Berta-Griechenland25-Tag46


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Sonntag, 11.05.2025 – Radtour durch die Lagune von Koronisia, Fahrt zum Monument “Tanz von Zalongo”

Von Koronisia bis unterhalb von “Tanz von Zalongo”, 63 km / Radtour 50 km

Wetter: sonnig mit Wolken, 20 bis 22 Grad, nachmittags sehr windig

Wir hatten eine ruhige Nacht ohne Störungen. Es war heute deutlich kühler als gestern, aber ziemlich schwül und dadurch in der Sonne immer noch sehr warm. Wir standen mit anderen Wohnmobilen auf einem großen Parkplatz, mitten in der Lagune.

Am Vormittag war es total windstill, im Tagesverlauf kam ein Wind auf, der immer mehr zunahm. Als wir um 9:30 Uhr zu unserer Rad-Erkundungstour durch das Natur- und Vogelschutzgebiet der Lagunen um Koronisia starteten, war das Meer so glatt, dass sich die Wolken am Himmel darin spiegelten.

Wir hatten unsere Fahrradakkus am Tag zuvor auf der Fahrt geladen, aber für Xenias Akku hatte es nur für 80% gereicht. Da hier aber fast alles eben ist, hat das für unsere Tour gut ausgereicht.

Wir radelten die einzige Zufahrtsstraße nach Koronisia zurück, kamen über das Inselchen “Park von Salaora” und verließen die Autostraße kurz vor Paleoskamia. Bei Vigla bogen wir auf einen Schotterweg entlang der Küste ab. Wir sahen ein paar Wasservögel (v.a. Löffler und Kormorane), aber leider keine Pelikane oder Flamingos. Dafür kamen wir an einer Brackwassergumpe vorbei, wo es eine Menge Schildkröten gab. Als wir uns dem Tümpel näherten, flohen sie aber leider vor uns ins dunkle Wasser und wir konnten nur hier und da ein Bein oder einen Kopf aus dem Wasser ragen sehen.

Wir radelten bis zu einer kleinen Höhle und kehrten dann wieder um. Die Höhle war wohl einmal erschlossen worden, ist aber inzwischen ein 'Lost Place'.

Vor einem kleinen Kloster machten wir Mittagsrast und aßen ein paar Vesperbrote.

Zurück ging es bis zum “Park of Salaora”, dort bogen wir auf einen geschotterten Lagunendammweg ab und fuhren diesen ein paar Kilometer. Es war eine sehr schöne Strecke, aber dann doch immer das Gleiche, weshalb wir den Weg nur etwa zur Hälfte radelten und dann wieder umkehrten.

Im Hafen von Salaora machten wir eine Pause und tranken einen sehr guten Frappé auf der Terrasse eines Restaurants. Inzwischen windete es kräftig, was uns aber nicht viel ausmachte, da wir ziemlich erhitzt von unserer Tour waren.

Recht verschwitzt kamen wir gegen 15 Uhr wieder an der Berta an. Udo ging gleich duschen, Xenia machte noch einen Abstecher ins Meer. Wenn man es schon vor der Haustüre hat, kann man es auch nutzen. Es war eine willkommene Erfrischung, allerdings ist das Meer hier nicht so sauber und klar, wie wir das bisher gewohnt waren. Nach dem Meerbaden war es auch für Xenia schön, in der Berta warm duschen zu können.

Wir machten uns einen Kaffee und aßen die übrigen Donuts. Danach räumte Udo die Räder wieder ein und Xenia machte in der Berta klar Schiff.

Nun war es 16:30 Uhr geworden und wir entschieden uns zur Weiterfahrt in die Berge, etwas nördlich von Preveza, zum großen Denkmal “Tanz von Zalongo” auf einem hohen Felsen des Berges Zalongo mit einer traurigen Geschichte:

Bis zum Jahre 1803 wehrten sich einige Dörfer in der Region Epirus gegen die Eroberung durch das osmanische Heer. Die Not wurde aber immer größer und so entschloss man sich, mit dem türkischen Heerführer Ali Pascha ein Friedensabkommen einzugehen. Dieses wurde allerdings nicht eingehalten und statt freiem Geleit gerieten die Bergbewohner in einen Hinterhalt. Als die Frauen sahen, wie ihre Männer gefangen genommen und gefoltert wurden, nahmen sie ihre Kinder und sprangen singend und tanzend die Schlucht hinunter in den Tod, um so der türkischen Gefangenschaft zu entgehen. Auf dem Berg Zalongo wurde zu Ehren der Frauen und Kinder das riesige Monument „Tanz des Zalongo“ errichtet, das noch heute als Zeichen des griechischen Widerstandes gilt.

Zum riesigen Denkmal geht ein Weg mit über 400 Stufen steil den Felsen hinauf. Der Weg startet hinter dem von Nonnen bewohnte Kloster Agios Dimitrios. Bis kurz vor dieses Kloster fuhren wir und stellten die Berta auf einer kleinen Wiese ab. Es gab hier zwar keine Aussicht, aber es war ja schon Abend (17:45 Uhr) und wir hatten einen ebenen Platz zum Übernachten.

Udo war sehr müde und machte ein kleines Schläfle. Xenia ging zum Kloster und erkundete die Lage. Sie sprach mit einer sehr freundlichen Nonne, die ihr sagte, dass wir leider nicht auf dem Klosterparkplatz übernachten dürfen, aber dass das Tor morgen um 9 Uhr wieder für Gäste geöffnet wird.

So blieben wir auf unserer Wiese und machten Abendessen: Putenschnitzel mit Bratkartoffeln und gemischtem Salat. Als wir gerade fertig waren, rief Eva an. Anschließend aßen wir noch einen Fruchtjoghurt und dann wurde es auch schon bald dunkel.


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