< Fr 02.05.25 – Peristeria Wasserschlucht und Tholos Grab, Megalopoli, Karitena, Apollontempel bei Bassae, Nachtplatz kurz vor den Neda Wasserfällen | zurück | So 04.05.25 – Loudra Kullini Schwefelquellen und römisches Amphitheater, Fränkische Burg Chlemoutsi Castle, Nachtplatz an der Küste bei einem Restaurant >
Samstag 03.05.2025 – Radtour zu den Neda Wasserfällen, Olympia
Vom Platz vor den Neda Wasserfällen bis Olympia, 76 km. Radtour 15 km, 600 hm
Wetter: sonnig, 24 bis 26 Grad
Unser Nachtplatz erwies sich als genial und ruhig – ohne LKWs oder Motorräder, ohne Autos, ohne lärmende Jugendliche, ohne Türenknallen, ohne Kirchenglocken, ohne Hundegebell, sogar ohne Meeresrauschen. Nur die Vögel waren am Morgen zu hören.
Unser Nachtplatz
Die Sonne begrüßte uns nach dem Aufwachen und blieb uns den ganzen Tag treu. Während dem Frühstück planten wir eine Radtour hinunter zur Neda, um von dort aus die Neda Wasserfälle zu Fuß zu besuchen. Danach wollten wir den Fluss überqueren, auf der anderen Seite den Berg hinauf in ein kleines Dörflein und dann auf der etwas größeren Autostraße zurück zur Berta radeln. Allerdings mussten wir auch hier wieder hinunter ins Tal und wieder hinauf, sodass wir auf dieser Tour zweimal 300 hm bewältigen mussten, die es jeweils runter und wieder hoch ging.
Die Höhenmeter waren nicht das Problem, das war mit der E-Unterstützung gut machbar. Was die Tour schwierig machte war die Wegbeschaffenheit abseits der geteerten Straße. Da ging es nämlich auf sehr holprigen Wegen steil hinauf und hinunter. Besonders Xenia machten diese unbefestigten Abschnitte schwer zu schaffen und sie war froh, wenn sie diese bewältigt hatte – sowohl hinauf wie hinunter. Solche Abschnitte erfordern selbst mit Mountainbikes ein gewisses Fahrkönnen und wir mussten sie mit unseren Tourenrädern fahren.
Der erste Halt war unten am Fluss Neda. Dort ketten wir die Fahrräder zusammen und marschierten auf kleinem und schmalem Pfad, teilweise mit etwas Kletterei über Felsen, bis zu den Neda Wasserfällen. Zuerst kommt man zu dem etwas kleineren Wasserfall, der sich schon sehr schön in eine Badegumpe ergießt.
Ein Stück weiter befindet sich der große Wasserfall, an dem wir eine kleine Pause auf einer maroden Sitzbank einlegten. Wir waren ganz allein und genossen die Natur und das Rauschen des Wasserfalls.
Auf dem Rückweg begegneten wir zwei Wanderern und später noch einer Familie mit zwei kleinen Kindern, eines an der Hand des Papas, das andere in der Kraxe auf dem Rücken der Mama. Ansonsten waren wir allein.
Nun mussten die Räder über die kleine Brücke über die Neda geschoben werden, dann ging es auf der anderen Seite steil den Berg hinauf. Die Aussicht war immer wieder überwältigend, sofern man den Blick von der Straße nehmen konnte.
Wir kamen zum Dorf Platania und aßen dort in einer Taverna original griechisches Essen, das wir in den Kochtöpfen begutachten und aussuchen konnten. Zur Vorspeise gab es Tzatziki und einen griechischen Bauernsalat, dann wählte Udo Schweinefleisch und Xenia Fleischbällchen in roter Soße, dazu Pommes und zum Abschluss einen Frappé für Udo und einen Cappuccino für Xenia. Es hat uns gut geschmeckt und wir haben die Pause auf der überdachten Terrasse mit Ausblick ins Tal und in die Ferne sehr genossen.
