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Freitag, 17.04.2026 – Sauer-Radrunde Burfelt – Esch-Sauer
26 km, Radtour 33 km / 370 hm
Wetter: heiter bis wolkig, 19 Grad
Heute stand wieder eine schöne Radtour auf dem Programm, die an Wegen so ziemlich alles beinhaltete: kleine Wanderpfade, Waldwege, Radwege, Landstraßen und eine Bundesstraße.
Der Tag startete mit Sonnenschein, so wie es uns am liebsten ist. Auf dem Burgparkplatz haben wir gut geschlafen, die Straße hinter dem Parkplatz hat uns nicht gestört.
Nach dem Frühstück ging Udo noch einmal vor zur Burg aufs WC, dann verließen wir unseren Nachtplatz in Useldingen und fuhren 26 Kilometer bis zu einem Wanderparkplatz oberhalb des Naturschutzzentrums Burfelt an der Sauer. Zur Option standen für heute entweder zwei Wanderungen um Burfelt und um Esch-Sauer, oder eine Radtour, die beiden Ziele miteinander verbindet. Wir studierten noch einmal die Karte und entschieden uns für die Radtour.
Udo richtete die Räder, Xenia schmierte ein paar Vesperbrote und richtete das Gepäck, das wir mitnehmen bzw. nicht in der Berta lassen wollten.
Um 10:30 Uhr kamen wir los und radelten zuerst zur nur wenige hundert Meter entfernten Panoramaplattform Burfelt mit Aussicht auf eine Sauerschleife. Von diesen gibt es hier in der Region einige.
Weiter ging es durch den Wald den Berg hinab zum Naturschutzzentrum Burfelt. Eigentlich hätte es geöffnet sein müssen, aber an der Türe hing ein Schild: Closed. Die Türe war auch abgeschlossen. Udo wollte schon weiterfahren, aber Xenia hörte Stimmen hinter dem Haus, ging diesen Stimmen nach und bekam von einem sehr freundlichen Mann, der aber nur Französisch sprach, die Auskunft, dass heute leider den ganzen Tag geschlossen sei. Aber er frage mal nach …. Kurze Zeit später tauchte eine junge Frau auf, die jetzt Deutsch konnte und erklärte, dass sie Personalnotstand hätten und deswegen heute nicht öffnen könnten. Aber wenn wir nicht länger als eine halbe Stunde bleiben, würde sie uns aufschließen. Um 12 Uhr müsse sie allerdings weg.
. Eine halbe Stunde reichte uns völlig für den einen Raum. Wie in Ellergon war auch hier vieles auf Kinder ausgerichtet. Wir machten eine Runde durch den Raum und fuhren dann weiter.
Da wir keine Lust auf Fahrstraße hatten, probierten wir den Wanderweg direkt an der Sauer entlang. Das ging prima, der Weg war gut mit dem Rad zu befahren. Am Hang, teilweise entlang von Felsen und mit Sicht auf die Sauer hatten wir eine sehr schöne Fahrt. Nur ganz am Ende wurde der schmale Weg sehr steinig und steil. Xenia rutschte das Hinterrad weg und sie stürzte. Zum Glück ist nichts weiter passiert, nur bemerkten wir, dass Xenias Rückspiegel am Rad fehlte. Wir suchten alles ab, fanden ihn aber nicht. Weit konnte er doch eigentlich nicht sein! Xenia ging nochmal das ganze holprige Stück zurück, aber Fehlanzeige. Hatte er sich vielleicht schon am Naturschutzzentrum gelöst, als wir unsere Räder eng aneinander ketteten? Wir entschlossen uns, auf dem Rückweg nachzuschauen und fuhren erst einmal weiter.
Nach Insenborn und Bonnal überquerten wir den Ningserbaach, der hier in die Sauer fließt. Kurz darauf waren wir in Lutzhausen und nutzten von dort eine Fußgängerbrücke zum Überqueren der Sauer.
Auf einem Waldwanderweg ging es jetzt mäßig steil nach oben. Wir kamen an einer Bank mit schönem Blick auf die Sauer vorbei und da es inzwischen 12:30 Uhr geworden war, nutzten wir sie für eine Mittagsrast. Es war wunderschön, in der Natur und der Sonne zu sitzen, die Sauer im Blick zu haben dabei ein Vesperbrot zu verzehren.
