Berta-Rheinland2-Tag04


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Montag 19.02.2024 – Bonn: Greeter-Stadtführung und Beethovenhaus

Heute erwartete uns ein bewölkter Tag, der bis 17 Uhr trocken blieb. Dann regnete es wieder.

Um 9:30 Uhr waren wir mit „unserem“ Greet Rainer Pawlak, einem 75-jährigen Rentner, verabredet, der pünktlich auf die Minute bei uns auftauchte. Wir waren ebenfalls startklar und so ging es los zur Besichtigung von Bonn, zuerst mit einer Autofahrt durch die Stadt, dann zu Fuß durch die Innenstadt. Greeter sind ehrenamtlich tätige und Stadt- oder Fremdenführer, die Reisenden durch kostenlose Spaziergänge ihre Stadt oder Region zeigen und erklären. Das Motto der Greeter ist: „Komm als Gast, geh als Freund.“

Durch die Rheinauen führte die Fahrt vorbei an Regierungsgebäuden und durch die Prachtstraße Bonns, die Poppelsdorfer Allee. Sie verbindet das Kurfürstliche Schloss mit dem Poppelsdorfer Schloss und ist größtenteils mit Gründerzeithäusern bebaut, sehr nobel! Anschließend ging es den Kreuzberg hinauf zur sehr schönen barocken Kreuzbergkirche mit ihrer beeindruckenden "Heiligen Stiege", die man nur betend und auf Knien nach oben erklimmen darf.

Unser Greeter gab uns eine individuelle Begrüßungstour mit persönlicher Note und Geschichten, die keiner kennt.

Auch der Innenraum und insbesondere die Orgel sind sehr beeindruckend.

Wir genossen noch die Aussicht über Bonn bis hin zum Kölner Dom, dann ging die Fahrt wieder hinunter in die Innenstadt.

Das erste Parkhaus, das Rainer eigentlich ausgewählt hatte, war leider belegt, sodass wir noch ein kleines Stück weiterfahren mussten. Nun kam der Fußmarsch durch die Fußgängerzone zum Beethovenhaus, dessen Besichtigung wir aber auf später verschoben.

Rainer führte uns zum Bonner Münster, dem dem großen Beethovendenkmal auf dem Münsterplatz, den Skulpturen-Köpfen von Cassius und Florentius, dem Marktplatz mit dem historischen Alten Rathaus. Beim Rathaus erzählte er uns von seiner Zeit, als er als Pressechef der Stadt Bonn arbeitete und die Besuche prominenter Gäste organisierte. Ein weiteres Highlight war ein Besuch bei Thalia. Die Verkaufs- und Ausstellungsräume für die Bücher waren früher ein Kino und der Charme der 20er ist dort immer noch zu spüren.

Weiter führte uns Rainer über die Universität zum Alten Zoll am Rhein. Quer durch die Stadt ging es dann zurück zum Alten Friedhof, der Xenia sehr an den Pragfriedhof in Stuttgart erinnerte. Wir besuchten einige Gräber berühmter Persönlichkeiten, wie zum Beispiel das Grab von Beethovens Mutter Maria Magdalena van Beethoven, das von Friedrich Schillers Ehefrau Charlotte von Schiller und ihrem gemeinsamen Sohn Ernst von Schiller, die Gräber von Mildred Scheel und Norbert Blüm, den Rainer als Bonner Pressesprecher persönlich kannte. Ein sehenswerten Denkmal ist auch das Grab von Clara und Robert Schumann, das aber zum Schutz über den Winter eingerüstet ist.

Am Ende des Friedhofrundgangs verabschiedeten wir uns von unserem netten Stadtführer Rainer. Wir wollten uns gerne erkenntlich erweisen, aber er weigerte sich, einen Obolus von uns anzunehmen. Nicht einmal die Unkosten wie Sprit und Parkgebühr ließ er sich erstatten – gehört wohl zum Ehrenkodex der Greeter. So bedankten wir uns ganz herzlich und werden eine Spende an den Verein machen.

Unsere weitere Tour auf eigene Faust führte uns zuerst in ein „Hans im Glück“ – Nobel-Burgerrestaurant, wo wir froh waren, uns stärken und die Füße ausruhen zu können. Anschließend gingen wir noch einmal zu Beethovens Geburtshaus und besichtigten das dort untergebrachte sehr interessante Museum. Wieder einmal tat uns ein Audioguide, den man aufs Handy laden kann, sehr gute Dienste.

Um 17 Uhr verließen wir das Museum und machten uns auf den Rückweg zur Berta. Wir hatten vor, am Rhein entlang und über die Rheinauen zurückzugehen, auch wenn das eine Stunde Fußmarsch bedeutete. Doch wir waren gerade am Rhein angekommen, als uns ein heftiger Regenguss überraschte. So stiegen wir kurz entschlossen in die nahegelegene U-Bahn, die uns in wenigen Minuten ganz in die Nähe unserer Berta brachte. Es hatte aufgehört zu regnen, aber kaum waren wir um 17:30 Uhr an unserem mobilen Zuhause angelangt, fing es wieder an.

Rainer hatte uns empfohlen, dem Ahrtal einen Besuch abzustatten, was wir für den nächsten Tag ins Programm aufgenommen hatten. Dazu mussten wir ein Stück zurück Richtung Koblenz fahren, was aber ganz gut passte, da auf dieser Strecke auch der Wohnmobilstellplatz mit Strom liegt, auf dem wir auf dem Weg nach Bonn Wasser getankt hatten. Diesen fuhren wir wieder an und konnten den Abend mit guter Stromversorgung in der Berta verbringen. Draußen ging ein Regenguss nach dem anderen durch, aber wir hatten es schön warm, konnten alle Computer und Geräte wieder aufladen und Xenia genoss eine Dusche mit anschließendem Föhnen. Da der Wetterbericht für den nächsten Tag schönes Wetter ansagte, plante Udo eine Radtour durch das Ahrtal.


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