Die Rückfahrt war nicht mehr so schwierig, da wir jetzt eine gute Straße hatten und so die Tal- und Bergfahrt gut bewältigen konnten.
Um 14:00 Uhr waren wir wieder an der Berta. Wir staunten nicht schlecht, als der Camper der kleinen Familie, der wir an den Wasserfällen begegnet waren, neben uns stand. Sie hatten unten am Fluss geparkt und waren jetzt hierher gefahren.
Nach dem Rädereinräumen und einer kleinen Mittagspause ging es weiter durch die Berge zur Küste. Das Ziel war Olympia. Auf dem Weg begegnete uns eine Schildkröte auf der Fahrbahn. Zum Glück sahen wir sie rechtzeitig und Xenia konnte sie retten (wie vor 40 Jahren), bevor ein anderes Auto sie vielleicht überfahren hätte.
Wieder vorne an der Küste hielten wir an einem verlassenen Campingplatz, wo wir unsere Campingtoilette in ein altes Klo ausleeren konnten. Es war kein schöner Platz, total verratzt und dreckig - ein echter Lost Place. Hier wohnte eine wilde Hündin mit ihren Jungen – mehrere total süße Welpen, die gerne mit uns gespielt hätten. Wir waren froh, als wir die Sache mit dem Klo erledigt hatten, und fuhren weiter.
Um 17:15 Uhr kamen wir in Olympia an und parkten in der Nähe des Museums. Da wir beide keine so rechte Lust auf Museum hatten, gingen wir zur “Archäological Site”, die man vom Museum aus über einen Botanischen Garten erreicht. Dort mussten wir allerdings eine Eintrittskarte kaufen, die auch fürs Museum galt.
Wir besichtigten wieder einmal eine Menge Steine, Säulen, die Reste von alten Häusern und Tempeln und dann natürlich auch das olympische Stadion. Manches hat uns an früher erinnert ...
1984 stiegen wir noch über die Steine. 2025 ist alles abgesperrt, es gibt angelegte Wege, Treppen und Geländer. Einiges wurde auch wieder aufgebaut und der Boden mit Kies bedeckt.
Da wir nun schon die Eintrittskarten hatten, gingen wir auch noch ins Museum.
Bei Xenia fiel dieser Besichtigung recht kurz aus, da sie einfach zu müde war. Sie ging zur Berta zurück und duschte in der Zeit, bis Udo seinen Museumsgang beendet hatte und ebenfalls zurückkehrte. Kurz davor bekam Xenia noch Besuch von der Polizei, die darauf hinwies, dass wir hier nicht stehen dürften und uns auf einen der Campingplätze schickte. Dass wir hier nicht über Nacht bleiben können, war uns schon bewusst gewesen.
Bis Udo ebenfalls geduscht hatte war es 19:30 Uhr geworden und der nächste Übernachtungsplatz, den wir in Park4Night fanden, war fast eine Stunde entfernt. Das war uns dann doch zu weit, wir wären erst im Dunkeln angekommen und waren beide müde. So entschieden wir spontan, doch auf einen der beiden Campingplätze von Olympia zu fahren. Von der Versorgung her hätte das nicht sein müssen, aber es war die einfachste und praktikabelste Lösung.
Der Platz war eng und ziemlich voll, aber wir bekamen eine Bucht, machten uns ein Vesper und einen Ingwertee zum Abendessen und waren froh, einen Sorglosplatz für die Nacht zu haben.
< Fr 02.05.25 – Peristeria Wasserschlucht und Tholos Grab, Megalopoli, Karitena, Apollontempel bei Bassae, Nachtplatz kurz vor den Neda Wasserfällen | zurück | So 04.05.25 – Loudra Kullini Schwefelquellen und römisches Amphitheater, Fränkische Burg Chlemoutsi Castle, Nachtplatz an der Küste bei einem Restaurant >




































