Berta-Griechenland25-Tag32


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Sonntag, 27.04.2025 – Koroni, Methoni, über Pylos zum Parkplatz vor den Polylimnio Wasserfällen

Von Agios Andreas bis zum Parkplatz vor den Polylimnio Wasserfällen - 84 km

Wetter: sonnig, nachmittags mit Wolken, abends Regen – 19 bis 22 Grad, abends 13 Grad

Jetzt sind wir tatsächlich schon einen Monat unterwegs – und haben schon viel erlebt in dieser Zeit!

Unser Standplatz am Hafen erwies sich leider als ziemlich laut, zumindest in der ersten Nachthälfte. Bis nach Mitternacht drehte ein Jugendlicher mit einem Motorrad ohne Auspuff Runden durch den Hafen. Seine Strecke führte leider direkt an unserer Berta vorbei. Nicht weit von uns entfernt traf sich dann auch noch eine Gruppe von Jugendlichen, die das lachend kommentierte. Als diese dann endlich alle nach Hause gegangen waren, konnten wir ungestört schlafen.

Das war unser Frühstücksausblick:

Heute war “Burgentag”. Das erste Ziel war Koroni, ein kleines Fischerstädtchen mit kleinen Gassen, einer schönen Hafenpromenade und einer Burg. Wohnmobile dürfen nicht in die Stadt hineinfahren. Vor dem Verbotsschild dürfen sie, wie andere Autos auch, am Straßenrand auf den markierten Plätzen parken. Da aber meistens mehr Parkwillige als Parkplätze vorhanden sind und es außer dem Campingplatz wenig Alternativen für Wohnmobile gibt, war unser Plan, möglichst schon vor dem Ansturm auf Koroni einen der begehrten Straßenparkplätze zu ergattern. So beeilten wir uns, kamen um 9 Uhr los, waren um 9:15 Uhr vor Koroni und konnten uns einen schönen Platz für die Berta aussuchen.

Das Städtchen hat wirklich Charme, mit süßen Balkonen und einer schön gerichteten Hauptstraße. Am Hafen überwiegen die Restaurants und diese machen gute Geschäfte. Wir gingen zuerst die “Hauptstraße” entlang, die nicht mehr als ein schmales Sträßchen ist, und stiegen dann vom Strand hinauf zur Burg. Das kleine Wegchen, das wir dafür nehmen mussten, war kaum zu erkennen.

Oben machten wir eine Runde durch die Oberstadt und die Burg und kehrten dann zur Hafenpromenade zurück. Dort tranken wir einen Cappuccino und Udo aß dazu einen griechischen Joghurt mit Obst und Honig. Das Sitzen im Café war schön und wir konnten die Toilette benutzen. Wer mobil unterwegs ist, weiß so etwas zu schätzen!

Auf dem Rückweg zur Berta kauften wir auf dem Markt ein paar Erdbeeren und Bananen und bei einem Bäcker ein paar süße Teilchen. Die Erdbeeren zuckerten wir noch ein, bevor wir nach Methoni weiterfuhren.

Nach wenigen Kilometern kamen wir direkt an einem schönen Sandstrand vorbei. Diese Badegelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen und hatten den Strand fast für uns allein. Er war sogar mit einer kleinen Umkleidekabine und mit einer funktionierenden Dusche ausgestattet.

Das Wasser war zwar kalt, aber sehr klar. Wir konnten auch ohne Taucherbrille bis auf den Grund schauen kann. Wir vergnügten uns eine Zeitlang in den Fluten, nutzten dann die Dusche und waren erfrischt und sauber zum Mittagsvesper in der Berta.

Um 14:45 Uhr fuhren wir weiter. Wir umrundeten den Peloponnes-Finger und kamen so nach Methoni. Von der dortigen Burg haben wir noch einige Bilder von 1984, die wir jetzt versuchten nachzustellen. An vieles konnten wir uns erinnern, an manches aber auch nicht. Wir gingen bis ganz vor zum Wehrturm und dann kreuz und quer durch die Festungsanlage. Über dem Meer schien die Sonne, doch über dem Land braute sich Regen zusammen. Gerade, als wir die Burganlage betreten hatten, fing es zu tröpfeln an. Es dauerte aber zum Glück nicht lange, dann schien die Sonne wieder und der Nieselregen war vorbei.

Mehr Vergleiche zwischen 84 und heute auf der Seite "Gesamtes Urlaubstagebuch 1984"

Um 16:30 Uhr waren wir wieder an der Berta und überlegten, wo wir die Nacht verbringen wollten. In Koroni galt ein generelles Übernachtungsverbot für Camper, daher fuhren wir ein paar Kilometer weiter zur dritten Burg, der Burg in Pylon. Dort kann man laut einem Reisebericht auf dem Burgparkplatz über Nacht stehen. Vom Hafen bzw. Strand jage einen am Abend die Polizei fort. Das kannten wir ja schon ... und fuhren zum Burgparkplatz. Aber – o nein! – auch hier stand ein Schild mit Parkverbot für Camper. Was jetzt? Laut Park4Night gibt es hier sonst nur Tagesparkplätze.

Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns, ein Stück auf der N82 ins Landesinnere zu unserem nächsten Highlight, den Polylimnio Wasserfällen, zu fahren. Morgen war im ganzen Land schönes Wetter vorhergesagt, da passte eine Wanderung sehr gut. Heute jedoch sollte es noch regnen. Es hatte in Pylon begonnen und der Regen begleitete uns bis zum Parkplatz vor den Wasserfällen. Das letzte Stück bis zum Parkplatz geht es auf einer unbefestigten, zum Teil steilen und lehmigen Straße den Berg hinunter. Hinunter war das kein großes Problem – aber wieder hinauf?? Wir hofften, dass uns das am nächsten Tag keine Schwierigkeiten bereiten würde. Erstaunt waren wir, unten auf dem Parkplatz schon einige andere Camper im Regen stehen zu sehen. Zu ihnen gesellten wir uns und machten erst einmal Abendessen: Nudeln mit Gemüsesoße, Parmesan und grünem Salat. Alles, was die Kühltasche noch an älterem Gemüse zu bieten hatte, wurde jetzt zusammengekocht – und es hat uns sehr gut geschmeckt!

Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen und die Nachbarn kamen mit Hund und Kindern aus ihren Löchern (bzw. Campern). Wir zogen es vor, nach dem Spülen und Aufräumen ein paar Nachrichten anzuschauen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.


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