Berta-Griechenland25-Tag39


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Sonntag, 04.05.2025 – Loudra Kullini Schwefelquellen und römisches Amphitheater, Fränkische Burg Chlemoutsi Castle, Nachtplatz an der Küste bei einem Restaurant

Von Olympia bis Melonada - 107 km

Wetter: sonnig, 22 bis 28 Grad

Die Nacht auf dem Campingplatz in Olympia war okay, allerdings war es um 7 Uhr vorbei mit der Ruhe. Zwei große Wohnmobile aus unserer Nachbarschaft starteten und ließen zuvor ihre Motoren laufen. Im Wohnmobil neben uns heulte ein Baby und der Vater trug es ums Auto herum. So wären wir eigentlich zeitig dran gewesen, aber bis wir dann endlich losfuhren, war es 11 Uhr. Die Zeit bis dahin brauchten wir für Recherchen, wie wir weiterfahren und was wir noch auf dem Peleponnes besuchen wollten. Wir schmiedeten verschiedene Pläne und suchten allerhand Routen heraus, die wir dann wieder verwarfen ... und dann mussten wir noch auschecken, bezahlen und Wasser tanken.

Nach viel Hin und Her fuhren wir schließlich in Richtung Küste zu den römischen Schwefelquellen bei Kullini. Im Reiseführer hatte Xenia gelesen, dass sich dort Leute mit schwefligem Moor einschmieren, was sehr gut für die Haut und rheumatische Erkrankungen sein soll.

Als wir um 12 Uhr dort ankamen, waren außer uns noch vier weitere Touristen da, die sich die römischen Bäder ansahen. Es roch leicht schweflig, aber lange nicht so stark, wie wir das erwartet hatten. Von Schlamm sahen wir zuerst nichts, nur einen kleinen Fluss und ein paar künstlich angelegte Becken, in die handwarmes leicht schwefliges Wasser geleitet wurde. Gebadet hat hier niemand.

Ende des 19. Jahrhunderts wollte man die Quellen kommerziell nutzen und baute Erholungsgebäude und einen schönen Park. Übriggeblieben ist ein Lost Place.

Wir schauten uns das Ganze an und besuchten anschließend noch ein sehr gut erhaltenes römisches Amphitheater, das sich hinter den Quellen befindet.

Auf dem Rückweg begegnete uns eine Gruppe von Touristen, die sich irgendwo E-Bikes ausgeliehen hatten und diese einfach mitten in den Weg stellten bzw. legten und zum Theater marschierten.

Irgendwann fanden wir auch ein Schlammloch, aber ohne Badegast.

So langsam bekamen wir Hunger und so fuhren wir vor an die Küste nach Arkoudi, drehten eine Runde durch die Innenstadt und zum Strand und aßen in einem kleinen Restaurant zu Mittag. Neu war heute die Vorspeise: gebackener Fetakäse mit Honig und Sesam. Das war sehr lecker!

Um 14 Uhr waren wir wieder in der Berta und steuerten das nächste Ziel an: die fränkische Burgfestung von Chlemoutsi, eine der größten und besterhaltenen Burgen Griechenlands. Die Anfahrt gestaltete sich allerdings wieder einmal schwierig, da die Straße auf den letzten 500 Metern nicht nur sehr steil, sondern auch so schmal wurde, dass wir keine Lust hatten, sie zu fahren. Gegenverkehr wäre definitiv keiner durchgekommen. So stellten wir die Berta etwas weiter unten ab und stiegen die letzten Meter zu Fuß zur Burg hinauf. Oben war wohl ein Parkplatz beim Burgeingang, dort standen aber nur wenige PKWs und entsprechend waren auch nur wenige Burgbesucher da. Wir durchstreiften die Burganlage, stiegen auf die Wehrmauer und besuchten das kleine Museum.

Auf dem Rückweg haben wir noch eine schöne Kirche und eine nette Hausfassade gesehen.

Trotz wunderschönstem Wetter hielt sich unser Elan in Grenzen. Wir entschlossen uns, nicht mehr weit zu fahren und wählten einen Übernachungsplatz an der Küste bei Melonada, südlich des Strofylia Nationalparks. Dort stellte ein Restaurant kostenlose Park- und Übernachtungsplätze für Wohnmobile zur Verfügung. Sie waren direkt hinter dem Strand und man durfte die Toilette des Restaurants mitbenutzen. Wir fuhren durch eine einsame Gegend und staunten nicht schlecht, als wir am Platz ankamen und dort schon mehrere Wohnmobile standen. Wie wir später erfuhren, war der Platz gestern noch ganz voll gewesen.

Wir stellten die Berta in den Schatten, Xenia erkundete den Strand und das Restaurantgelände, Udo machte ein Schläfle. Anschließend gab es einen Frappé in der Berta und einen gemeinsamen Strandspaziergang. Über dem Meer hatte der Wind ordentlich aufgefrischt und die Wellen spülten allerhand Algenzeug ans Ufer. So war der Strand nicht mehr ganz so schön, wie er wohl vormittags noch ohne die Algen gewesen war.

Nach der Wärme des Tages wurde es jetzt merklich kühler. Xenia las noch eine dreiviertel Stunde vor der Berta, aber in langen Hosen und mit einer Jacke. Udo hatte sich gleich nach drinnen verzogen.

Zum Tagesabschluss gab es ein kleines Vesper und einen Strandbesuch zum Sonnenuntergang. Dort trafen wir auch unsere Nachbarn, ein Ehepaar Anfang 70 aus der Schweiz. Mit ihnen unterhielten wir uns sehr nett, bis die Sonne hinter der Insel Zakynthos verschwunden war und es immer kühler wurde.


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