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Dienstag, 20.05.2025 – In Albanien: Antike Stadt Butrint, Ksamil, Blue Eye (Syri i Kaltër), Parkplatz in Gjirokastër
Vom Nachtplatz kurz vor der albanischen Grenze bis Gjirokastër – 101 km
Wetter: sonnig und warm, 22 bis 28 Grad
Heute mussten wir uns nun endgültig von Griechenland verabschieden. Nach einer angenehmen und ruhigen Nacht am Meer, verließen wir den schönen Strandplatz schweren Herzens und fuhren über die albanische Grenze. Unser erstes Ziel war Ksamil, die Riviera Albaniens, wie es im Reiseführer heißt. Udo wählte die Strecke über die SH81, die über eine Fährverbindung nach Butrint führt.
Die Grenze passierten wir ohne Probleme. Das Auffälligste in Albanien waren die guten Straßen, kein Vergleich zu den Holperpisten Griechenlands! Viele sind neu und frisch geteert, dafür gibt es recht viele Baustellen – sowohl an neuen Straßen als auch an neuen Häusern. Albanien bereitet sich ohne Zweifel auf mehr Tourismus in den nächsten Jahren vor. Was uns noch auffiel waren die wenigen Verkehrsschilder. Wenn auf der Bundesstraße ein Bagger steht, der 2/3 so breit ist wie die Straße, genügt je ein rot/weißer Hut davor und dahinter. Die Leute können einfach besser Auto fahren als wir in Deutschland ;-)
Die Fähre war nicht mehr als eine Platte, auf die höchstens 2 Autos und ein paar Fußgänger passen. Diese wird mit Seilen hin- und hergezogen. Die Überfahrt dauert nicht mehr als 5 Minuten, kostete uns aber stolze 14 Euro!
Als wir auf der anderen Seite ankamen, wimmelte es dort von Menschen, Autos und Reisebussen. Wo waren wir da gelandet? Im Nationalpark Butrint mit den Ausgrabungen der alten Hafenstadt Butrint. Wie es im Prospekt stolz vermerkt ist, repräsentiert die antike Stadt eines der meistbesuchten kulturellen Touristenziele des Landes. Da wir direkt dort angekommen waren, parkten wir die Berta und reihten uns in die Schlange vor dem Kassenhäuschen ein. Es wäre schon schön gewesen, wenn sich da nicht Menschenmassen durch die Anlage gedrängt hätten. Es gab Reisegruppen in allen Sprachen, vor dem antiken Theater konnte man sie kaum voneinander trennen und die Gruppen ohne Knopf im Ohr hatten Mühe, ihren Führer zu verstehen. Wir machten zuerst noch einen Versuch, bei einer deutschen Gruppe mitzuhören, gaben das Unterfangen aber bald wieder auf und gingen auf eigene Faust weiter.
Außer dem antiken Theater aus dem 3. Jh. n.Chr. gibt es dort noch ein römisches Thermalbad, ein römisches Forum, das Gymnasium, eine Taufkapelle, eine große Basilika, verschiedene Stadttore und eine venezianische Burg, in der heute das kleine Museum untergebracht ist.
Die Taufkapelle und die Basilika verfügen über einen großartigen Mosaikboden, der aber mit Sand zugeschüttet ist, um ihn vor Regen, Licht und den Besuchern zu schonen. Nur ab und zu wird er freigelegt und kann dann für kurze Zeit besichtigt werden. Bei unserem Besuch war das leider nicht der Fall.
Wir hielten uns gute 2 Stunden in der Anlage auf. Xenia war danach ziemlich genervt von den vielen Leuten und war froh, als wir um 12 Uhr albanischer Zeit (in Griechenland war es jetzt 13 Uhr) Butrint wieder verließen.
Auf einem Hügel nach Butrint war ein Parkplatz mit Aussicht, darauf stellten wir uns und aßen eine halbe Wassermelone, die wir noch übrig hatten. Xenia ging es nicht so gut, sie hatte kein Wasser dabei gehabt und ihr Kreislauf machte etwas schlapp. Nach ein paar Minuten hinliegen, einem halben Liter Wasser und der Melone ging es aber wieder besser und wir fuhren weiter nach Ksamil.
