< Di 21.04.26 - Wanderung Eislek-Pad Asselborn, Clerf (Clerveaux) | zurück | Do 23.04.26 - Brauerei- und Ardennenmuseum im Schloss Wiltz, Wiltz-Radtour >
Mittwoch, 22.04.2026- Fotoausstellung “The Family of Man”, Radtour durchs nördliche Eislek
20 km, Radtour 41 km
Wetter: sonnig, teils windig, 16 Grad
Heute war der Himmel den ganzen Tag strahlend blau, aber es hat zeitweise ziemlich gewindet, weshalb es auf unserer Radtour trotz Sonnenschein streckenweise ziemlich kalt wurde.
Am Vormittag hatten wir viel Zeit, da wir vor der Radtour noch die Fotoausstellung “The Familiy of Man” im Clerfer Schloss anschauen wollte. Sie hatte aber erst ab 12 Uhr geöffnet. So machten wir uns um 11:15 Uhr noch einen Kaffee mit Keksen, Xenia richtete ein paar Vesperbrote und Udo kümmerte sich um die Räder.
Bis wir startklar waren, war es 12:20 Uhr geworden, aber 10 Minuten später standen wir an der Kasse im Schloss und lösten Tickets für die Ausstellung.
Mit über 10 Millionen Besuchern seit ihrer Schaffung ist die Fotoausstellung „The Family of Man" eine Legende in der Geschichte der Fotografie. Von Edward Steichen kreiert und 1955 erstmals im Museum of Modern Art in New York präsentiert, gilt sie als Manifest für den Frieden und die fundamentale Gleichheit der Menschen, ausgedrückt durch die humanistische Fotografie der Nachkriegszeit. Die Sammlung umfasst insgesamt 503 Aufnahmen von 273 Fotografen aus 68 Ländern. Nach einer Reise durch mehr als 150 Museen weltweit ist die letzte vollständige Version von "The Family of Man" seit 1994 als Dauerausstellung im Schloss von Clervaux untergebracht und wurde 2003 ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen.
Die Bilder sind alle schwarz-weiß und zeigen das menschliche Leben und Zusammenleben in vielen Facetten. Wenn man sie sich anschaut, wird es immer unverständlicher, dass Menschen sich gegenseitig bekriegen, diskriminieren und schaden.
Nach einer Stunde hatten wir den Ausgang erreicht und starteten zu unserer Radtour in Richtung Norden. In dem kleinen Luxemburg ist es kaum möglich, eine große Tour zu radeln, ohne das Land zu verlassen. So führte auch unsere 40 km lange Runde ein kleines Stück durch Belgien. Wir merkten das nur an den anderen Ortsschildern und andersfarbigen Nummernschildern an den Autos.
Luxemburg hat ein wunderbar ausgebautes Radwegenetz, sodass man nur selten auf größeren Verkehrsstraßen radeln muss. Wir fuhren zuerst entlang einer Bahnlinie, dann über die Hochfläche des Eislek. Dort machte uns ein kalter Gegenwind etwas zu schaffen, aber mit einer Windjacke war es gut auszuhalten.
An einem kleinen See legten wir eine Vesperpause ein und genossen die Sonne.
Anschließend ging es mehrfach bergauf und bergab durch mehrere kleine Flusstäler, bis wir eine ehemalige Eisenbahntrasse erreichten. Ein besonders schönes Stück radelten wir auf der „Vennbahn“ bis Troisvierges. Die Vennbahn ist mit 125 Kilometern eine der längsten Bahntrassen-Radwege Europas und führt von Aachen bis Troisvierges.
Unterwegs kamen wir immer wieder an Orten oder Strecken vorbei, die wir bereits mit der Berta erreicht hatten. Mit dem Rad hat man jedoch einen ganz anderen, intensiveren Eindruck von der Landschaft als mit dem Auto.
Nach einer sehr schönen Tour waren wir um 17 Uhr wieder bei der Berta angelangt, verließen Clerf und fuhren nach Wiltz. Dort kauften wir noch ein paar Lebensmittel ein und mieteten uns anschließend auf dem Campingplatz Kaul ein. Wir brauchten mal wieder einen Camperservice und Strom für unsere Fahrradakkus. Dafür war der Campingplatz die komfortabelste Lösung. Morgen wollen wir von hier aus eine weitere Radtour unternehmen.
Xenia kochte Hähnchengeschnetzeltes mit Reis und Salat, das wir uns vor der Berta schmecken ließen. Bald wurde es jedoch zu kühl, um weiter draußen zu sitzen. Wir wuschen ab, gingen noch duschen und verbrachten den restlichen Abend in der Berta.

















