Berta-Griechenland25-Tag44


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Freitag, 09.05.2025 – Strände an der Westküste Lefkas: Porto Katsiki, Egkremni Strand, Gialos Strand, Abendessen und Übernachten bei der Taverna Avra

Vom Leuchtturm von Lefkas bis zur Taverna Avra auf Lefkas – 65 km / Radtour 40 km, 1000 hm

Wetter: sonnig, ein paar Wolken, abends etwas Regen. 26 bis 28 Grad

Wir hatten eine ruhige Nacht und der von der Wetterapp angekündigte Regen am Morgen blieb aus. Es waren Wolken aufgezogen, aber noch während des Frühstücks machte sich der Himmel immer mehr auf.

Unser heutiger Frühstücksausblick

Und schnell noch zwei Bilder für den Vergleich 1984 und heute gemacht.

Wir staunten nicht schlecht, als während des Frühstücks ein kleiner Transporter neben uns in die Schotterstraße einbog und die Böschung hinunterfuhr. Kurze Zeit später kam ein dicker LKW von unten herauf. Dem hätten wir nicht auf der Straße begegnen wollen! Etwas später kam auch der Transporter wieder, hielt neben uns an und wir befürchteten schon Ärger. Aber der Fahrer begrüßte uns nur ganz freundlich, hieß uns in Griechenland herzlich willkommen und ging dann ein Stück abseits um zu telefonieren.

Wir machten zügig fertig und fuhren zuerst 45 Minuten die Straße zurück bis zu der Stelle in Vlycho, an der wir gestern Wasser getankt hatten. Wir hatten zuvor noch einmal den Boden in der Berta nach Udos Brille gründlich abgesucht, aber Fehlanzeige. So blieb nur noch die Hoffnung, dass sie ihm beim Wassertanken aus der Brusttasche gefallen war und dass wir sie dort wiederfinden.

Die Fahrt war zwar ärgerlich, aber wenigstens sehr schön, an der Ostküste Lefkas entlang. Um 10 Uhr waren wir an der Wasserstelle – und tatsächlich! Die Brille lag dort am Straßenrand im Gras. Wie waren wir da froh und dankbar! Nicht nur wegen den Kosten, die mit einer neuen Brille auf uns zugekommen wären, sondern auch, weil Udo die Brille zum Lesen dringend benötigt und er keine gute Ersatzbrille dabei hatte.

Sehr erleichtert fuhren wir einen großen Teil der Strecke wieder zurück und bogen dann in die Straße ein, die an der Westküste Lefkas entlangführt. Von dieser Straße zweigen an verschiedenen Stellen steile Abfahrten zu den schönen Stränden ab. Vor der ersten Abzweigung gibt es einen Aussichtsparkplatz mit Schatten und Xenia hatte die Idee, die Berta dort stehen zu lassen und von hier aus mit den Rädern zu den Stränden zu fahren. Das ersparte uns die schmalen Zufahrten mit dem Wohnmobil und die Parkplatzsuche am Ende. Die 300 Höhenmeter, die auf diesen Wegen anfielen, waren mit den E-Bikes gut zu bewältigen.

Xenia schmierte Vesperwecken, Udo packte die Räder aus und los ging es zum ersten Strand, dem berühmten Port Katsiki. Dort waren wir 1984 schon gewesen, aber damals gab es noch keine Fahrstraße bis fast zum Strand. Heute kann man unten parken, was aber 10 Euros Parkgebühren kostet. Dafür muss man nur die letzten Meter über Treppenstufen hinunter zum Strand gehen. Früher gingen die Stufen bis ganz nach oben zur Straße. Der Strand ist von steilen Klippen umgeben und durch diese besonders schöne Lage, den weißen Sandstrand und das türkisfarbene Wasser ist er unter den Top-10-Stränden der Welt gelistet. Wir waren froh, noch in der Nebensaison hier zu sein. Im Sommer tümmeln sich hier sicher Hunderte von Menschen.

Im Unterschied zu früher waren jetzt alle Wege geteert und überall gab es neue Villen mit bestem Ausblick zum Meer, teilweise mit eigenem Pool. Der Tavernenwirt meinte, dies sei alles mit ausländischem Kapital (China, Saudiarabien, etc.) finanziert. Die Investoren haben sich hier die schönsten Plätze gesichert.

