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Samstag, 29.06.2024 – Trollpark Gamleby, Astrid Lindgrens Småland bei Mariannelund
Die Nacht verlief wie erhofft ruhig und erholsam.
Nach dem Frühstück fuhren wir wieder zum Parkplatz bei “Trollparken Garpes Vänner”.
Wir erkundeten als die Ersten den an einem steilen Hang angelegten Skulpturenpark mit Figuren aus lokalen Legenden (Trolle, Feen, Werwölfe, Nymphen, Elfen, Schlangen, Drachen usw.), erschaffen vom Künstler Jerzy Przybyl alias Jan Pol. Die Figuren sind in die Felsen und den Wald integriert und es macht Spaß, immer wieder eine neue zu entdecken.
Fast wie in der Kirche: Der Prediger und die Zuhörer
Die Lobpreisband und der Typ von der Technik
Oben auf dem Felsplateau gibt es einen Rastplatz und eine schöne Aussicht über das Land, die wir in der Morgensonne genossen.
Heute sollte ein schöner und trockener Sommertag werden, etwas windig aber nicht so heiß – gerade recht für Unternehmungen.
Auf dem Rückweg begegneten wir einigen anderen Touristen und Familien, die ebenfalls den Trollwald erkundeten. Schön, dass wir unsere Runde schon hinter uns hatten! Dass der Ort sehr beliebt ist, sahen wir im Gästebuch. Ein dickes Gästebuch wurde in 3 Tagen voll geschrieben. Die meisten Widmungen wurden von Deutschen eingetragen.
Wieder an der Berta angekommen, machten wir uns auf die Fahrt zum 70 km entfernten Städtchen Mariannelund, um dort eine Radtour durch Småland auf den Spuren von Astrid Lindgren Erzählungen und Filmen zu machen. Wir hatten auf komoot eine Radtour entdeckt, die in Mariannelund startet und über Bullerbü und Katthult führt, wo der Film “Michel aus Lönneberga” gedreht wurde. Xenia veränderte die Route noch etwas, so dass sie für uns passte, und wir fuhren direkt zu dem Parkplatz in Mariannelund, von dem aus die Tour startete.
Um 12:30 Uhr kamen wir in Mariannelund an, machten uns noch ein Vesper und dann ging es los. Zuerst machten wir einen Abstecher zu Mariannelunds Karamellkokeri, einem alten Familienunternehmen und einer Sehenswürdigkeit der kleinen Stadt. Dort deckten wir uns mit einem Vorrat an verschiedenen weichen Karamell- und harten Zuckerbonbons ein.
Weiter ging es durch den Wald und den Berg hinauf nach Bullerbü. Da kamen Kindheitserinnerungen an sonntägliches Fernsehen hoch! Bekannte Filmkulissen zu besichtigen ist doch immer wieder etwas Besonderes und wir gönnten uns noch einen Kaffee und eine Zimtschnecke im Bullerbü-Café.
Die Kinder konnten im Heu toben und Tiere füttern und streicheln
Xenia musste unbedingt in das Loch im Baum klettern - zum Glück, kam sie auch wieder heraus!
Der Dorfplatz und 3 gleich aussehnde Häuser, das ist Bullerbü
Nun führte uns die Fahrt auf kleinen und meist kiesigen Straßen durch die schöne Landschaft Smålands, die sich in der Sonne von ihrer besten Seite zeigte. So stellt man sich Schweden vor – immer wieder kleine Höfe mit roten Häusern - manche ganz einfach, andere schon mehr Villen mit großen Gärten. Das Ziel war Katthult, wo die “Michel von Lönneberga”-Filme gedreht wurden.
Auf dem Weg kamen wir noch an der größten Steinkirche der Gegend vorbei.
Je näher wir Katthult kamen, umso mehr Wohnmobile begegneten uns. Im Dorf selbst verteilten sich die Leute aber ganz gut und wir erkannten manches aus den Filme wieder – das Haus, in dem Michel wohnte, den Fahnenmast, an dem Klein-Ida hochgezogen wurde, die Werkstatt mit den geschnitzten Figuren, in die Michel immer eingesperrt wurde, das Plumpsklo .... Wir lasen auch einige interessante Schautafeln mit Berichten zu den Filmen und den Dreharbeiten, die auch in deutscher Sprache zur Verfügung standen.
Das war Alfreds gute Stube, in der auch das für Schweden wohl typische Ausziehbett stand
Xenia probierte das Plumsklo, in dem Michel seinen Vater eingesperrt hatte
Nun ging es wieder zurück nach Mariannelund, an einem See vorbei, zu dem wir einen kurzen Abstecher machten und die Stille genossen.
Vorbei an den modernen Scheunen auf schwedens Gehöften
Um 18:15 Uhr waren wir wieder an der Berta. Nachdem die Räder eingeräumt waren, überlegten wir, wo wir die Nacht verbringen wollten. Nur 850 m von unserem Parkplatz entfernt gibt es einen Wohnmobilstandplatz. Da wir Strom für die Räderakkus und evtl. auch den angekündigten Regensonntag gebrauchen konnten, fuhren wir diesen an. Er war dann aber so hässlich und die Stromplätze alle im Schatten, dass wir wieder umkehrten und uns in die Nähe eines Sportplatzes in die Abendsonne stellten. Dort waren wir ganz allein.
Jetzt gab es Abendessen: die restlichen Hähnchenfilets mit Salat und Brot. Anschließend war eine Dusche angesagt und den Rest des Abends vergnügten wir uns mit unseren PCs und der zweiten Halbzeit des Achtelfinales der EM Deutschland - Dänemark. Zum Glück haben wir 2:0 gewonnen.
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