Berta-Luxemburg26-Tag18


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Freitag, 24.04.2025 – Our-Radtour, Schloss Vianden

36 km, Radtour 40km/710hm

Wetter: sonnig, bis 20 Grad

In der Nacht hat wieder der Frostwächter zugeschlagen und uns Wasser abgelassen, obwohl wir auf 12 Grad durchgeheizt haben. Die Nächte sind einfach eisig kalt. Mal sehen, wie das in der nächsten Nacht wird?

Am Morgen schliefen wir aus. Nach dem Frühstück machte Udo in aller Ruhe einen Camperservice, Xenia schmierte Vesperbrote für die Radtour, klopfte die Fußmatten aus und fegte zum letzten Mal in diesem Urlaub den Boden. Um 11 Uhr waren wir reisefertig und fuhren nach Putscheid, ganz in die Nähe von der Stelle, wo wir schon einmal Akkus geladen und übernachtet hatten. Diesmal wollten wir nur die Berta parken und von hier aus eine schöne Runde hinunter ins Our-Tal machen.

Um 11:30 Uhr kamen wir an und machten vor dem Radelstart noch ein kleines Vesper. Kurz vor 12 Uhr ging es dann los, bei strahlendem Sonnenschein und nochmal etwas höheren Temperaturen als am Tag zuvor. Kurzes T-Shirt und ärmellose Windjacke waren zum Radeln völlig ausreichend.

Zuerst führte uns die Route ein Stück über die Hochfläche, dann ging es steil bergab ins schöne Our-Tal. Dort radelten wir mal auf luxemburgischer, mal auf deutscher Seite die Our hinab. Durch die Our verläuft die Grenze, die wir mehrfach bei Brückenüberquerungen passierten.

Wir kamen durch Stolzemburg, das wir schon von der Kupferminenbesichtigung kannten, und an dem Platz vorbei, wo wir geschlafen hatten. Ein kleines Stück weiter setzten wir uns auf eine Bank und verzehrten unser Vesper.

Nun folgte ein traumhaftes Stück: die Our-Schleife bei Bivels. Dort gibt es einen Wanderweg, der auch für Radfahrer erlaubt ist, direkt am Wasser und am Hang entlang. An einer besonders engen Stelle führt der Weg sogar über einen Steg übers Wasser, weil sonst kein Platz da ist. Die ganze Schleife und auch ein Stück davor und danach war reines Genussradeln.

Nun war es nicht mehr weit bis Vianden. Das Schloss sahen wir schon von Weitem. Kurz vor Vianden überquerten wir die Our-Talsperre und fuhren, wieder unten an der Our, ein kleines Stück zurück, um das besondere Wandbild zu bewundern. Die Köpfe sind von Klaus Dauven gestaltet, einem Künstler aus Nordrhein-Westfalen. Er verwendete die Technik des “Reverse Graffiti”, bei der er mit einem Hochdruckreiniger Dreck und Patina von der Staumauer entfernte und so das Wandbild kreierte. Die Firma Kärcher war Sponsor und technischer Partner bei diesem Projekt.

Weiter ging es ins Städtchen Vianden, unter der kleinen Seilbahn hindurch und hinauf zum Schloss. Mit der izi.Travel-App erkundeten wir das Schloss mit seinen vielen Räumen und Ausstellungen. Im Vergleich zu den sonstigen Besichtigungen, die wir in den letzten Tagen unternommen hatten, war recht viel los auf dem Gelände. Es war aber auch ein herrlicher Freitagnachmittag!

Nach erfolgreicher Besichtigung gönnten wir uns ein Eis in einer Eisdiele in Vianden. Dabei beobachteten wir eine moderne Familie. Papa und Mama hatten ihr eigenes Handy, die Kinder mussten sich eines teilen.

Nun war es schon 17:30 Uhr geworden und höchste Zeit, die Weiterfahrt und den vor uns liegenden Anstieg in Angriff zu nehmen. Mit dem Bauch voller Eis und Sahne schnauften wir auf immer steiler werdender Straße den Hang hinauf. Oben kamen wir am Staubecken des Wasserkraftwerks vorbei und stiegen auf einen Aussichtsturm, um einen Blick ins Becken werfen zu können. Das Pumpspeicherkraftwerk bewegt täglich bis zu 7,3 Millionen Kubikmeter Wasser über eine Höhendifferenz von ca. 280 Metern. Das Innenleben des Kraftwerks versteckt sich dabei weitgehend im Nikolausberg.

Nun war es nicht mehr weit bis zur Berta und die letzten kleinen Hügel bis dahin schafften wir auch noch. Um 19 Uhr kamen wir an, Udo räumte die Räder weg, Xenia kochte noch ein paar Nudeln. Nach dem vielen süßen Eis und der Sahne hatten wir noch das Verlangen nach etwas Deftigem.

Um 19:45 Uhr fuhren wir ein kleines Stück in Richtung Süden und stellten uns auf einen Parkplatz an einer wenig befahrenen Straße. Ein weiterer kleiner Camper und ein großer LKW standen schon da. Wir gesellten uns dazu, duschten und verbrachten den Rest des Abends und die Nacht auf diesem Platz.

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