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Mittwoch, 07.05.2025 – Good Bye Peloponnes (Rio-Andirrio-Brücke), Lagunen von Mesolongi (Salzmuseum und Baden), Fahrt nach Astakos
Vom Camperstop En Plo bis Astakos – 138 km
Wetter: Sonnig, 24 bis 28 Grad
Nach der gestrigen Anstrengung machten wir uns heute einen ruhigeren Tag. Unser Strand war ein reiner Kiesstrand, der sich am Morgen sehr stimmungsvoll zeigte.
Vor der Weiterfahrt leerten wir noch das WC und ließen das Grauwasser ab. Frischwasser füllten wir hier nicht nach, es schmeckte nicht gut (sehr eisenhaltig) und wir hatten den Tank noch zur Hälfte voll.
Wir machten dann noch ein paar Bilder vom 'Parkplatz' (keine Campingplatz, nach griechischem Recht), dann hieß es Abschied nehmen vom Peloponnes ):
Bei schönstem Sommerwetter ging es los in Richtung Patras. Wir wollten zuerst Landstraße fahren, um die Autobahnmaut zu sparen, gaben dieses Vorhaben aber schnell auf. Die Verbindungsstraße war Baustelle und die anderen Straßen waren so klein und in schlechtem Zustand, dass wir froh waren, als wir die Autobahn erreichten und zügig, ohne Geschepper und Geklapper, vorankamen.
Zur teuren Rio-Andirrio-Brücke gab es sowieso keine Alternative und als wir über sie fuhren, war uns schon etwas weh ums Herz. Jetzt gab es keinen Zweifel mehr: Wir waren auf dem Heimweg.
Unser erstes Ziel auf dem Festland war die Lagunenlandschaft von Mesolongi. Dort leben neben vielen Fischen auch besondere Vögel wie Pelikane oder Flamingos. Außer ein paar Reihern haben wir aber mit bloßem Auge keine Tiere in der Wasserlandschaft gesehen.
Wir fuhren an Mesolongi vorbei und auf einem schmalen Steg vor auf die Landzunge von Tourlida. Dort gibt es ein sehr schön gemachtes kleines Salzmuseum bei einer stillgelegten Saline. Wir kamen um 13 Uhr auf einem Parkplatz vor der Zufahrt zum Museum an, der direkt an einem Sandstrand liegt. Während wir noch überlegten, ob wir dort bleiben und die schmale Straße zum Museum zu Fuß gehen, überholten uns zwei Busse. Damit waren zwei Dinge klar: Die Straße ist auch für größere Fahrzeuge befahrbar und wir warten noch mit unserem Museumsbesuch, bis die zwei Busse wieder zurückkommen.
So gab es erst einmal ein Vesper und anschließend einen Mittagschlaf. Um 14:15 fuhren die Busse wieder an uns vorbei und wir starteten zum Museum. Wir hatten nicht allzuviel erwartet und wurden sehr positiv überrascht. Es gab einen Audioguide auf Deutsch und die Ausstellung war sehr liebevoll gestaltet und erklärt. Es war uns gar nicht bewusst gewesen, dass Mesolongi eine Salzstadt ist. Auch heute wird hier noch Salz “geerntet”, wie es in der Erklärung hieß, allerdings an einer anderen Stelle westlich der Stadt.
Nach diesem erfreulichen Museumsbesuch war Baden angesagt. Wir fuhren wieder vor an den Strandparkplatz, stellten die Berta ab und sprangen ins Meer. Das Wasser war hier zwar nicht so klar, wie wir das bisher gewohnt waren, aber immer noch sauber und eine willkommene Erfrischung. Udo gönnte sich nach einer Pause im Strandstuhl sogar noch einen zweiten Meergang, Xenia hatte mit einem genug. Positiv war auch die Stranddusche, die wir gerne in Anspruch nahmen und so unser Bertawasser zum Abduschen des Salzes sparen konnten.
Jetzt war es schon 17 Uhr geworden – wie doch die Zeit vergeht! Wir überlegten, wo wir die Nacht verbringen. Der Parkplatz am Strand wäre genial gewesen, aber er liegt in einem Nationalpark, wo das Übernachtungsverbot in der Regel besonders streng überwacht und ein Verstoß teuer geahndet wird. Während wir badeten fuhr die Polizei schon an uns vorbei, aber normales Parken ist erlaubt und sie wollte nichts von uns. Wir wollten es nicht darauf ankommen lassen und suchten uns einen Nachtplatz bei Astakos aus. Sollten wir auf der einstündigen Fahrt dorthin noch etwas anderes finden, könnten wir ja dort anhalten.
Zuerst hielten wir aber bei einem Lidl, der direkt am Weg lag, und kauften noch ein paar Getränke, Donuts, Laugenwecken, Fleischsalat (den ersten, den wir in Griechenland sahen) und salziges Blätterteiggebäck fürs Abendessen. Alles andere hatten wir noch ausreichend im Vorrat.
Die Fahrt nach Astakos war sehr schön – zuerst durch ebenes fruchtbares Land, dann über einen kleinen Berg an die Westküste. Einen schönen Übernachtungsplatz fanden wir unterwegs nicht, daher steuerten wir den ausgesuchten an. Dieser erwies sich als sehr gute Wahl, zwar sehr steil zum Anfahren, aber dafür direkt oberhalb des Meeres. Ein Camper war schon da (Instagram:Mirandasjourneys), wir gesellten uns dazu und genossen die Ruhe, das leise Geplätscher der Wellen und den schönen Ausblick aufs Meer beim Abendessen.
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