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Mittwoch, 30.04.2025 – Palast des Nestor, Paralia Elea Wildcamperstrand
Vom Camping Navarino zum Strand Paralia Elea – 73 km
Wetter: Sonnig, 21 bis 23 Grad
Eigentlich wollten wir heute früh loskommen, aber dann schliefen wir doch bis 8 Uhr und waren erst um 10 Uhr startklar.
Unser Standplatz auf dem Navarino Campingplatz
Bevor wir zum Wildcamperstrand Paralia Elea fuhren, machten wir einen kleinen Abstecher ins Inland zum Palast des Nestor. 1884 konnten wir noch in den Ruinen des Palastes umhergehen. Heute ist das Ganze mit einer überdachten Empore überbaut, auf der man herumlaufen und auf Tafeln lesen kann, was man unten an Räumen und Gemächern sehen kann. Das war tatsächlich interessant. Das absolute Highlight aber war: Unsere Badewanne war noch da! Udo hatte sie zuerst erspäht. An sie konnten wir uns beide noch sehr gut erinnern und im Griechenlandalbum gibt es ein Bild von ihr. Hier soll laut Ilias Homer gebadet haben und dabei von der Prinzessin umsorgt worden sein.
Wir hatten das Glück, dass eine große Schar von jungen Leuten (vielleicht Studenten oder Schüler der Oberstufe?), die in zwei Bussen angereist waren, vor dem Palastgelände saßen und einen Vortrag anhören durften - oder mussten. Jedenfalls waren sie die ganze Zeit vor dem Palast beschäftigt und wir konnten das, was vom Palast noch übrig ist, ungestört besichtigten.
Das nächste Ziel sollte der große Wildcamperplatz am kilometerlangen Sandstrand von Paralia Elea sein. Auf dem Weg dorthin kamen wir durch Filiatra, wo neben der Straße – einfach so – ein Eiffelturm steht!
Jetzt mussten wir uns noch mit einigen Lebensmitteln eindecken und fuhren zu einem Lidl auf der Strecke. Obst und Gemüse hätten wir gerne an einem kleinen Obststand gekauft, fanden unterwegs aber keinen. So besorgten wir uns eben alles, was uns fehlte, beim Lidl.
Gut aufgefüllt und ausgerüstet fuhren wir Paralia Elea an. Wir waren nicht die Ersten, aber der Strand ist so lang und es gibt hinter den Dünen so viele Möglichkeiten, einen Camper hinzustellen, dass wir tatsächlich die Qual der Wahl hatten. Wir entschieden uns für einen Platz bei einem Baum relativ in der Mitte, der uns sowohl Schatten als auch Sonnenschein bot. Die Temperatur war heute immer noch so, dass man die Sonne gut vertragen konnte. Allerdings kann das auch zu viel werden und man ist wieder froh um den Schatten.
Strand von den einen Bergen bis zu den anderen Bergen
Inzwischen war es schon 15 Uhr geworden und so machten wir uns zuerst einen Kaffee mit den Leckereien vom Lidl-Bäcker. Diese schmecken uns tatsächlich besser als das pappsüße Gebäck, die die Bäckereien hier so anbieten. Auch das Brot und die Wecken vom Lidl sind nach unserem Geschmack besser als die von den meisten griechischen Bäckereien.
Nach dem Essen gingen wir vor ans Meer und staunten nicht schlecht, als wir dort zwei Schildkröten ganz in Strandnähe beobachten konnten. Man sah immer wieder einen Kopf oder ein Bein aus dem Wasser kommen. An Land haben wir leider keine Schildkröten gesehen.
Wieder zurück an der Berta verbrachten wir den Rest des Tages mit Lesen, Schlafen, Faulenzen und um 17:30 Uhr noch mit einem schönen Strandspaziergang. Wir gingen eine halbe Stunde in eine Richtung und begegneten gerade einmal 4 Personen. Zurück nahmen wir einen Weg hinter den Dünen durchs Wildcampergebiet und schauten uns die verschiedenen Fahrzeuge an, die hier standen. Auffallend ist, dass es hier bis auf ein paar Pferdeäpfel, denen man ab und zu begegnet, sehr sauber ist. Ganz anders als leider an vielen anderen griechischen Orten. Das Wildcampen wird an diesem Strand ganzjährig geduldet und wie uns ein Pärchen erzählte, überwintern hier im Winter manchmal hunderte von Campern.
Nun war es Zeit, etwas zum Abendessen zu machen und Xenia kochte Putengeschnetzeltes mit Pilzen, Spätzle und einem gemischten Salat. Es hat uns sehr gut geschmeckt.
Zum Essen hatten wir einen Gast, der aber später wieder 'Leine zog'.
Wir waren gerade noch rechtzeitig mit Essen fertig, um zum Sonnenuntergang ans Meer vorzugehen. Wenn die Sonne ins Meer abtaucht und den Himmel dabei orangerot färbt, ist das doch immer wieder ein besonderes Schauspiel.
Jetzt mussten wir noch abspülen, dann war es auch schon dunkel und ein weiterer Urlaubstag Geschichte.
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