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Freitag, 23.05.2025 – Lange Fahrt zum Osumi Canyon, Bogovë Wasserfall
Von den Benjë Thermalquellen bis zum Osumi Canyon – 242 km / Wanderung 3,2 km, 50 hm
Wetter: vormittags sonnig, zunehmend bewölkt, abends Regen. 18 bis 30 Grad
Heute sind wir beide schon um 6:30 Uhr aufgewacht, so dass wir zeitiger abfahrtsbereit waren als sonst üblich. Der Parkplatzkassierer war trotzdem schon da, ließ sich aber abwimmeln, als wir sagten, dass wir gleich den Platz verlassen und das um 8:30 Uhr auch taten.
Auf unserem Parkplatz tauchten gestern und heute richtig geländetaugliche Fahrzeuge mit Campoption auf. Hier in Albanien gibt es noch große Strecken, die man auf unbefestigte Straßen zurücklegen kann. Eine Internetseite dazu ist Die besten Geländewagen Routen in Albanien
Unser heutiges Ziel war der 13 km lange tiefe Osumi Canyon, ein Natur-Highlight Albaniens, den wir eigentlich gerne von Süden aus angefahren und nach Norden entlanggefahren wären. Die Strecke hätte so nur 53 km betragen. Da die Straße aber nur mit Geländewagen oder, laut einem Bericht eines Einheimischen, mit dem Esel zu bewältigen ist, mussten wir einen großen Umweg fahren, um über Fier und Berat von Norden her nach Çorovoda und in die Schlucht zu kommen. So waren es keine 53, sondern stolze 242 km, die wir zu bewältigen hatten.
Auf dem Weg haben wir einen Hängebrücke gesehen, über die tatsächlich auch Autos fuhren. Ob sie wohl die Berta ausgehalten hätte? Aber cooler war die außer Betrieb genommene Fußgängerbrücke nebenan. Wir haben die Überquerung nicht probiert.
Dann war da noch ein Lokal, das mit Höhlenoptik am Eingang auf sich aufmerksam machte.
Jetzt ging es wieder zurück durchs schöne Vjosa-Tal, dann auf der gut ausgebauten SH4 bis Fier. Die sich anschließende SH 73 war schon deutlich kleiner und ab Berat wurde die Straße wieder zur Schlängelstraße, sogar mit vielen tiefen Schlaglöchern. Es war gar nicht so einfach, ihnen auszuweichen, aber Udo schaffte die meisten mit Bravour!
Berat wollen wir uns auf der Rückfahrt etwas ausführlicher anschauen, wenn es dann weiter in Richtung Norden geht. Heute sind wir nur durchgefahren und kamen an der Häuseransicht mit den “tausend Fenstern” vorbei, die man in jedem Reiseführer von Berat sehen kann.
Bevor wir nach Çorovoda kamen, lag noch der Bogovë Wasserfall auf dem Weg. Nach der langen Autofahrt, die wir nur zweimal kurz unterbrochen hatten (einmal zum Mittagessen und einmal bei einer Tank- und Raststelle, wo wir unser Klo entleeren konnten und dafür einen Cappuccino getrunken und uns mit einem Sachsen unterhalten haben, der auf seinem Gelände-Motorrad in die Türkei unterwegs ist), konnten wir einen kleinen Marsch gut vertragen, sogar bei jetzt 28 Grad.
Der kleine Parkplatz, von dem aus man in einer halben Stunde zu Fuß zum Wasserfall kommt, liegt nur einen knappen Kilometer von der Straße nach Çorovoda entfernt. Um 15:30 Uhr waren wir dort, packten Badesachen ein und machten uns auf den Weg. Es ging etwas den Berg hinauf an einem kleinen Flüsschen entlang. Oben angekommen, waren schon einige Leute dort. Der Wasserfall ergießt sich in einen schöne Badegumpen, aber das Wasser dort ist so kalt (5 Grad), dass wir nicht weiter als bis zu den Knien hineingingen. Nach kurzer Zeit begannen die Beine im Wasser zu schmerzen. Das muss ja dann auch nicht sein! Wir hielten uns etwas auf den Steinen auf, zogen uns dann wieder an und gingen zur Berta zurück.
Nachdem es am Vormittag noch herrlich sonnig gewesen war, hatte sich der Himmel jetzt komplett zugezogen und es sah bedrohlich nach Regen aus. Es blieb aber trocken und wir waren dankbar, dass die Temperatur jetzt nicht mehr 30, sondern nur noch bei 24 Grad betrug.
Weiter ging es – nur für fortgeschrittene Wohnmobilfahrer geeignet – am Osumi entlang ins Städtchen Çorovoda und dann hinauf zum oberen Rand der steilen Osumi Schlucht. Am Osumi View Point hielten wir an und schauten in die Schlucht. Es war ähnlich wie in Griechland bei der Vikos-Schlucht: ein steiles, enges, tiefeingeschnittenes Flussbett, nur dass hier tatsächlich Wasser fließt.
Wir fuhren noch ein kleines Stück weiter bis zu einer Wiese neben der Straße, wo wir die Berta abstellen, abendessen und über Nacht bleiben konnten.
Um 20 Uhr begann es zu regnen und wir waren froh, gut und heil angekommen zu sein.
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