Berta-Rheinland2-Tag05


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Dienstag 20.02. – Radtour durchs Ahrtal

Da wir uns nicht sicher waren, wie unsere Tour weitergehen wird, machten wir nach dem Frühstück einen Camperservice und fuhren mit frischem Wasser und frisch gerichtetem WC nach Linz.

Dort parkten wir die Berta ganz in der Nähe der Fähre, sattelten unsere Bikes und ließen uns von der Fähre auf die andere Seite des Rheins nach Kripp übersetzen.

Zuerst machten wir einen kleinen Abstecher zur Ahrmündung, wo eine neue, stabile Brückenkonstruktion aus masivem Stahl die neu geschaffene Flussmündung überspannte.

Anschließend ging es die Ahr flussaufwärts, meistens auf dem Ahrtalradweg, sofern dieser nicht von der Flut beschädigt war und man eine Umleitung radeln musste. Teilweise war es schon krass, wenn der Weg plötzlich aufhörte und weggespült war. Manche Häuser sind renoviert, aber es gibt auch noch einige, deren unterer Stock immer noch eine Baustelle ist. Zum Teil sind die unteren Fenster und Türen verbarrikadiert.

In Ahrweiler fuhren wir durch ein Tor der Stadtmauer in die schöne Altstadt und wärmten uns in einem Café mit Cappuccino, Berliner, Croissant und Bienenstich auf. Mit 11 Grad war es doch recht frisch und die Sonne kam nicht wie im Wetterbericht versprochen durch. Aber immerhin blieb es den ganzen Tag trocken. Am Nachbartisch saß ein älteres Paar, das uns von ihren Erlebnissen vor 2,5 Jahren berichteten, als das Wasser 1,8 m hoch in der gesammten Innenstat stnd und kein gutes Haar am hiesigen Landrat ließen.

Weiter ging es, zuerst eine Runde durch den Ort und dann die Ahr aufwärts. Jetzt kamen wir an engere Stellen, wo das Ausmaß der Flut noch besser zu erkennen war. Zum Teil hatte das Wasser ganze Felsen und Straßenabschnitte mitgerissen und an vielen Stellen sind Baumaßnahmen im Gange.

Die Zeit war inzwischen so fortgeschritten, dass wir uns entschlossen, die Tour etwas abzukürzen und schon in Mayschoß den Hang hinaufzuradeln, um auf der Höhe mit Blick aufs Ahrtal den Rückweg anzutreten. So war zumindest der Plan, der sich allerdings als schwer durchführbar erwies – zumindest im ersten Teil der geplanten Rückfahrt. Der Weg wurde nämlich immer schlechter, und da er dann auch noch durch einen Wald führte, immer schlammiger. Die Krönung des Ganzen war eine Strecke mit Forstarbeiten, wo Äste kreuz und quer über dem völlig vermatschten Waldarbeiterweg lagen. Wir wären umgekehrt, wenn wir nicht schon so viel hinter uns gebracht hätten. So kämpften wir uns durch und kamen schließlich ziemlich versaut oben an – Räder und Schuhe voller Dreck und Matsch. Der Vorteil war, dass es jetzt nichts mehr ausmachte, wenn der Weg streckenweise weiterhin dreckig war.

Die zweite Hälfte des Weges war dann sehr schön – so, wie wir uns das eigentlich gedacht hatten: es ging auf halber Hanghöhe durch die Weinberge auf geteerten Wegen mit schöner Aussicht ins Tal. An einem Aussichtspunkt mit Tisch und Bänken machten wir eine kleine Rast und stärkten uns mit ein paar Brotchips, Nüssen und Knoppers.

Den Rest des Weges fuhren wir zügig durch, da uns langsam doch kalt wurde. So waren wir froh, als wir wieder auf der Fähre waren und dann auch an der Berta.

Jetzt hieß es erst mal saubermachen. Zum Glück hatten wir 2 Eimer und eine Bürste im Auto. Xenia reinigte die Schuhe, Udo die Räder – zumindest einigermaßen, um nicht den ganzen Dreck im Auto zu haben. Um 17:45 Uhr fuhren wir wieder zurück auf unseren letzten Nachtplatz – das war jetzt am einfachsten und praktischsten.

Xenia kochte Kässpätzle mit Salat, eine Dusche tat ebenfalls gut und so beendeten wir den Tag müde aber satt und zufrieden in der warmen Berta.

Tour auf Komoot


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