Berta-Schweden24-Tag10


< Mo 10.06.2024 - Uddevalla Küstenradtour, Bohuslän-Museum, Wanderung Herrestadsfjället Naturschutzgebiet | zurück | Mi 12.06.2024 - Schloss Läckö und kleine Wanderung auf der Insel Kallendsö am Vänern >


Dienstag 11.06.2024 – Trollhättan

Die Sonne begrüßte uns am Morgen und sorgte dafür, dass wir uns waschen und ein bisschen heizen konnten. Nachdem die Bordbatterien am Abend wieder leer waren, brauchten wir neue Energie für die Wasserpumpe und das Gebläse, die uns die Solarzellen auf dem Dach brachten.

Udo meinte, dass es sinnvoll wäre, einen Tag zu investieren, um uns neue Batterien zu besorgen.

Nicht nur in der Toscana gibt es Straßen ohne Mittelstrich.

Wir fuhren wie geplant weiter nach Trollhättan, aber dort zuerst zu einem Wohnmobilhändler mit Service und Reparaturwerkstatt. Die Auskunft dort war, dass sie keine Batterien haben, aber wir bekamen eine Adresse 5 km entfernt, wo wir wahrscheinlich welche bekommen könnten. Dafür hatte diese Werkstatt einen Gasfüll-Service, den wir nutzten, um die angebrochene Gasflasche wieder ganz auffüllen zu lassen. Das war noch nicht unbedingt nötig, aber was man hat, das hat man.

Die zweite Adresse erwies sich wieder als Blindgänger. Wir wurden an einen Batteriehändler ein paar Kilometer weiter verwiesen. Dort gab es dann tatsächlich etwas für uns, aber ohne Einbau und zu einem deutlich höheren Preis als in Deutschland. Außerdem überlegte Udo schon eine Weile, auf LiPo-Batterien umzurüsten, die zwar einiges teurer aber dafür auch leichter und leistungsfähiger als unsere jetzigen sind. Das würde aber nur in Deutschland gehen. Werkzeug für einen Batterietausch hatten wir dabei, aber um an die Batterien zu kommen, müssen die Vordersitze ausgebaut werden. Das ist ziemlich kompliziert und wenn es nicht klappt, was dann?

Wir beschlossen, uns vorerst so zu behelfen, erst einmal weiterzufahren und auf gutes Wetter und Sonnenschein zu hoffen ...

Weiter ging es auf einen Parkplatz in der Nähe des Olidan-Kraftwerks am Götakanal. Der Wohnmobilparkplatz war komplett belegt, aber in der Nähe einer Hubbrücke fanden wir einen schönen freien Parkplatz für uns.

Udo richtete die Räder, Xenia stellte eine Tour auf komoot zusammen. Dabei konnten wir zweimal beobachten, wie sich die Hubbrücke anhob, um ein Segelschiff durchzulassen und sich nach dessen Durchfahrt wieder absenkte.

Inzwischen war es 13:30 Uhr geworden und so führte uns unser Weg zuerst in die Fußgängerzone der Innenstadt und dort zum MAX-Burger, um die Empfehlung von Marina auszuprobieren. Die Burger haben uns tatsächlich besser geschmeckt als diejenigen von McDonalds, allerdings fand Xenia ihren ein bisschen zu scharf.

Auf dem Rückweg zum Göta-Kanal fuhren wir über den "Walk of Fame" von “Trollywood”, wie Trollhättan auch genannt wird, weil der Kanal, die Schleusen, Hub- und Hängebrücke und nicht zuletzt das Olidan-Kraftwerk als Filmkulisse für einige Filme gedient hatten, die hier gedreht wurden.

Die nächste Station war das Saab Car Museum. Wir bewunderten einige Rennwagen und andere Fahrzeuge dieser schwedischen Marke. Leider werden keine Saab-Autos mehr gebaut, da General Electrics das insolvente Unternehmen aufgekauft und geschlossen hat. Jetzt bauen sie in erster Linie noch Flugzeuge für die Rüstungsindustrie.

