Berta-Luxemburg26-Tag2


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Mittwoch, 08.04.2026 – Radtour Mosel-Sauer, Echternach

Von Konz bis Befort – 52 km, Radtour 36 km

Wetter: sonnig, 21 Grad

Unser Nachtplatz war genial – ruhig und eben. Allerdings war es am Morgen ziemlich kalt in der Berta, draußen hatte es nur 5 Grad. Wohl dem, der heizen kann! Zum Frühstück hatten wir es dann schon gemütlich warm und erfreuten uns am Sonnenschein.

Nach dem Frühstück ging Xenia ins gegenüberliegende Schwimmbad und konnte dort das WC benutzen. Dann wurden Vesperbrote geschmiert und die Räder gerichtet. Bis wir um 10:30 Uhr loskamen, hatte sich die Luft schon deutlich aufgewärmt und wir ließen die dicken Jacken in der Berta.

Unsere Radtour führte uns an der Mosel entlang bis Oberbillig, dann mit der Fähre auf die Luxemburger Seite nach Wasserbillig.

Jetzt ging es auf der luxemburgischen Seite die Sauer hinauf gen Norden. War die Mosel sehr gemächlich geflossen, hatte die Sauer richtig Strömung. Immer wieder ging das Wasser über kleinere Stromschnellen, vor allem in den zwei Sauerschlaufen.

Wir fuhren bis Metzdorf und überquerten dort den Fluss auf einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke.

Jetzt waren wir wieder in Deutschland und radelten flussabwärts zurück zur Mosel. Am Zusammenfluss von Sauer und Mosel bogen wir links auf den Moselradweg ab und radelten diesen noch ein Stück, bis wir in die Weinberge abbogen. Da hatte die Reiseführerin sehr verwegene Wanderwege rausgesucht, teils verboten, teils ordentliche Trails für Mountainbikes.

Unser Weg führte uns am Grutenhäuschen vorbei, einem alten römischen Grabtempel, der wie ein kleines Schlösschen über der Mosel thront. Wir genossen von dort aus den Blick über das Moseltal.

Doch wir wollten noch höher hinaus und fuhren hinauf bis zur Richardshöhe. Eigentlich wollten wir dort Mittagsrast zu machen, aber es gab dort leider keine Bank, nur eine kleine Aussichtsplattform. So entschlossen wir uns, den kleinen Wanderpfad oberhalb vom Igeler Sprung (geologische Bruchstelle) zu radeln und kamen so zum Aussichtspunkt “Mühlenblick”, von dem aus wir nicht nur eine tolle Sicht auf die Mosel hatten, sondern wo wir auch eine schöne Vesperbank und eine Holzliege vorfanden. Es war inzwischen 12:15 Uhr geworden, genau die richtige Zeit fürs Mittagsvesper. In der Sonne war es richtig warm und schön und wir genossen die guten Vesperbrote und die Pause.

Weiter führte uns die Fahrt nach Igel, wo wir uns die Igeler Säule nicht entgehen lassen wollten. Sie ist mit 23 Metern Höhe der größte erhaltene Grabstein nördlich der Alpen und UNESCO Welterbe. Die Tuchhändlerfamilie der Secundinier hatte sich hier um 250 n. Chr. ein Denkmal gesetzt.

Jetzt war es nicht mehr weit bis nach Konz und zu unserer Berta, die in der Mittagssonne auf uns wartete. Um 13:30 Uhr kamen wir bei ihr an. Udo packte die Räder wieder ein, dann gab es eine kleine Siesta mit anschließendem Cappuccino. Wir entschieden uns, auf einen Schwimmbadbesuch zu verzichten und den herrlichen Tag noch für eine Stadtbesichtigung von Echternach zu nutzen.

Um 16:30 Uhr kamen wir dort an und parkten die Berta in der Nähe der großen Reichsabtei. Sie ist schon ein imponierendes Anwesen! Wir wollten als Erstes zur Touristeninfo, kamen aber leider ein paar Minuten zu spät. Sie schließt um 17 Uhr. So schauten wir uns nur die Schaukästen von außen an und statten anschließend der rekonstruierten Willibrord Basilika einen Besuch ab. Das bot sich an, denn sie befindet sich direkt neben der Touristeninfo.

Anschließend gingen wir zurück zu einer Eisdiele, an der wir auf dem Weg zur Touristeninfo vorbeigekommen waren. Eis ist in Luxemburg nicht billig, aber es war sehr gut! So gestärkt und erfrischt bummelten wir noch über den Marktplatz mit dem Gerichtskreuz.

Wir gingen durch den Stadtpark mit einem Rokoko-Pavillion einer uralten Minigolfanlage zurück zur Berta. Diese sah so aus, als ob schon die Römer damit gespielt hätten.

Da wir uns sehr unsicher waren, ob wir auf dem Parkplatz überhaupt hätten parken dürfen, fuhren wir weiter zu einem Parkplatz bei Grundhof, von wo aus wir morgen mit dem Bus nach Echternach fahren und zurück durchs Müllerthal wandern wollen. Auf dem Parkplatz hätten wir übernachten dürfen, aber er liegt direkt an der luxemburgischen B10 und ist durch den Verkehr ziemlich laut. Wir schauten bei Park4night nach einem besseren Platz und fuhren 6 km weiter bis nach Befort, wo wir in der Nähe der Jugendherberge gut stehen konnten.

Nach einer Dusche gab es Rühreier mit Speck und Bratkartoffeln zum Abendessen. Mit ein paar PC-Arbeiten beendeten wir diesen wunderschönen Urlaubstag.

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