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Freitag, 10.04.2026 – Burg Bourscheid, Diekirch, Larochette
Von Befort bis Larochette – 25 km
Wetter: bewölkt, 14 Grad
Heute wollten wir nach der gestrigen Anstrengung einen gemütlicheren Tag einlegen. Das realisierten wir schon am frühen Morgen, indem zumindest Udo eine Stunde länger schlief. Er war doch ziemlich erkältet. Xenia war um 7:30 Uhr wach und nutzte die Zeit für einen Spaziergang zum nahgelegenen Bäcker, wo sie frische Croissants, ein Brot und etwas Gebäck fürs Frühstück kaufte.
Auf dem Rückweg stattete sie dem noblen öffentlichen WC einen Besuch ab: Villeroy & Boch Kloschüssel, Klopapier, komfortable Waschbecken mit Seife und Handtücher, Steckdose – und alles blitzblank geputzt. Sauberer kann es zuhause auch nicht sein. In der Nähe gab es auch noch einen großen Restmüll-Container, was sonst hier Mangelware ist, und auf dem Parkplatz befand sich eine E-Ladesäule, die wir aber nicht benötigten. Kurzum: die Infrastruktur unseres Parkplatzes war klasse.
Wir ließen uns die Croissants gut schmecken und machten uns anschließend auf den Weg zur mittelalterlichen Burg Bourscheid. Da sie sich nur einen knappen Kilometer von unserem Übernachtungsparkplatz entfernt befand, ließen wir die Berta stehen und gingen zu Fuß durch dorthin. Die Burgruine befindet sich in einer Talsohle unterhalb des Ortes – ziemlich ungewöhnlich für eine Burg, aber wahrscheinlich der Lage an einem kleinen Fluss geschuldet.
Mit den Eintrittstickets bekamen wir auch zwei Marken für eine Verkostung eines in der Burg hergestellten Likörs. Es gab Himbeer oder Cassis zur Auswahl – wir nahmen von jedem eine Probe. Die Ruinen kann man selbständig besichtigen und bekommt dafür einen Flyer mit Erklärungen, allerdings nur auf Französisch und Holländisch. Wir ließen uns den Text von Google-Lens übersetzen und wurden so auch informiert. Auf die Folterkammer haben wir verzichtet, sonst haben wir uns alles angeschaut.
Auf dem Rückweg holten wir uns vom Bäcker ein paar frische Wecken, die wir dann um die Mittagszeit in der Berta mit Currywurst und Salat verspeisten. Udo machte einen Mittagschlaf, Xenia spülte und plante einen Stadtspaziergang durch Diekirch. Der “Stadt der Esel” wollten wir heute noch einen Besuch abstatten. Wir verließen unseren unscheinbaren Platz, der alles hat, was man so als Wildcamper benötigt: öffentliche Toilette, Bäcker-, Kebab-, Pizza-Läden.
25 Minuten dauerte die Fahrt bis Diekirch. Park4night hatte uns einen guten Parkplatz in Zentrumsnähe verraten. Von dort aus waren wir in fünf Minuten in der Innenstadt und auf Eselsuche. Diesen hat man in Diekirch nämlich ein Denkmal gesetzt, wahrscheinlich weil sie früher hier in den Weinbergen geschuftet hatten.
Auf dem zentralen Platz, der Place de la Liberation, steht ein Brunnen mit einem Dukatenesel.
Nicht weit davon entfernt, tanzen in der Fußgängerzone vier teilweise bewegliche Esel auf dem Eselsbrunnen.
Nur wenige hundert Meter weiter befindet sich sogar auf der Kirchturmspitze der Laurenziuskirche ein Esel anstatt eines Hahnes.
Der alten Laurenziuskirche statteten wir einen kurzen Besuch ab.
Nur ein paar Schritte weiter befindet sich das “Museum der Geschichte(n)”, wo auf drei Etagen die Geschichte Diekirchs von der Urgeschichte bis in die Gegenwart erzählt wird. Das wollten wir uns heute noch anschauen. Das Prunkstück der Ausstellung ist ein römisches Fußboden-Mosaik mit einer Wendemaske, das 1951 bei Ausgrabungen in einer ehemaligen römischen Villa gefunden wurde.
Um 17 Uhr waren wir wieder draußen und fanden, dass wir uns einen Kaffee verdient hätten. Dazu gingen wir noch einmal zurück in die Innenstadt in eine nette Bäckerei mit Café.
Mit einer Runde durch den Stadtpark und entlang der Sauer beendeten wir unsere Diekirchner Stadtbesichtigung. Im Stadtpark stießen wir wieder auf zwei Esel, die diesmal mit Steinen gefüllt waren.
Zurück an der Berta machten wir uns auf Übernachtungsparkplatzsuche und wurden in Larochette fündig. Das Städtchen mit einer Ruine einer mächtigen Ritterburg liegt auf halbem Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung, die wir uns für den nächsten Tag vorgenommen hatten. Kurz vor dem ausgewählten Parkplatz kamen wir an einer Esso-Tankstelle vorbei, wo wir die Berta wieder volltanken. In Luxemburg ist der Spritpreis staatlich festgelegt und man zahlt daher an allen Tankstellen denselben Preis. Dieser ist ca. 30 Ct günstiger als in Deutschland und wie in Deutschland war auch hier der Preis von gestern auf heute um 30 Ct gesunken. Kaum zu glauben, dass einem 1,88 € für einen Liter Diesel günstig vorkommen!
Nachdem wir die Berta abgestellt hatten, machten wir noch einen kleinen Bummel durch die Innenstadt von Larochette und nahmen auf dem Rückweg eine Pizza aus einer Pizzeria mit. Diese ließen wir uns zum Tagesabschluss in der Berta gut schmecken.
























