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Mittwoch, 21.05.2025 – Wanderung Gjirokastër (Festung, Ali Pasha Brücke, Altstadt), Fahrt zu den Benje Thermalquellen in der Nähe von Petran
Von Gjirokastër bis zu den Benje Thermalquellen – 72 km / Wanderung 9 km, 260 hm
Wetter: bewölkt mit kurzen Regenschauern, nachmittags sonnige Abschnitte
Die nahe Straße war bis nach Mitternacht schon recht laut, aber wir konnten trotzdem schlafen. Auch die Busse haben nicht gestört. Allerdings tauchte um 4:45 Uhr eine Frau auf den Parkplatz auf und telefonierte lautstark eine halbe Stunde lang. Xenia ist daran aufgewacht und konnte nur mit Ohropax und Decke über den Ohren wieder einschlafen.
Am Morgen war der Himmel bewölkt. Während wir frühstückten hat es sogar geregnet. Es hörte aber bald wieder auf und wir starteten zur geplanten Wanderung durch Gjirokastër über die Festung zur Brücke von Ali Pasha und über die Altstadt wieder zurück. Was diese Tour wieder anstrengend machte waren die 260 hm, die wir auf sehr steilen Wegen überwinden mussten.
Zuerst führte unsere Wanderung hinauf zur Festung, teils auf Fußwegen, teils auch auf kleinen Fahrstraßen. Die Albaner schaffen es, die sehr steilen gepflasterten Straßen mit dem Auto zu fahren. Wir waren froh, dass die Berta sicher auf ihrem Parkplatz stand und wir hier nur zu Fuß unterwegs waren.
Udo hatte die Steigung gemessen, sie hatte so um 70 Grad Neigung (theoretisch 275%). Interessant war auch die Verkabelung, die von Mast zu Mast gezogen wurden.
Der Eingang, den wir eigentlich zur Burg nehmen wollten, war verschlossen. So mussten wir einmal um die Festung herumgehen und kamen so zum Haupteingang. Auf dem Weg dorthin sahen wir ein Paar, welches einen wilden Verkaufsstand hatte. Sie verkaufte eigenes Obst und Kräuter (und spielte nebenbei am Handy) und er machte live die Steinplatten.
Der Eintritt hätte 400 LEK betragen, aber heute war der Besuch der Festung umsonst. Es waren schon einige Leute da (vielleicht deshalb?), aber es war noch so im Rahmen, dass wir eine schöne Erkundungsrunde machen konnten.
Im Innern befindet sich eine Sammlung von Kanonen und ein kleiner Panzer, der Udo besonders gefiel. Oben auf der Burg wurde ein amerikanisches Jagdflugzeug ausgestellt, von einem Piloten, der sich verflogen hatte. Die kommunistische Regierung machte daraus einen Sieg des Landes über die Amerikaner.
Hinter den Bergen braute sich eine mächtige Regenfront zusammen und als wir auf den Burghof waren, fing es auch leicht zu regnen an. Wir zogen unsere Regenjacken an, einen Schirm brauchten wir noch nicht. Wir gingen zum Turm, an einer Bühne für Folkloreveranstaltungen.
Sehr schön waren auch die Ausblicke auf die Altstadt, die wir von der Burgmauer aus hatten. Hier zum Stadion und auf die Hauptstraße der Altstadt.
Wir hatten überlegt, ob wir wegen des Regens noch ins Museum gehen und die Tour hier beenden sollen, doch wir hatten Glück: die eigentliche Regenfront zog an uns vorbei. Wir konnten die Regenjacken wieder ausziehen und unsere Wanderung wie geplant zur Brücke des Ali Pasha fortsetzen.
Wieder ging es etliche Höhenmeter steil den Berg hinauf und wir kamen ganz schön ins Schnaufen. Gut, dass wir diesmal Wasser dabei hatten! Unterwegs sahen wir noch die traditionelle und die moderne Art der Fortbewegung in Albanien.
Die Brücke liegt hinter der Stadt und überspannt eine Schlucht, in der früher vermutlich Wasser war. Auf der Brücke machten wir Pause, setzen uns an den Brückenrand und aßen eine Sesamstange.
Zurück gingen wir um einen Felsen herum durch eine Gegend, die offensichtlich als Müllhalde dient. Echt schade! Es wäre sonst sehr schön hier gewesen.
Bevor wir wieder zur Festung kamen, hielten wir an einem kleinen Straßenrestaurant mit Burgblick und aßen eine gemischte Platte und einen Salat. Hier wird man vor fast jedem Restaurant angesprochen und eingeladen, doch Platz zu nehmen oder zumindest die Menuekarte anzuschauen.
Nach dieser Stärkung führte uns unser Weg in die Altstadt und durch den dortigen Bazar. Hier war wieder einiges los und wir gönnten uns noch einen Frozen-Joghurt-Nachtisch, jetzt im Sonnenschein. Es machte Spaß, am Straßenrand zu sitzen und die vorbeigehenden Leute zu beobachten.
Um 15 Uhr waren wir zurück an der Berta. Jetzt war eine Dusche sehr willkommen, denn wir waren beide sehr verschwitzt. Nach einem kalten Milchkaffee und einem Schwätzle mit dem Parkplatzbesitzer versorgten wir die Berta mit frischem Wasser, frischer Toilette, Ausschütteln der Läufer und Kehren des Innenraums.
Um 16:30 Uhr fuhren wir weiter. Unser nächstes Ziel waren die Benje Thermalquellen und der sich daran anschließende Langarica Canyon. Nachdem wir die große SH4 verlassen und auf die kleinere SH75 gefahren waren, wurde die Gegend wieder phantastisch. Es ging den Fluss Vjosa entlang, der sich, umsäumt von Bergen, türkisfarben durch ein Tal schlängelt.
Bei den Vjosa-Wasserfällen hielten wir kurz an – es war zu schön, um nur daran vorbeizufahren.
Um 18:45 waren wir am Ziel und parkten kurz vor den Thermalquellen. Der eigentliche Parkplatz wird gerade ausgebaut und wir gehen davon aus, dass sowohl das Parken wie auch der Besuch der Thermalbecken etwas kosten werden, wenn die Bauarbeiten beendet sind. Heute konnten wir uns zu 3 weiteren Wohnmobilen stellen und brauchten keinen Campingplatz.
Nach einem Schwätzle mit den neuen Nachbarn und einem Vesper machte Udo noch einen kleinen Ausflug zu den Thermalbecken. Das ganze Gebiet und die Schlucht wollen wir morgen näher erkunden.
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