Neu gestärkt und ausgeruht bewältigten wir den Rest des Anstiegs spielend. Kurz vor Kaundorf bogen wir noch einmal vor an die Kante ab. Die Karte hatte einen schönen Aussichtspunkt (Runtschelt) versprochen. Der Wanderweg wurde jetzt wirklich sehr schmal, aber wir wagten ihn trotzdem zu fahren und erreichten so den Aussichtspunkt.
Da es zurück nur unwesentlich kürzer gewesen wäre als den Wanderpfad weiter zu radeln, entschlossen wir uns zur Weiterfahrt und hatten Glück. Wir kamen ohne Stufen, große Steine oder hohe Wurzeln durch. So direkt am Hang war es aber zumindest für Xenia trotzdem eine Herausforderung.
Am Ende des Wanderpfades kamen wir wieder auf die Hauptstraße, ließen Kaundorf hinter uns und durften auf der CR316 nach Esch-Sauer hinuntersausen.
Udo bezeichnete das Dorf in einer Sauerschleife als „Klein-Blaubeuren“. Die schmalen Gassen, die Häuser aus Schiefergestein und die Lage direkt am Wasser verleihen Esch-Sauer ein Erscheinungsbild, das sich seit dem Mittelalter nur wenig verändert hat. Laut GEO+ gehört der Ort sogar zu den 20 schönsten Dörfern Europas.
Wir fuhren ins Dorfzentrum und stiegen von dort aus hinauf auf die Burg- die gibt es nämlich in Esch auch noch. Der Aufstieg war nur kurz und oben erwartete uns ein schöner Blick über die Dächer, die Felsen und das enge Tal.
Eines der Hotels hatte die Wellness-Werbung, dass man sich zu zweit in eine viel zu kleine Badewanne setzt (die schon für einen zu klein ist) und dann Sekt trinkt. Das muss ein wirkliches Erlebnis sein?!
Auf der Suche nach einem schönen Café oder besser noch Eiscafé fuhren wir zweimal eine Runde durch das Örtchen, aber bewirtschaftete Terrassen fanden wir nur zwei vorne am Dorfeingang. Bei einer war ein Tisch mit Sauerblick frei. Dort setzten wir uns hin und verspeisten jeder ein Tartelettes mit einem Cappuccino.
Von unserem Terrassenplatz aus sahen wir einen kleinen Weg mit vielen Treppenstufen hinter dem anderen Restaurant den Berg hinauf gehen bis zu einer Marienstatue und einem weiteren Burgturm. Wir entschlossen uns, dort noch hinaufzusteigen, legten aber davor noch eine kleine Siesta auf zwei Sonnenliegen vor dem Restaurant ein.
Um 15 Uhr machten wir uns auf den Weg nach oben. Der Aufstieg hat sich wirklich gelohnt. Es war zwar anstrengend, aber die Aussichten waren phantastisch! (siehe die ersten Bilder von Esch)
Wieder zurück an den Rädern gönnten wir uns noch ein paar Kilometer “Genussradeln” auf einem schönen geteerten Radweg entlang der Sauer bis zum Campingplatz Bissen. Dort drehten wir um, radelten dieselbe Strecke wieder zurück nach Esch und dann weiter auf der Bundesstraße N27, bis wir in Insenborn auf den Wanderweg kamen, der zum Burfelt Naturschutzzentrum führt. Eigentlich war ein anderer Weg zurück zur Berta geplant gewesen, aber wir wollten ja nachschauen, ob wir vielleicht Xenias Rückspiegel am Naturschutzzentrum wiederfinden. Leider war dem dann nicht so und wir mussten ohne Spiegel den Berg hinauf zur Berta radeln.
Oben angekommen, duschten wir und setzten uns mit unseren Liegestühlen noch etwas ins Grüne. Dann gab es Abendessen: Spiegeleier mit Paprika, Zwiebeln und Speck, dazu Süßkartoffel-Bratkartoffeln und zum Nachtisch ein Joghurt.
Inzwischen waren wir die Einzigen, die noch auf dem Wanderparkplatz waren, und verbrachten hier eine ruhige Nacht.

























