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Mittwoch, 28.05.2025 – Jajce Wasserfall, Plitvicer Seen und Wasserfälle
Vom Restaurant in Turbe bis Slunj - 283 km
Wetter: heiter bis wolkig, 20 bis 23 Grad. Am späten Abend Regen
Am Morgen hatten wir wieder einmal LKW-Lärm um uns herum. Wie wir beim Frühstück feststellten, parkten wir neben einem Milchwerk. Nun ja ...
Um 8:30 Uhr kamen wir los und fuhren in Richtung Plitvice. Wir hofften, um 14 Uhr dort zu sein, aber das hat dann nicht ganz gereicht.
Zuerst ging es wieder einmal schlängelig einen Fluss entlang. In Jajce machten wir einen kurzen Halt und schauten uns den Stadtwasserfall an, ein Tipp von unserem bosnischen Reiseführer. Er meinte, ein Wasserfall in der Stadt sei schon einmalig, aber der Wasserfall in Edessa war in unserer Erinnerung größer und beeindruckender.
Wir hielten uns nicht lange auf, obwohl es sicher im Städtchen noch manches zu entdecken gegeben hätte. Aber wir wollten ja noch rechtzeitig in Plitvice ankommen, um dort die Wasserfälle besuchen zu können.
So fuhren wir weiter und kamen zu der schönen grünen Hochebene, die uns vor 40 Jahren schon so gefallen hat. Damals kamen wir allerdings aus einem ausgedörrten spätsommerlichen Griechenland, weshalb uns das Grün der Landschaft damals noch mehr beeindruckte.
Unterwegs machten wir ein Mittagsvesper mit Tomatensalat, geröstetem Brot und Spiegelei. Vor der Grenze vertankten wir noch unsere übrigen KM und füllten den Tank danach ganz voll, denn in Bosnien-Herzegowina kostet ein Liter Diesel nur 2,20 KM, also 1,10 Euro.
Die letzten Kilometer vor der Grenze fuhren wir durch eine Landschaft, die uns stark an die Zollernalb im Frühling erinnerte.
An der Grenze nach Slowenien mussten wir anhalten und den Zoll in unsere Berta schauen lassen. Die Kontrolle war aber so oberflächlich, dass Schmuggelware sicher nicht entdeckt worden wäre. Zum Glück! Denn so ging es schnell und wir konnten weiterfahren.
Um 14:30 Uhr erreichten wir den Parkplatz vor dem Eingang 1 der Plitvicer Seen. Das Wetter war schön, sonnig mit ein paar Quellwolken und 23 Grad.
Die negativen Seiten des Nationalparks hatten wir vorhergesehen und so erwartet: teuer (15 Euro Parkplatzgebühr, 23,50 Euro pro Person Eintritt) und viele Menschen. Vor allem asiatische Reisegruppen bevölkerten die kleinen Wege und Stege.
Dafür war die Natur immer noch grandios. Auf Bohlenwegen und kleinen Uferpfaden kann man um die Seen gehen und kommt dabei an mehreren sehr beeindruckenden Wasserfällen vorbei. Den “großen Wasserfall” sahen wir gleich zu Beginn, zuerst von einer Aussichtsplattform und danach ganz aus der Nähe, nachdem wir den Hang zu den Seen hinuntergegangen waren.
Am Anfang kann man nicht anders als die vorgegebenen Wege entlanggehen. Später gibt es dann auch ein paar Abzweigoptionen.
Auf dem größten See fahren Boote, die man benutzen kann, um den See den langen Weg zu durchqueren und so vom einen ans andere Ufer zu gelangen. Wir hatten Glück: Als wir an der Anlegestelle waren, war gerade ein Boot da und wir waren kaum an Bord, da fuhr es auch schon los. Die Boote sind Elektroboote und es fühlt sich an, wie wenn sie auf dem Wasser gleiten. Wir ergatterten noch einen Platz in der ersten Reihe und hatten so eine schöne Aussicht während der Fahrt.
Das Wasser der Seen ist türkisblau, unglaublich klar und hat Trinkwasserqualität. Wir konnten immer wieder Fische darin sehen. Je später es wurde und je weiter wir vom Haupteingang 1 entfernt waren, umso einsamer und ruhiger wurde die Gegend. Am Schluss waren wir fast allein.
Um 18 Uhr nahmen wir noch einmal ein Boot, allerdings nur für eine kleine Überfahrt, und von dort aus dann ein Bähnle, das uns in die Nähe des Haupteingangs zurückbrachte. Um 19 Uhr schließt der Park, um 18:55 Uhr verließen wir ihn und waren froh, es noch rechtzeitig zurückgeschafft zu haben.
Jetzt mussten wir uns nur noch einen Übernachtungsplatz suchen, da man auf dem Nationalpark-Parkplatz nur bis 20 Uhr stehen darf. Einen Platz zu finden, auf dem man umsonst stehen kann, ist in der Nähe des Nationalparks fast nicht möglich. So fuhren wir eine halbe Stunde in Richtung Heimat nach Sulje und stellten uns dort auf einen öffentlichen Stadtparkplatz. Direkt daneben befindet sich eine Pizzeria, was uns nach der doch langen Wasserfall-Tour sehr gelegen kam.
Die Pizza war gut, aber das Essen hat ähnlich gekostet wie bei uns auf der Alb. Die Zeiten, wo man in Kroatien um wenig Geld essen gehen kann, sind wohl vorbei. Nach dem Essen überlegten wir kurz, ob wir noch ein Stück weiterfahren, da der Platz doch ziemlich laut war. Aber da es schon spät war und in der Hoffnung, dass es nicht zu schlimm wird, sind wir dann doch geblieben.
Wir waren noch nicht lange in der Berta, da fing es zu regnen an. Da hatten wir heute doch wieder Glück mit dem Wetter gehabt!
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