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Dienstag, 21.04.2026 – Wanderung Eislek-Pad Asselborn, Clerf (Clerveaux)
18 km, Eislek-Pad-Wanderung 7,8 km, Stadtspaziergang Clerf 2,5 km
Wetter: vormittags heiter bis wolkig, nachmittags bewölkt, 11 Grad
Vogelgezwitscher und Sonnenschein weckten uns am Morgen; nur kalt war es, gerade einmal 4 Grad. Wieder einmal waren wir sehr froh an unserer Heizung!
Heute stand eine kleine Wanderung mit Startpunkt Mühle Asselborn auf dem Programm, danach wollten wir nach Clerf fahren, um das Schloss und evtl. eine Ausstellung darin zu besichtigen und ein bisschen durch das Städtchen zu bummeln.
In Anbetracht der Außentemperatur ließen wir uns Zeit, fuhren erst um 10:15 Uhr los und waren um 10:30 Uhr an der Asselborner Mühle.
Wir verschafften uns einen kurzen Überblick über das Mühlenanwesen, durchstreiften das kleine Fluss- und Moorgebiet direkt bei der Mühle und machten uns dann auf zum Wanderpfad entlang des Tretterbaachs.
Als wir auf diesen abbogen, bemerkten wir eine Lauschtour-Station am Wegesrand. Wir haben schon auf vergangenen Reisen gute Erfahrungen mit der Lauschtour-App gemacht, die in vielen Ländern Besichtigungswege mit Erläuterungen anbietet. Kurzerhand suchten wir die Tour, auf der wir offensichtlich gelandet waren, und wurden schnell fündig: “Eislek Pad in Asselborn”.
Die Tour war etwas weiter, als Xenia das ursprünglich geplant hatte, aber da die Erklärungen entlang des Weges unterhaltsam, interessant und informativ waren, entschieden wir, diesen Weg weiterzugehen. Statt der ursprünglich geplanten 5 Kilometer wurden es jetzt 7,8 Kilometer, aber die Sonne schien und die Bewegung tat uns gut.
Wir erfuhren, dass sich hier das letzte Feuchtbiotop Luxemburgs befindet, das einer Vielzahl von Tieren (Vögel, Schmetterlinge, Fledermäuse ...) Heimat und Lebensraum gibt.
Außerdem waren wir auf einem alten Postkutschenweg unterwegs und durchwanderten eine lange Allee von gepflanzte Kirschbäumen. Es waren immer zwei Bäume von derselben Sorte und das Ziel war, die alten Sorten vor dem Aussterben durch den Klimawandel zu bewahren und herauszufinden, welche Sorten weiterhin gut gedeihen.
Auf dem weiteren Weg kamen wir an einem stillgelegten Schieferabbaustollen vorbei, wo heute Fledermäuse Unterschlupf gefunden haben.
Nach 2,5 Stunden Wanderung kamen wir um 13:30 Uhr wieder an der Mühle an und besuchten das dortige Mühlenrestaurant. Es hatte geöffnet und wir waren anfangs die einzigen Mittagsgäste. Die Führerin in Stolzembourg hatte uns Schinken mit Salat oder Pastete als typisch luxemburgische Gerichte empfohlen. Da wir auf der Speisekarte einen Schinkenteller mit Salat sahen, nahmen wir diesen. Xenia hatte ein warmes Schinkenstück erwartet, doch es wurde eine kalte Platte mit Blattsalat, etwas Tomate und reichlich Schinken von drei verschiedenen Sorten serviert. Wir hatten noch eine Portion Pommes dazu bestellt und ließen uns das Essen gut schmecken.
Als wir das Restaurant verließen, hatte sich leider der Himmel zugemacht. Es sah verdächtig nach Regen aus, aber abgesehen von ein paar vereinzelten Tropfen auf der Fahrt und später in Clerf blieb es trocken.
Wir fuhren zehn Minuten nach Clerf und fanden einen Parkplatz in Schlossnähe. Dort stellten wir die Berta ab und gingen zuerst durch die kleine Fußgängerpassage und dann hinauf zum Schloss. Es war geöffnet, allerdings gibt es kein Schloss zu besichtigen, sondern nur drei Ausstellungen in den Schlossräumen. Heute hatte nur das Museum „Bataille et Châteaux“ geöffnet; morgen ist dann die im Jahr 2003 in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommene Fotoausstellung „The Family of Man“ zu sehen.
Mit einem Ticket können im Museum „Bataille et Châteaux“ zwei Ausstellungen besucht werden: die „Ardennenoffensive“ und eine Sammlung von Modellen luxemburgischer Schlösser im Maßstab 1:100.
Der Rundgang startet mit nachgestellten Szenen rund um das Schloss aus der Zeit der Ardennenschlacht, die von Dezember 1944 bis Januar 1945 dauerte und über 80.000 Soldaten das Leben kostete. Die Soldaten tragen echte Uniformen und authentische Waffen. Dadurch sollen der Schrecken und die Grausamkeit des Krieges veranschaulicht werden.
Im Anschluss gelangen die Besucher in verschiedene Räume, in denen 22 detaillierte und mit großer handwerklicher Präzision angefertigte Modelle von Schlössern und Burgen in Luxemburg ausgestellt sind.
Nachdem wir diese bestaunt und uns insbesondere an denjenigen erfreut hatten, die wir schon selbst gesehen hatten, verließen wir das Schloss wieder und begaben uns auf einen 2,5 Kilometer langen Lauschtour-Weg. Diesen gibt es nämlich auch für Clerveaux.
Los ging es beim großen Hotel Koener.
Um die Ecke befindet sich ein 1983 errichtetes GI-Denkmal, eine Bronzestatue zu Ehren der amerikanischen Befreier der 6. US-Panzerdivision nach der Ardennenoffensive im Jahr 1944. Es stellt einen erschöpften amerikanischen Soldaten dar, der den Frieden nach dem Kampf symbolisiert. Interessant ist die Plastik an der naheliegenden Hauswand, die die Einwohner zeigt, wie sie den Amerikanern zujubeln.
Weiter führte der Weg durch den “Tiergarten”, das einstige Jagdrevier des Schlossherrn, zur Lorettokapelle.
Nun ging es wieder den Berg hinunter zurück in die Stadt und dort zur beeindruckenden katholischen Kirche St. Cosmas und Damian.
Den Abstecher zum Schloss schenkten wir uns – den hatten wir ja schon zu Beginn gemacht – und gingen wieder zurück zur Berta. Unterwegs holten wir uns in einer Chocolateria Kuchen und Eis zum Mitnehmen. Ein Platz war leider nicht mehr frei.
Während der Lauschtour waren wir durch eine Sackgasse gekommen, an der es einen Seitenstreifen mit Parkplätzen gab. Einige Wohnmobile standen hier bereits, aber es war noch reichlich Platz vorhanden. Dorthin parkte Udo die Berta um, und wir verbrachten den Abend und die Nacht dort.


