Unsere Erwartungen, was die Stadtstrände betraf, erfüllten sich voll. Wir fanden in der Stadt einen Platz, wo wir die Berta abstellen konnten, holten uns an einem Geldautomaten ein paar LEK und gingen zu Fuß vor ans Meer. Dort gibt es ein Hotel und ein Restaurant am anderen. Jedes hat ein Stück Strand für sich gepachtet und mit Sonnenliegen und -schirmen ausgestattet. Das Meer war wirklich sehr schön, türkisfarben und klar, dazu ein weißer Sandstrand, der aber ganz mit Sonnenschirmen und Liegen zugepflastert war. Davor lagen noch einige Boote im Wasser. Es war für uns alles andere als attraktiv, auch wenn jetzt in der Nebensaison nur etwa 20% der Liegen belegt waren. Wie mag es da im Sommer zugehen??
Die meisten Häuser sind neu oder sehr gut gepflegt, schöner Garten und frisch gestrichen. Aber es gibt auch viele Baustellen. An der Küstenstraße entlang werden sehr viele neue Hotels gebaut. Da wird der Platz am Strand pro Person immer kleiner.
Fast vor jedem Restaurant war ein Geldautomat, um die Gäste mit der entsprechenden Menge LEK zu versorgen.
Die Strände waren fest in der Hand von Hotels und Restaurants. Am Strand sahen wir eine Influencer-Schaukel.
Bei einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Strand erlebten wir, wie die verschiedenen Kulturen hier im Land aufeinander treffen. Der Hirte, der seine Ziegen am Rand des Parkplatzes hütet, und die Touris, die mit fetten Wohnmobilen kommen und nette Fotos machen.
Wir fuhren weiter in die Berge zur Karstquelle Syri i Kaltër (Blaues Auge), der wasserreichsten Quelle des Landes. Das Wasser kommt hier mit hohem Druck aus einem Quelltopf, dessen genaue Tiefe noch nicht erkundet werden konnte. (Ist aber sehr klein, wenn man den Blautopf kennt.) Vor dem Hintergrund des hellen Kalksteins hat das Wasser im Sonnenlicht eine tiefblaue Farbe, die ihr auch den Namen verleiht. Das Wasser fließt in die Bistrica ab, die kurz nach der Quelle zur Energiegewinnung gestaut und so zu einem Bergsee wird. Um den Stausee kann man herumwandern, was wir auch gemacht haben.
Es wurde extra ein großer Parkplatz angelegt, der natürlich Geld kostet. Wir haben 400 LEK (4 Euro) bezahlt. Auch der Zugang zum See und zur Quelle kostet, allerdings gerade einmal 50 LEK pro Person. Die albanische Währung lässt sich leicht umrechnen. 1 LEK entspricht ziemlich genau 1 Cent.
Das Bummelbähnchen, das von hier zur Quelle fährt, haben wir nicht genommen, sondern sind auf der Straße marschiert. Im Sonnenschein war es ziemlich warm und wir kamen ins Schwitzen. An der Quelle schauten wir, wie die anderen Touris auch, ins blaue Wasser. Wir fanden, dass der Blaubeurer Blautopf sich mit dem Blue Eye wohl messen kann. Für den Rückweg nahmen wir einen Wanderweg auf der anderen Seite des Sees, der angenehm schattig im Wald verlief, aber ordentlich bergauf und bergab ging. So kamen wir immerhin auf 70 Höhenmeter.
Zurück an der Berta machten wir uns einen kalten Milchkaffee und aßen die restlichen Donuts und Rosinenschnecke dazu.
Um 17 Uhr fuhren wir weiter nach Gjirokastër, wo wir morgen eine Wanderung durch die Altstadt, auf die Festung und zur Ali Pasha Stone Bridge machen wollen. Wir stellten uns auf einen Parkplatz kurz nach der Altstadt, der bewachte Wohnmobilstellplätze anbietet. Es waren aber auch einige Busse da und wir hoffen, dass sich unser Athen-Parkerlebnis nicht wiederholt. Um das Wifi nutzen zu können, parkten wir relativ weit vorne an der vielbefahrenen Straße.
Es gab noch ein Schnitzel mit Kartoffeln und Salat, dann ging der Tag mit PC-Aktivitäten zu Ende.
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