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Donnerstag, 09.04.2026 – Wanderung von Echternach nach Gundhof auf dem Müllerthal Trail
Von Befort nach Gundhof und wieder zurück – 11 km. Wanderung 12 km, 330 hm
Wetter: sonnig, 20 Grad
Heute sollte es auf große Wanderung durch die Felsformationen des Müllerthals gehen. Udo ging es gesundheitlich leider nicht so gut, er hatte leichten Durchfall und musste schniefen. Die geplante Tour wollte er trotzdem machen und so verließen wir um 9:15 Uhr unseren Parkplatz, auf dem wir ungestört genächtigt hatten.
Wir stellten die Berta auf den Parkplatz bei Gundhof und fuhren mit dem Bus nach Echternach. In Luxemburg ist der ganze öffentliche Nahverkehr kostenlos – quasi ein Deutschlandticket zum Nulltarif.
Um 10:10 Uhr waren wir am Busbahnhof in Echternach und starteten unsere Wanderung zurück zur Berta. Zuerst ging es ordentlich den Berg hinauf, dafür wurden wir mit schönen Aussichten belohnt.
Wir waren nicht alleine auf dem Müllerthal Trail, was bei dem herrlichen Wanderwetter auch nicht verwunderlich war. Aber die Menge der Wanderer hielt sich noch so in Grenzen, dass sie nicht störten. Phasenweise waren wir auch gefühlt allein unterwegs.
Das erste Highlight war die Wolfsschlucht. Der Weg führte durch Sandsteinfelsen teilweise ziemlich steil hinauf und hinab – so, wie wir das schon in der Tschechei kennengelernt hatten. Einfach eine tolle Landschaft! Die Wolfsschlucht ist besonders berühmt, aber wir kamen im Laufe des Tages noch durch einige weitere urige Schluchten und zwei Felsenlabyrinthe, die ebenfalls sehr sehenswert sind und uns viel Spaß und manches Staunen beim Durchwandern bereiteten.
Unterwegs sahen wir ein Bäumlein, das ursprünglich auf einem Hügel wurzelte. Inzwischen ist der Hügel am Schwinden, aber das Bäumlein gibt nicht auf. In ein paar Jahren wird es wohl wie auf Füßen stehen und den nicht mehr vorhandenen Hügel umklammern.
Und die Xenia hatte eine Begegnung mit einem Alien, der den Wanderern gelassen zuschaute, wenn sie an ihm vorüber zogen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit auf der Strecke war die Höhle Huel Lee – ein von Menschenhand ausgehöhlter Felsen. Im Innern kann man noch deutliche Spuren vom Abbau von Mühlsteinen erkennen und schon die Römer haben hier Steingut für Bauten gewonnen.
Jetzt hatten wir ungefähr die Hälfte der Strecke bewältigt. Weiter ging es, immer noch an Felsformationen vorbei, bis der Weg uns ein Stück durch Weizenfelder hindurch nach Berdorf führte. In der prallen Sonne kamen wir dabei mehr ins Schwitzen als beim Klettern in den Schluchten.
Wir durchquerten den Ort und kamen danach ins nächste tolle Felsengebiet, die Ruetsbësch-Schlucht mit einigen Hängebrücken und dem Adlerhorst Felsenlabyrinth. Hier trafen wir auch auf eine ganze Anzahl von Kletterern, die an den steilen und zum Teil auch überhängenden Felsen übten.
Die letzten 1,5 Kilometer bis zur Berta ging es steil den Berg hinunter. Auf dem letzten Stück vor Gundhof mussten wir durch ein total morastiges Wegstück ohne Ausweichmöglichkeit. Bisher war alles wunderbar trocken gewesen, aber hier versanken wir im Matsch und versauten uns noch auf den letzten Metern unsere Wanderschuhe. Ziemlich geschafft aber voller schöner Eindrücke kamen wir an der Berta an und waren froh, sie wohlbehalten vorzufinden.
Es war erst kurz nach 15 Uhr, aber für heute hatten wir genug und so fuhren wir wieder zurück zur Jugendherberge in Befort und stellten uns auf unseren alten Parkplatz. Udo hatte schon vor der Abfahrt in Gundhof das Wasser geheizt, sodass wir gleich duschen konnten. Das war auch wirklich nötig! Udo holte die Liegestühle heraus und richtete sie für uns, dann machte er ein Schläfle. Er schnupfte leider ziemlich und war recht fertig von der Wanderung. Die Berta gab uns Sichtschutz zur Jugendherberge und so konnten wir noch etwas Sonne und Wärme draußen genießen.
Um 18:30 entschlossen wir uns, 5 Minuten ins Ort zu laufen und in einem Imbiss-Restaurant einen Kebab zu essen. Eigentlich hatten wir eine Pizzeria erwartet, aber es war dann Kebab und dieser war wirklich sehr lecker. Wir konnten draußen sitzen, bis es uns etwas zu kühl wurde und wir wieder zurück zur Berta gingen.
Udo inhalierte noch einen Salzwasserdampf und jetzt hoffen wir, dass er nicht richtig krank wird. Xenia hat etwas Heuschnupfen, aber ist ansonsten okay.























