Berta-Schweden24-Tag15


< Sa 15.06.2024 - Jönköping | zurück | Mo 17.06.2024 - Tiveden Nationalpark >


Sonntag, 16.06.2024 – Fahrt nach Tiveden, Radtour durch den Nationalpark

Unser Stellplatz direkt am See, mit Strom und herrlicher Aussicht

Da wir heute eine längere Fahrt vor uns hatten und noch Zeit für eine Radtour haben wollten, klingelte der Wecker heute schon um 7.15 Uhr.

Der Regen hatte aufgehört und die Sonne schien wieder. Nach dem Frühstück und einem Camperservice fuhren wir zuerst zu einem Lidl. So waren wir gut versorgt mit genügend Essen, frischem Wasser und einer geleerten Toilette, um ein paar Tage autark im Tiveden Nationalpark sein zu können.

Bei schönstem Wetter fuhren wir am Westufer des Vättern entlang nach Norden und freuten uns, wie die Berta zufrieden vor sich hinschnurrte.

Gegen 13 Uhr erreichten wir unser Ziel. Wir hatten uns einen Wohnmobilstellplatz in der Nähe einiger Ferienhäuser und eines kleinen Restaurants ausgesucht und hofften, dort noch einen Platz zu bekommen. Im Park selbst darf man nur auf ausgewiesenen Parkplätzen stehen und nicht übernachten. Manche machen es trotzdem, aber wir würden uns dabei nicht wohlfühlen und so waren wir sehr dankbar und positiv überrascht, als wir am Stellplatz nicht weit entfernt von einem wesentlich teureren Campingplatz ankamen.

Wir waren heute die ersten Gäste auf dem wunderschön gelegenen Platz. Etwas später gesellten sich noch zwei etwas ältere Damen in einem Knaus-Wohnmobil zu uns.

Zuerst gab es Kaffee und ein Vesper, dann wurden die Räder gesattelt und um 14 Uhr starteten wir zu einer gut 30 km langen Radtour durch den Nationalpark und seine Umgebung. Radfahren ist hier nur auf ausgewiesenen Straßen und Wegen erlaubt, und diese waren sehr unterschiedlich: von ein paar hundert Metern geteerter Landstraße über geschotterte Nationalparkstraßen bis hin zu einem kleinen Pfad über Wurzen, Stock und Stein und durch Pfützen. Xenia schlug sich tapfer ... und die Räder auch.

Unterwegs kamen wir immer wieder durch kleine Ortschaften mit sehr schönen Schwedenhäusern und gepflegten Grundstücken. Jedes Haus hat einen eigenen Briefkasten an der Straße, was für den Postboten sicher sehr praktisch ist.

Am Wegesrand gab es immer wieder Felder von bunten Waldhyazinthen.

Gegenüber des Outdoor-Zeltplatzes, an den wir vor drei Tagen gewandert waren, machten wir eine kurze Rast.

Wald- und Kulturlandschaft wechseln sich hier mit Bauerhöfen ab.

Um 16 Uhr waren wir wieder zurück und genossen noch etwas die Sonne vor dem Wohnmobil. Xenia holte sogar eine kurze Hose und ihre Sandalen heraus, Udo hatte den ganzen Tag schon eine kurze Hosen an.

Für die Radtour hatten wir uns vorsichtshalber mit Mückenspray eingesprüht, aber durch die bisher recht kühlen Temperaturen hielt sich die Mückenplage noch sehr in Grenzen. Die wenigen Stiche, die wir trotzdem abbekommen haben, behandelten wir mit einem kleinen Hitzestab, was wunderbar funktionierte.

Leider sollte das Sonnenbaden nicht lange anhalten. Dunkle Wolken zogen auf und um 17:30 Uhr kam wieder einmal ein Regenschauer. Das geht hier immer sehr schnell und ist meistens auch schnell wieder vorbei, aber nass wird man trotzdem. Udo schaffte es gerade noch, die Räder aufzuräumen, bevor es richtig anfing zu schütten.

So verzogen wir uns wieder in unser Mobilheim, duschten und kochten uns ein Abendessen.

Inzwischen hatte der Regen wieder aufgehört und der alte Bauer kam vorbei, um die Standgebühr zu kassieren. Da sein Kartenlesegerät nicht richtig funktionierte, bat er uns und unsere Nachbarinnen, am nächsten Morgen im Restaurant zu bezahlen.

Wir hätten gerne noch eine kleine Abendrunde gemacht, aber jetzt kamen die Mücken wirklich und so beschlossen wir, besser in der Berta zu bleiben und sie nicht hereinzulassen. Dafür schauten wir uns Nachrichten und eine Sendung der Heute-Show an und telefonierten mit Mama Gisela.


< Sa 15.06.2024 - Jönköping | zurück | Mo 17.06.2024 - Tiveden Nationalpark >



Page last modified on 01.08.2024, at 09:18 PM CEST
Powered by PmWiki