< Fr 24.04.26 - Our-Radtour, Schloss Vianden | zurück
Samstag, 25.04.2026 – Burg Brandenbourg, Biodiversum Haff Remerschen, Schengen Europamuseum und Museumsschiff
Unsere Wege durch Luxemburg
Unsere Wanderungen und Radtouren
107 km, kurzer Marsch auf die Burg Brandenbourg, Rundgang durchs Haff Remerschen
Wetter: sonnig, bis 23 Grad
Von der Straße haben wir nicht viel gehört, dazu haben wir zu tief geschlafen. Auch der LKW verhielt sich ruhig und stand am Morgen noch genauso da wie am Abend zuvor. Der Ausblick aus dem Fenster war ein Kunstwerk.
Die erste gute Meldung des Tages: Das Wasser war noch da! Wir standen am Waldrand doch geschützter als auf der freien Fläche des Campingplatzes.
Von unserem Nachtplatz waren es nur 3 Kilometer bis zur Burg Brandenbourg, an der wir auf unserer Luxemburgreise schon mehrfach vorbeigefahren sind. Das Wetter passte, Zeit hatten wir auch - also entschlossen wir uns, noch einen kleinen Abstecher zur Burg zu machen.
Nachdem wir zuerst versucht hatten, zur Burg hochzufahren, parkten wir dann doch unten im Ort und wanderten die kurze Strecke hinauf zur Burg. Zuerst waren wir allein, dann kam noch eine luxemburger Familie dazu – die Ersten, die nicht nett grüßten und uns einfach links liegen ließen, sowohl die beiden Kids wie auch die Eltern. Wir ließen sie vorausgehen und waren nach wenigen Minuten wieder ungestört.
Die Burg Brandenbourg war um 900 eine Holzburg, die um 1250 zu einer Steinburg umgebaut wurde. Heute steht nur noch eine mächtige Ruine, die man selbst erkunden kann. Bei dem herrlichen Wetter war das ein schönes Erlebnis.
Nun folgte eine für luxemburger Verhältnisse lange Autofahrt in den südöstlichsten Zipfel von Luxemburg. Wir waren immerhin eine knappe Stunde unterwegs, bis wir beim Biodiversum im Naturschutzgebiet “Haff Reimech” ankamen. Udo inspizierte das Bistro, kam aber enttäuscht zurück. So gab es ein paar Tortellini mit Gurkensalat in der Berta, bevor wir zu unserer Erkundungstour starteten.
Zuerst kamen wir an Steinobjekten vorbei, die wohl verschiedene Techniken zeigten, wie man mit Steinen eine Bank, einen Torbogen oder ein Trockenbeet gestaltet.
Zuerst machten wir eine wunderschöne Runde durch das Naturreservat. Ein ehemaliges Kiesgrubengebiet wurde von Menschenhand zu einem Moorgebiet mit mehreren Seen umgestaltet, das zur Heimat für seltene Pflanzen und Tiere geworden ist. Im Besucherzentrum kann man sich Ferngläser ausleihen, um die Vögel, Enten und Gänse beobachten zu können. Besonders gut geht das von extra dafür um die Seen herum aufgestellten Beobachtungshütten.
Wir durchstreiften das Gebiet mit Unterstützung und Informationen von einer Lauschtour. Mithilfe der Ferngläser konnten wir tatsächlich verschiedene Wasservögel beobachten, auch brütende Haubentaucher und besondere Enten, die mit ihren Jungen unterwegs waren und sie fütterten. Der Rundgang war wirklich ein schönes Erlebnis, bei dem wir uns viel Zeit ließen.
Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher ins Biodiversum Besucherzentrum. Es sieht aus wie ein umgedrehtes Holzschiff und präsentiert auf drei Stockwerken Wissenswertes rund um die lokale Natur.
Nun war es 15:45 Uhr geworden, Zeit für eine Kaffeepause! Im schönen Restaurant gegenüber war so viel Betrieb, dass wir wieder umkehrten und den Kaffee mit ein paar Keksen in der Berta einnahmen.
Um 16:30 Uhr war es Zeit, nach Schengen weiterzufahren. Wir wollten doch auch noch das Europamuseum besichtigen! Die Fahrt dauerte nur 5 Minuten, allerdings unterbrochen von einem Tankstopp. Das musste in Luxemburg noch sein, wo der Sprit trotz Wochenendaufschlag immer noch 25 Ct billiger war als in Deutschland.
Das Europamuseum ist digitalisiert. Man bekommt eine Karte, mit der man verschiedene Infotafeln in seiner eigenen Sprache starten kann. Wir erfuhren einiges über die Entwicklungen und Veränderungen im Schengenraum und die Bedeutung des Schengenabkommens für Europa.
Zum Museum gehört auch das Schiff, in dem das Schengenabkommen unterzeichnet wurde. Heute ist es ein Museumsschiff und liegt ein paar Meter vom Europamuseum entfernt in der Mosel. Wir schafften es gerade noch vor der Schließung um 18 Uhr hineinzukommen.
Mit diesem Event war unsere Luxemburg-Besichtigungstour am Ende angekommen. Udo ruhte sich in der Berta etwas aus, Xenia unternahm noch einen kurzen Spaziergang über die Moselbrücke zum Apacher Eiffelturm. Auf den 1,1 Kilometern kam sie durch 3 Länder: Von Schengen in Luxemburg über die Moselbrücke nach Deutschland und kurz vor Apach über die Grenze nach Frankreich.
Um 19 Uhr starteten wir die Heimreise. Wir fuhren aber nur bis Rehlingen und übernachteten dort auf einem ruhigen Parkplatz kurz nach der Autobahnausfahrt an einer gesperrten Straße. Es gab noch ein gemischtes Reste-Abendessen, dann beendeten wir unseren Luxemburgurlaub mit einer letzten Nacht in unseren Berta-Betten.































