Berta-Luxemburg26-Tag14


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Montag, 20.04.2026 – Hoscheid Wanderung Molberlee und Klangpfad, Landmuseum Binsfeld, Insektenpfad Hachiville

59 km, 4 km/190 hm Molberlee-Runde, 3 km Insektenpfad

Wetter: heiter bis wolkig, 10 Grad

Trotz Bussen und ein paar Schulkindern am Morgen (Xenia hörte sie nicht) schliefen wir gut und relativ lang. So langsam sind wir im Urlaubsmodus angekommen …

Am Morgen schien die Sonne, aber es war mit 6 Grad doch sehr frisch. Da es ab übermorgen wieder deutlich wärmer und sonnig sein soll, entschieden wir uns, die Our-Radtour zu verschieben und starteten um 10 Uhr nach Hoscheid.

Auf dem Wanderparkplatz in der Ortsmitte standen bereits zwei Wohnmobile, zu denen wir uns gesellten. Wir schnürten unser Ränzlein, zogen warme Jacken an und machten uns auf zum Molberlee, einem besonderen Wanderabschnitt auf einem Bergkamm. Wie wir später auf einer Tafel lesen konnten, handelt es sich beim Molberlee um einen Schiefersporn, wahrscheinlich den charakteristischsten der Luxemburger Ardennen. Namensgebend für „Molberlee“ ist der luxemburgische Begriff für Felsformationen „Lee“ und die hier anzutreffende charakteristische „Molbier“, die Blaubeere.

Die Sonne schien, als wir die Berta verließen und in Richtung Molberlee wanderten. Zuerst ging es ein Stück durch den Ort, dann über das Feld, wo der geteerte Weg in einen nicht befestigten Wanderweg überging und uns stetig bergab ins Tal des kleinen Flüsschens Schlenner führte. Überhaupt sind tiefe Flusstaleinschnitte charakteristisch für diese Gegend.

Nach ein paar hundert Metern begann der 500 Meter lange Kammpfad Molberlee. Links und rechts von uns ging es den Hang hinab, aber der Schieferpfad war sehr griffig und im Sonnenschein mit dem gelb blühenden Ginster wunderschön.

Das letzte Stück führte durch einen Wald, bis wir unten im Schlennertal ankamen. Hier trafen wir auf den Hodscheider Klangpfad, den wir das Tal entlang und dann wieder den Berg hinauf zurück nach Hodscheid gingen. Künstler aus dem In- und Ausland haben hier an mehreren Stationen Lauschpunkte und Klangskulpturen aufgestellt, an denen man verschiedene Sachen machen konnte. Der Klangpfad ist sicher ein Erlebnis für Kinder, aber auch uns hat er großen Spaß gemacht.

Zum Abschluss kamen wir noch durchs Dorf Hoscheid und waren beeindruckt von den schönen Häusern und Gärten.

Wieder in der Berta gab es ein kleines Mittagessen: den restlichen Lachs, frisch angebraten mit Salat und Brot.

Um 14 Uhr fuhren wir weiter ganz in den Norden von Luxemburg an die belgische Grenze. Einen Zwischenstopp legten wir in Binsfeld ein, wo wir ein sehr schönes und liebevoll gestaltetes Landmuseum besuchten.

In einem umgebauten Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert wird in 21 Räumen das frühere ländliche Leben dargestellt. Die Zimmer sind thematisch sehr gut zusammengestellt mit Alltagsgegenständen aus vergangenen Jahrhunderten. An manchen Stellen bemerkten wir, wie alt wir inzwischen doch schon sind, denn einige Ausstellungsstücke wie z.B. eine alte Schreibmaschine, ein Dreirad, einen alten Toaster oder ein altes Radio kannten wir noch aus unserer Kindheit. Zum Abschluss des Museumsbesuches tranken wir in der Taverne des Museums einen Kaffee und eine heiße Schokolade und aßen dazu eine warme Apfel-Tarte.

Nun war es 16:30Uhr geworden und wir starteten zur letzten Fahrt des heutigen Tages. Es ging nach Hachiville zu einem Insektenpfad, den wir im Internet gefunden hatten. Udo wollte sich durch ihn ein paar Anregungen für seinen geplanten Fledermauspfad an der Sontheimer Höhle holen.

Nach einer kurzen Ruhepause auf dem Waldparkplatz bei der Kapelle Helzer Klaus, wo der Insektenpfad beginnt, machten wir uns um 17:30 Uhr nochmals auf und marschierten den 3 Kilometer langen Rundweg durch den Wald. Der Insektenpfad mit seinen neun interaktiven Stationen ist für Kinder gemacht, aber auch für Erwachsene interessant und unterhaltsam. Man erfährt einiges über die Vielfalt, die Sinne und die Bedeutung von Insekten für unsere Umwelt. Jede Station bietet dabei nicht nur Informationen, sondern auch interaktive Spiele zu den erstaunlichen Fähigkeiten der Insekten. Wir haben sie alle durchprobiert und hatten Spaß dabei.

Zum Tagesabschluss gab es eine Dusche und ein paar Spaghetti mit Pesto. Den absolut ruhigen Waldparkplatz nutzten wir als Stellplatz für die Nacht.

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