Berta-Schweden24-Tag14


< Fr 14.06.2024 - Wanderung im Ekopark Omberg mit Klosterruine – Gränna | zurück | So 16.06.2024 - Fahrt nach Tiveden, Radtour durch den Nationalpark >


Samstag, 15.06.2024 – Jönköping

Die Sonne begrüßte uns am Morgen, versteckte sich aber leider bald hinter den Wolken und überließ am Nachmittag dem Regen das Feld.

Unser Standplatz und der nächtliche Wäschetrockner

Um 9:45 Uhr verließen wir unseren schönen Bergparkplatz und fuhren an die südliche Spitze des Vättern nach Jönköping. Ein paarmal kamen wir durch kurze Schauer, aber in Jönköping war es trocken. Wir wollten eigentlich auf einem etwas günstigeren Wohnmobilstellplatz beim Elmia Kongresszentrum parken und dort eine Nacht verbringen, aber das war nicht möglich, da im Kongresszentrum die "Dreamhack", ein Elektronik- und Computer-Game-Event, stattfand. Alles war voller junger Leute und alle Parkplätze waren belegt.

So fuhren wir einen anderen, ziemlich neuen Stellplatz direkt am See vor Huskvarna an, und da es erst 11:30 Uhr war, bekamen wir dort einen schönen Stellplatz. Am Abend war dann auch hier alles voll.

Udo richtete die Räder, Xenia plante eine Tour durch die Stadt. Um 12 Uhr ging es los: Zuerst noch einmal zum Kongresszentrum, um uns in Ruhe anzuschauen, was dort los war.

Danach wollte Udo eigentlich noch zu einer Verpflegungsstation für das Jedermann-Radrennen “Vätternrunden”. Die Teilnehmer mussten eine Strecke von 315 km zurücklegen. Etwa 18.000 Radfahrer sind normalerweise am Start, davon ca. 10% Deutsche. Gestartet werden kann ab Freitagabend 19:30 Uhr, manche Teilnehmer fahren dann die ganze Nacht durch.

Als wir an der Versorgungsstation (bei ca. 1/3 der Strecke) ankamen, wurde diese leider schon wieder abgebaut.

Weiter führte uns unser Weg den See entlang. Auf dem Weg zum Streichholzmuseum, das unser nächstes Ziel war, kamen wir durch einen wunderschönen Rosengarten, das Roselund Rosarium.

Am Rand des Gartens stand ein wunderschöner Chevrolet.

Das Streichholzmuseum befindet sich nicht weit vom See entfernt in einem Gebäude, in dem einst schon die allererste Zündholzfabrik untergebracht war. Hier erfährt man viel über die Geschichte des Zündholzes und kann eine umfangreiche Sammlung von Werkzeugen und Maschinen bestaunen und anfassen, mit denen Streichhölzer und Streichholzschachteln - zunächst von Hand und später maschinell - hergestellt wurden.

Hier konnte man sehen, wie die Schwefelhölzer von Hand hergestellt wurden.

Erste Hilfe brachten Maschinen, die Birkenstreifen hobelten und dann die Streichhölzer schnitten.

Im 19. Jahrhundert wurde eine Maschine erfunden, die die kleinen Streichhölzer sortierte und einzeln in Halterungen steckte. Dann wurden sie mit Parfin überzogen und der Sicherheitszündkopf kam darauf. Auch das Einsortieren der Hölzer in die kleinen Schachteln und das Einstecken der Schachteln in ihre äußere Hülle übernahm die Maschine automatisch.

Die Etiketten wurden immer wieder neu gestaltet und so schnell zum Sammelobjekt.

Außerdem werden Lebensgeschichten von Menschen vorgestellt, die zum Aufbau der Zündholzindustrie beigetragen haben.

Die Sicherheitszündhölzer aus Jönköping waren ein sehr gut laufendes Geschäft. Die Fabrik bestand aus mehreren Gebäuden. Heute sind hier kleine Läden, meist Cafés oder Modeläden, eingezogen.

Weiter ging es zur Sofia-Kirche, dem Wahrzeichen von Jönköping. Wir konnten einem Orgelspiel zuhören, da kurz zuvor wohl eine Taufe stattgefunden hatte.

Auf dem Weg in die Innenstadt kamen wir bei einem Subways vorbei, den wir für einen kleinen Imbiss nutzten.

Unser Weg führte uns jetzt in die Fußgängerzone, dann auf sehr schönen Radwegen vorbei an den Seen Munksjön und Rocksjön wieder zurück ans Ufer des Vättern. Wir kamen auch an einem Platz für Public Viewing zur EM vorbei (überdacht). Das Interesse hielt sich aber in Grenzen. Nur zwei Personen nutzten die Möglichkeit.

Den Abschluss bildete ein Abstecher an die Sandsteilküste Rosenlund Bankar.

Als wir dort vorbeikamen, fing es leicht zu regnen an. Jetzt aber nichts wie zurück zur Berta! Wir legten einen Zahn zu und kamen ein paar Minuten später am Wohnmobilplatz an. Udo schaffte es gerade noch, die Räder vor dem großen Regen einzupacken. Wie wir ein paar Tage später feststellen mussten, hat er bei dieser Aktion eine unserer roten Radtaschen unter der Berta vergessen und dort stehen gelassen. Zum Glück war sie leer gewesen, aber wir vermissen sie seither trotzdem!

Es war jetzt 16:30 Uhr und wir machten eine Ruhepause bis 18 Uhr. Dann gab es eine “Fika” (Kaffeepause) mit ein paar guten süßen Stückle, die Udo in der Stadt in einer Konditorei gekauft hatte. Anschließend machten wir die Strecken- und Eventplanung für die nächsten beiden Tage, wo wir noch einmal nach Tiveden fahren wollen.

Der Regen hörte gegen 21 Uhr auf, dann riss der Himmel kurzzeitig auf und es gab einen schönen Sonnenuntergang über dem See, den wir von der Berta aus sehen konnten. Wir nutzten die Regenpause noch für einen kleinen Abendspaziergang am Strand. Um 22:30 Uhr setzte der Regen wieder ein.


< Fr 14.06.2024 - Wanderung im Ekopark Omberg mit Klosterruine – Gränna | zurück | So 16.06.2024 - Fahrt nach Tiveden, Radtour durch den Nationalpark >



Page last modified on 31.07.2024, at 08:14 PM CEST
Powered by PmWiki