuser zum Besichtigen, aber sehr nett gemacht mit nachgestellten Szenen, wie z.B. Weihnachten. Besonders gefiel uns ein Café mit einer sehr hübschen Außenanlage mit Meerblick, wo wir uns eine frische, noch warme Zimtschnecke vom Blech und einen Kaffee gönnten.

Zurück an der Berta verbrachten wir den restlichen Nachmittag mit Schlafen und Routenplanung für die nächsten Tage. Der angekündigte Regen ließ noch auf sich warten, aber dann kam er doch.

Nach unseren Recherchen und Planungen entschlossen wir uns, heute nicht nur bis Norrköping sondern noch 100 km weiter zu fahren, um Zeit für eine Besichtigung von Astrid Lindgrens Småland zu haben. Unser Ziel war der Parkplatz vor Trollhättan, wo wir am nächsten Tag eine Runde durch den Trollpark drehen und dann in Richtung Vimmerby weiterfahren wollten.

Wir starteten kurz nach 18 Uhr und kamen vor Norrköping in ein heftiges Unwetter. Es goss wie aus Kübeln. Als wir Norrköping umrundeten, wurde es etwas besser und wir steuerten noch ein Einkaufszentrum an, um ein paar Lebensmittel kauften. Vor allem das Brot sollte man hier möglichst frisch haben. Aber auch ein Pfund Erdbeeren waren sehr willkommen!

Auf dem Parkplatz des CIA-Supermarktes gab es Abendessen: eine Dose Chili con Carne mit Brot und zum Nachtisch die inzwischen eingezuckerten Erdbeeren mit Sahne.

Udo nutzte noch die Tankstelle vor Ort für die Berta, dann war es doch tatsächlich schon nach 21 Uhr, bis wir weiterfuhren. Der Regen hatte inzwischen ganz aufgehört und wir konnten ohne Probleme bis zum ausgesuchten Übernachtungsparkplatz fahren, den wir um 22:15 Uhr erreichten.

Der Platz wäre eigentlich gut gewesen, wenn da nicht ein paar Jugendliche mit 2 Autos und lauter Radiomusik gewesen wären. Wir entschieden uns, einen anderen Platz zu suchen und fanden auch einen schönen Parkplatz am Ortsrand von Gamleby. Dort stellten wir uns hin mit der Hoffnung, hier eine einigermaßen ruhige Nacht verbringen zu können.


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