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Donnerstag, 16.04.2026 – Cockerill Minenmuseum, Kahler, Schloss Ansembourg, Schlossruine Pettingen, Burgruine Useldingen
68 km
Wetter: vormittags wolkig, zunehmend sonnig, 18 Grad
Wir hatten wieder eine gute und ruhige Nacht. Nach dem Frühstück verließen wir unseren Übernachtungsparkplatz, der uns so gute Dienste geleistet hatte.
Wir fuhren “um die Ecke” zum “Cockerill Minenmuseum”. Da wir schon einmal da waren, wollten wir auch einen Blick hinein werfen. Das Gelände hatten wir ja bei der Ankunft am Dienstagabend schon gesehen, jetzt wollten wir uns das Museum noch von innen anschauen.
Wie sich herausstellte, ist hier nicht nur ein Bergwerkmuseum, sondern auch das Naturschutzzentrum Ellergronn untergebracht. Der Besuch beider Einrichtungen ist umsonst und sie werden von demselben Personal betreut.
Der Eintritt erfolgt über das Naturschutzzentrum, durch das wir einen kurzen Rundgang machten.
Anschließend führte uns ein sehr freundlicher Angestellter auf Deutsch durch das Bergbaumuseum und erklärte uns die verschiedenen Räume und Exponate. Besonders eindrücklich war der Raum, in dem sich die Grubenarbeiter früher umzogen und dabei ihre Alltagskleider an Ketten an die Decke hochzogen.
Um 11 Uhr fuhren wir weiter nach Kahler mit einen kurzen Zwischenstopp bei einem Aldi. An ihm kamen wir zufällig vorbei und nutzten die Gelegenheit, unsere Vorräte an Obst, Gemüse und Milchprodukten nachzufüllen.
Das kleine Dorf Kahler wurde vom luxemburgischen Graffiti-Künstler Alain Welter aus Kahler unter dem Motto "Make Koler Kooler" in eine Art Freiluftgalerie verwandelt. Seit 2017 gestaltete er 16 Hausfassaden, Scheunen und Mauern mit bunten monumentalen Graffitis. Bis auf eines haben wir alle Fassadenbilder gefunden und bestaunt.
Danach war es Zeit für ein Mittagsvesper und eine kurze Mittagsruhe. Anschließend fuhren wir weiter zum Schloss Ansembourg, einem der sieben Schlösser im Eischtal in Guttland.
Schloss Ansembourg ist besonders für seine terrassenförmig angeordneten Gärten berühmt, die öffentlich zugängig sind. Das Schloss selbst ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.
Xenia hatte einen blühenden Garten erwartet und wurde ziemlich enttäuscht. Blumen sind hier eher Mangelware und die wenigen, die es gibt, waren entweder schon verblüht oder noch nicht aufgeblüht. Lediglich ein paar pinke chinesische Kirschbäume gab es, die wenigstens für etwas Farbe sorgten. Außerdem sahen wir verschiedene Springbrunnen und Skulpturen, wie die sogenannte „Mythologische Allee“, die zehn Statuen aus der griechischen und römischen Mythologie umfasst.
So war unsere Gartenbesichtigung relativ schnell abgeschlossen und wir entschieden uns, den herrlichen Frühlingstag noch für den Besuch zweiter Burgen zu nutzen.
Zuerst fuhren wir zum ehemaligen Wasserschloss Pettingen. Nach 20-minütiger Fahrt waren wir dort, konnten direkt davor parken und machten einen kleinen Rundgang durch die Burganlage. Wasser gibt es heute hier keines mehr, aber die Ruinen zeugen von einem ehemals mächtigen Schloss. Seit 1947 ist Schloss Pettingen luxemburgisches Staatseigentum.
Nach weiteren 15 Minuten Fahrt kamen wir am letzten Punkt unserer heutigen Reise an: Burg Useldingen. Sie lohnt einen Besuch wirklich. Wir fanden einen Parkplatz ganz in Burgnähe, der auch als Übernachtungsplatz taugte.
Nach einem Kaffee in der Berta machten wir uns auf zur Besichtigung. Die Burg hat einen Turm, den man besteigen kann und von dem aus man eine schöne Sicht über Useldingen und das Umland hat. Das machten wir zuerst und genossen die Aussicht im Sonnenschein.
Besonders an der Anlage ist, dass sowohl im Turm als auch rund um die Burg unter der Schirmherrschaft der UNESCO ein Kulturweg für Sehbehinderte geschaffen wurde. An 16 verschiedenen Stationen wird das Leben der Menschen und der verschiedenen Stände in Useldingen vorgestellt, und das immer zum Lesen und zum Fühlen – entweder durch Blindenschrift oder in Form von Exponaten, die betastet werden durften. Außerdem gab es an vielen Stationen auch Erklärungen zum Anhören in 4 verschiedenen Sprachen.
Die meisten Stationen befinden sich im Treppenaufgang des Burgturms. Wir sahen bzw. hörten uns das beim Abstieg an, wurden aber dabei von drei Sportlern (einer in voller Feuerwehrmontur) belästigt, die wie die Gestörten mehrfach und mit ordentlichem Getöse die Turmtreppen hinauf- und hinunterrannten. Wir waren froh, als wir ihrem Einflussbereich entfliehen konnten.
Nach einem Rundgang durchs Gelände und den Außenbezirk der Burg kehrten wir zur Berta zurück. Es gab noch ein paar Spaghetti zum Abendessen, dann war schon wieder ein Urlaubstag Geschichte.







































