Berta-Luxemburg26-Tag12


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Samstag, 18.04.2026 – Burg Bourscheid, Gringlay Aussichtspunkt, Ettelbruck

55 km, Wanderung 5 km / 140 hm

Wetter: sonnig und bewölkt, 19 Grad

Wir erwachten bei bedecktem Himmel, der sich aber schnell aufmachte und erst nachmittags wieder eintrübte. Es blieb den ganzen Tag trocken und recht warm.

Die Nacht war wie erwartet sehr ruhig. Heute schliefen wir etwas länger, ließen den Tag ganz gemütlich angehen und machten uns dann auf den Weg zur Burg Bourscheid.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir an einer sehr gepflegten öffentlichen Toilette in Lultzhausen ein, wo wir unsere Toilette entleeren konnten. Das war mal wieder nötig.

Anschließend benötigten wir 20 Fahrminuten bis zur Burg Bourscheid. Die kurzen Entfernungen zwischen den ausgesuchten Stopps machen das Reisen in Luxemburg sehr entspannt.

Um 10:45 Uhr kamen wir im Sonnenschein auf dem Burgparkplatz an. Es gab noch eine kleine Kaffeepause, dann starteten wir mit der Burgbesichtigung.

Burg Bourscheid mit ihren charakteristischen Rundtürmen ist Luxemburgs größte Burg. Sie liegt auf einem Felssporn 150 m über der Sauer, wurde wahrscheinlich im 10. Jahrhundert erbaut, im 14. und 15. Jahrhundert vergrößert und erhielt dann die von sechs gotischen Türmen flankierte Festungsmauer. Heute kann man die Burg mithilfe eines Audio-Guides selbst erkunden. Neben der Burg selbst ist auch der fantastische Aussicht über das Tal ein Erlebnis.

Wir benötigten ca. 90 Minuten für den Rundgang mit den Erklärungen an 24 Stationen. Zum Schluss setzten wir uns noch ein paar Minuten auf die zur Zeit nicht bewirtschaftete Restaurantterrasse und genossen die Sonne und den schönen Ausblick.

Dann mussten wir uns entscheiden, wozu wir den Tag noch nutzen wollten. Für die Planung fuhren wir auf einen Parkplatz unten an der Sauer. Eine Idee war, mit den Rädern zum Gringlay Aussichtspunkt und dann weiter nach Ettelbruck in eine empfohlene Eisdiele zu fahren. Udo machte sein Mittagschläfle, Xenia plante in dieser Zeit die Tour. Das Problem waren hier nicht die 35 Kilometer, sondern die 550 Höhenmeter, die wir hätten bewältigen müssen. Xenia hätte das mit ihrem noch zu 70 % vollen Fahrrad-Akku geschafft. Udo hatte dagegen nur noch 55 % und da wäre es fraglich gewesen, ob ihm das reicht. Nach einigem Hin und Her entschlossen wir uns, mit der Berta auf die Hochfläche zu fahren und von dort aus den Gringlay-Aussichtspunkt zu Fuß zu erwandern.

Wir fanden tatsächlich einen Parkplatz an Ortsende von Lipperscheid und wanderten zuerst auf einem geteerten Weg, dann auf Waldpfaden zum Aussichtspunkt. Die Aussicht war wirklich toll, nur war leider die Burg wegen dem inzwischen bedeckten Himmel im Schatten und daher nicht so gut zu erkennen. Ganz ohne Höhenmeter ging es auch auf dieser Runde nicht ab. Wir mussten immerhin noch 140 Höhenmeter rauf und runter bewältigen, aber die Bewegung tat uns gut und wir kamen sogar etwas ins Schwitzen.

Um 16:30 Uhr waren wir wieder an der Berta und fuhren jetzt mit ihr weiter nach Ettelbrück. Der erste Anlaufpunkt war ein Leclerc, wo wir Lachs, Hühnchenfleisch, Brot und Cola für den Sonntag und die nächsten Tage einkauften. Alles andere hatten wir noch genug.

Dann parkten wir die Berta bei einem großen Sportplatz an der Alzette und gingen zu Fuß 13 Minuten in die Innenstadt. Da wir den ganzen Tag außer dem Frühstück noch keine richtige Mahlzeit zu uns genommen hatten, waren wir auf der Suche nach einem Lokal, wo wir das luxemburgische Nationalgericht „Judd mat Gaardebounen“, bestehend aus geräuchertem Schweinenacken (Judd), Saubohnen (Gaardebounen) und Salzkartoffeln, bekommen. Leider wurden wir nicht fündig. Die Innenstadt ist voll mit Chinarestaurants, Bars und Cafés, nur ein heimisches Speiselokal suchten wir vergeblich. Auch Google konnte uns nicht weiterhelfen. Dafür kamen wir an der Eisdiele vorbei, die wir ursprünglich auf dem Plan hatten. Wir nahmen das als Fügung und setzten uns auf die Außenterrasse. Xenia verspeiste einen Krokantbecher mit Eierlikör, Udo einen Mangobecher. Das Eis war wirklich sehr lecker!

Zurück an der Berta suchten wir mithilfe der EnBW-App eine Ladestation in der Nähe von Stolzemburg, um unsere Fahrrad-Akkus wieder aufzuladen und in der Nähe des Kupferminenmuseums, das wir morgen besichtigen wollen, die Nacht zu verbringen.

In Puttscheid wurden wir fündig, konnten die Berta an den Strom anschließen, alles wieder aufladen und auf einem Parkplatz ganz in der Nähe übernachten.

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