Als wir am Strand ankamen, lag gerade ein Ausflugsboot vor Anker und dessen Passagiere bevölkerten den Strand. Wir wählten uns einen Schattenplatz unter den Klippen, aßen die Laugenwecken und schauten den Badegästen um uns herum zu. Als das große Schiff mit seinen Passieren den Strand verlassen hatte, wurde es deutlich ruhiger und wir nahmen ein Bad im türkisfarbenen Meer. Das war wirklich etwas Besonderes und sehr schön! Zuerst gingen wir barfuß, dann holten wir aber doch noch die Wasserschuhe. Mit ihnen kann man problemlos über jeden Untergrund gehen, ohne aufpassen zu müssen, wohin man tritt.

Das Unangenehmste war das Umziehen nach dem Bad im Sand, weil alles salzig war und der Sand an uns klebte. Aber wir meisterten auch diese Herausforderung und radelten wieder den Berg hinauf zur Berta. Dort angekommen, machten wir eine Pause. Es gab einen kalten Frappé, den wir auf unseren Campingstühlen mit einer super Aussicht über das Meer genossen.

Dann wurden die Stühle wieder eingepackt und wir radelten in die andere Richtung, zuerst noch vorbei an der Abfahrt zum Egkremni Strand, zum Gialos Strand. Diesen langen Strand kann man über eine steile Serpentinenstraße direkt anfahren. Es waren nur ganz wenige Leute dort, vorne am Strand und im Wasser waren wir sogar ganz allein. Es wehte allerdings ein ziemlicher Wind und das Meer war deutlich unruhiger als am Strand zuvor.

Während wir im Meer schwammen, landete ein Paraglider am Strand. Ein Mann mit einer Trillerpfeife half ihm beim Landeanflug und wies ihn mit der Trillerpfeife und heftigem Gestikulieren ein. Wir hatten den Paraglider zuerst nicht bemerkt, aber sehr wohl den schrill pfeifenden Einweiser und dachten, er sei so eine Art Bademeister und wolle uns aus dem Meer vertreiben. So gingen wir aus dem Wasser und das gerade in dem Moment, als auch der Paraglider landete.

Wir radelten die Serpentinen wieder hinauf. Oben angekommen und auf dem Rückweg zur Berta kamen wir an einer Taverne vorbei, die ein großes Schild “Free Parking” aufgehängt hatte. Der freie Parkplatz war eine große Wiese mit Olivenbäumen, auf der man umsonst übernachten durfte, wenn man in der Taverne aß. Zwei weitere Wohnmobile waren schon dort.

Nach der Taverne kam die Abzweigung hinunter zum Egkremni Strand und Udo beschloss, dass er da auch noch hinunterfahren möchte. Xenia hätte das nicht mehr gebraucht, aber sie fuhr mit. Nach einer langen Abfahrt, bei der man den letzten Kilometer nicht mehr mit dem Auto, aber noch mit den Rädern fahren durfte, kamen wir an eine Treppe mit mehr als 300 Stufen, die hinunter zum Strand führte. Auch dieser Strand liegt in einer Felsenbucht, aber er ist größer und nicht so schön wie Porto Katsiki. Wir haben ihn uns nur von oben angeschaut und sind dann wieder hinaufgeradelt, vorbei an einigen Strandbesuchern, die ziemlich geschafft auf dem Weg zu ihren Autos waren.

Nun ging es aber zurück zur Berta. Während der letzten halben Stunde hatte der Himmel immer mehr zugemacht und kurz bevor wir bei der Berta waren, fing es tatsächlich zu tröpfeln an. Udo konnte die Räder gerade noch einpacken, bevor der Regen losging. Er dauerte nicht lange, aber zum Nasswerden hätte es gereicht.

Wir heizten unser Duschwasser, hängten alle nassen Sachen auf und fuhren zu der Taverne mit dem freien Parkplatz. Dort duschten wir und gingen anschließend zur überdachten Außenterrasse der Taverne mit schönem Ausblick. Das Essen war sehr gut - das beste, das wir bisher in Griechenland gegessen hatten. Der Wirt, der die Gäste bediente, war ein Witzbold. Er kam mit einer Faschingsmaske, einer Perücke oder einer Spielzeugpistole und machte seine Späßchen. Wir wählten einmal Zucchinibällchen, einen gegrillten Feta, eine Portion Gyros mit Pommes und Fladenbrot und teilten die Speisen. Udo trank hinterher noch einen griechischen Kaffee. Cappuccino gab es keinen. Als wir fertig waren, waren wir gut satt und mit der Rechnung von 36 Euro (inkl. 2 Cola und 1 Sprite) absolut zufrieden.

Jetzt waren wir nur noch müde und zogen uns in die Berta zurück. Es wurde dunkel und begann wieder zu regnen, aber das machte uns jetzt nichts mehr aus.


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