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Montag, 10.06.2024 – Uddevalla Küstenradtour, Bohuslän-Museum, Wanderung Herrestadsfjället Naturschutzgebiet
Kurz vor Mitternacht hatten wir den jetzt bald verbotenen Wohnmobilparkplatz verlassen und die Berta in eine Sackgasse mit Blick aufs Wasser umgeparkt.
Heute sollte der erste Tag ohne Regen, mit nur mäßigem Wind und mit viel Sonnenschein werden.
Wir verbrachten eine ruhige Nacht in der Sackgasse am Fluss. Nach dem Frühstück machte Udo die Räder startklar und wir radelten die Strandpromenade und einen Küstenwanderweg entlang bis zur E6, unter dieser hindurch und wieder zurück, insgesamt 20 km.
Vor allem das Stück auf Holzbohlen direkt am Felsen und über eine Hängebrücke war sehr schön – so schön, dass wir es auf dem Rückweg nochmals fuhren.
In den Neubaugebieten sieht man einfallslose Häuser wie Schuhschachteln, quadratisch, praktisch und hoffentlich gut. Nur eines von 20 Häusern hat noch ein traditionelles Aussehen.
Das letzte Stück vor dem Umkehren war recht herausfordernd, da es ein Wanderweg war und über Wurzeln und Steine ging. An einer Stelle war der Weg dazuhin noch so überschwemmt, dass wir kaum durchkamen, da ein Ausweichen nach rechts oder links nicht möglich war. So war die Tour auch ziemlich abenteuerlich.
Es war fast Mittag, als wir zurückkamen, und so entschlossen wir uns, weiter in die Innenstadt zu fahren und uns etwas zum Essen zu suchen. In der Fußgängerzone angelangt, erkundigte sich Xenia bei zwei Polizisten, wo wir einen guten Fisch essen können. Sie empfahlen uns den Mittagstisch eines Restaurants in der Fußgängerzone, zu dem sie gerade selbst unterwegs waren. Was heute auf dem Speiseplan steht, das wussten sie nicht, aber sie empfahlen uns, dort einmal vorbeizuschauen. Das machten wir und wurden tatsächlich mit einem sehr guten Mittagsmenue belohnt. Zuerst Salat vom Buffet, dann gebratene Makrele mit Spinat, Kartoffel und Preiselbeeren, zum Abschluss Kaffee mit Zimt-Karotten-Kuchen. Auch Eistee oder Sprudel war im Preis inklusive und das Ganze um 130 SEK, ca. 11 €. Es war richtig gut und danach waren wir sehr satt.
Wir bummelten noch etwas weiter durch die Fußgängerzone und radelten dann zurück zur Berta, wo Udo die Räder wieder einräumte.
Anschließend statteten wir zu Fuß dem Bohuslän-Museum um die Ecke einen Besuch ab, wo Kunst und Alltag aus der Region ausgestellt wird. Auch einige Boote kann man dort besichtigen. Am schönsten sind die Kindersachen. An verschiedenen Stellen sind liebevoll eingerichtete Zimmer oder Spielecken für die Kleinsten aufgebaut.
Das Museum hat uns jetzt nicht so sehr angesprochen, daher gingen wir zügig durch und wieder zurück zur Berta, wo wir uns ein kurzes Schläfle gönnten.
Da das Wetter so schön und angenehm war, wollten wir noch eine Wanderung machen im 20 Minuten entfernten Herrestadsfjället Naturschutzgebiet. Zuvor machten wir einen Halt bei einem Lidl und kauften uns noch warme Zimtschnecken und Brezeln.
Dann ging es zum Start der Wanderung, die letzten Kilometer vor dem Parkplatz auf einem ganz kleinen Sträßle, wo wir froh waren, dass keiner entgegen kam.
Die Wanderung hatte Xenia aus einem Reiseführer, allerdings kürzten wir sie ab, da wir erst um 16 Uhr starteten. Die Runde wurde als “wildromantisch” angepriesen, was sie zweifelsohne auch war. Auf meist kleinen Wurzelpfaden ging es über Stock und Stein, rauf und runter, durch den Wald und an verschiedenen Seen vorbei. Eine traumhafte Landschaft, so wie Xenia sich Schweden vorgestellt hatte. Allerdings waren die Pfade teilweise unter Wasser oder sehr schlammig, da es in den letzten Tagen viel geregnet hatte. Das stellte uns vor so manche Herausforderung. Manchmal waren ein paar Bohlen gelegt oder es gab an einer besonders steilen Stelle ein Seil, an dem man sich hochziehen konnte, meistens mussten wir aber selbst sehen, wie wir weiterkamen. Unser Weg führte uns auch an ein paar kleinen Hütten und Grillplätzen vorbei, aber außer einem weiteren Wanderpaar sind wir niemandem begegnet.
Es war gut, dass wir uns nicht die ganze Runde, wie im Führer vorgeschlagen, vorgenommen hatten, denn wir benötigten für die verbliebenen 8 km ganze 4 Stunden! Wir machten wohl immer wieder einen kurzen Halt und genossen die Ausblicke auf die Seen, einmal auch eine Zimtschnecke, aber insgesamt waren das nicht mehr als 30 Minuten. Die kleinen und unwegsamen Pfade benötigten einfach Zeit und auf den letzten Kilometer hätten wir auch verzichten können.
Um 20 Uhr waren wir froh, wieder gut bei der Berta angekommen zu sein. Wir machten einen Tee, aßen die Brezeln und fuhren dann weiter – allerdings nur ein paar Kilometer bis zu einem anderen etwas größeren Parkplatz im Naturschutzgebiet, wo wir einen guten Empfang hatten. Dort stellten wir uns neben einen VW-Bus, der schon da war, und blieben hier über Nacht.
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