Udo stellte Ähnlichkeiten zu Mercedes fest: das Design könnte zu einem CI gehören und das Motto "Transport zu Erde, zu Wasser und in der Luft" passte auch.

Ein Ralley-Auto von 1957, als Udo geboren wurde, mit stolzen 70 PS.

Saab war bekannt für Exklusivität und Qualität. Auch ein deutsches Rallye-Auto ist ausgestellt.

Schon immer hatte Saab den quer eingebauten Motor, der die Vorderachse antrieb. Bei uns kam das erst mit dem Golf auf den Markt. Das Auto rechts wurde "das Monster" genannt: zwei 3-Zylinder-2-Takt-Motoren aneinander geflanscht brachten es schon 1960 auf 180 PS und knapp 200 km/h.

Als wir um 15:30 Uhr aus dem Museum kamen, wurden die Wolken dichter. Wir setzten unsere Tour fort und steuerten das Kanalmuseum an, das aber erst ab 15. Juli wieder geöffnet ist.

So ging es weiter zu einer Aussichtsplattform, wo man einen schönen Blick auf die Stadt und das Kraftwerk hat. Das letzte Stück mussten wir zu Fuß hinaufsteigen und unsere Räder unten anketten.

Schon von oben haben wir etwas entfernt dicke schwarze Wolken gesehen, aus denen es regnete. Wir dachten eigentlich, dass sie wegziehen, aber dem war nicht so. Wieder bei den Rädern angekommen hörten wir einige Donner, sahen die Regenwolken näherkommen und beschlossen, auf eine nähere Inspektion des Kraftwerks zu verzichten, was sowieso unsere letzte Station gewesen wäre. Das war eine gute Entscheidung! Wieder zurück an der Berta schaffte es Udo gerade noch, die Räder wieder zu verstauen. Als er die hintere Türe schloss, fielen schon die ersten Tropfen und keine 3 Minuten später goss es in Strömen. Wieder waren wir bewahrt worden!

Wir machten einen Kaffee, danach plante Xenia die Weiterfahrt und Udo ruhte sich etwas aus.

Um 17:45 Uhr fuhren wir weiter zum Schloss Läckö auf der Insel Kallendsö, der größten Insel am Vänern-See. 50 km nach Trollhättan strahlte wieder die Sonne und wir kamen bei bestem Wetter dort an.

Auf dem Weg gab es diese schöne Windmühle zu bestaunen.

Hier gibt es einen Campingplatz, der vor der Einfahrt einen Camperservice mit Abwasser, Frischwasser, Toilettenentleerung und Mülleimern (mit Mülltrennung) anbietet, und das auch für Wohnmobilisten, die nicht auf den Campingplatz fahren. So stand es zumindest bei Park4Night und so haben wir es auch angetroffen und die Wasserversorgung gerne in Anspruch genommen.

Nicht weit vom Campingplatz entfernt befindet sich ein großer Parkplatz, der zum Schloss gehört und auch eine Abteilung für Wohnmobile hat. Dort kosten 24 Stunden nur 50 SEK, die wir gerne bezahlten und uns dort “einquartierten”. Leider war der Platz schon im Schatten, aber alle Geräte hatten wir während der Fahrt voll geladen. Jetzt hofften wir halt, dass uns das Licht nicht zu bald ausging und machten uns ein Abendessen: Tomatensalat mit Feta und Zwiebeln, dazu Walnussbrot mit Hummus und zwei hartgekochten Eiern noch von zuhause.


< Mo 10.06.2024 - Uddevalla Küstenradtour, Bohuslän-Museum, Wanderung Herrestadsfjället Naturschutzgebiet | zurück | Mi 12.06.2024 - Schloss Läckö und kleine Wanderung auf der Insel Kallendsö am Vänern >



Page last modified on 17.07.2024, at 08:42 PM CEST
Powered by PmWiki