Berta-Griechenland25-Tag31


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Samstag, 26.04.2025 – Sparta, Langada-Pass

Von Sparta bis zum Hafen von Agios Andreas - 101 km

Wetter: sonnig mit ein paar Wolken, 20 bis 23 Grad

Den heutigen Vormittag verbrachten wir in Sparta. Unser Nachtplatz am nördlichen Stadtrand erwies sich als ruhig und zweckmäßig.

Zuerst wollten wir die Reste des alten Sparta besichtigen. Hinter unserem Camper ging ein kleiner Weg durch Olivenbäume in die richtige Richtung. Diesen gingen wir und kamen auch unten am alten Theater an, das aber komplett eingezäunt war. Ein Zutritt zum Ausgrabungsgelände war hier nicht möglich.

So kehrten wir notgedrungen wieder um, nahmen die von Google vorgeschlagene Fahrstraße und kamen zum Eingang der Archäological Site. Das Häuschen war nicht besetzt, so wie Xenia es in einem Reisebericht gelesen hatte. Leider stimmte auch, dass es hier im Vergleich zu anderen Stätten eher wenig zu sehen gibt. Aber da wir nun einmal in Sparta waren, schauten wir uns die Steine an und ließen uns ein paar Tafeln übersetzen. Im Sonnenschein und bei sehr angenehmen 21 Grad war es ein schönes Erlebnis.

Sehr schön war der Ausblick über Sparta hinweg zur Schlucht, die wir gestern erwandert hatten.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um einen Eindruck von der Stadt und ein Bild von dem Helm in einem Kreisverkehr zu bekommen, den wir auf der Durchfahrt nach Mystras gesehen hatten. Dass wir für diesen “Mist-Helm” die ganze Stadt durchqueren mussten, war uns allerdings, als wir losgingen, nicht bewusst. Entschädigt wurden wir dadurch, dass wir zufällig am Stadion vorbeikamen, vor dem ein imposanter Spartaner steht.

Nun ging es kerzengerade die Hauptstraße entlang gen Süden. Kurz vor dem Helm fanden wir eine schöne Bäckerei, wo wir uns mit Brot und Wecken eindeckten. Nach dem Helm machten wir Pause und tranken einen spartanischen Cappuccino in einem Straßencafé.

Nun traten wir den Rückweg an und begegneten einigen Griechen mit Obst- und Gemüsetüten in der Hand. Durch sie fanden wir den Weg zu einem kleinen Gemüsemarkt, wo wir uns noch mit leckeren Tomaten, Gurken und Honig versorgten. Unterwegs sahen wir einen LKW, der wohl auf seinen Einsatz zur Obst- und Gemüse-Erntezeit wartet.

Zurück an der Berta probierten wir gleich unsere eingekauften Köstlichkeiten. Udo hat jetzt ein neues Lieblingsgericht: Tomatenbrot mit roten Zwiebeln und Olivenöl.

Wie früher, als es Tomaten aus Muttis Gewächshaus im Überfluss gab. Dazu kommen jetzt noch unser griechisches Olivenöl und frische, rote griechische Zwiebeln. Herrlich!

Nach einer kurzen Mittagspause waren wir um 14:15 Uhr startklar zur Weiterfahrt. Das Ziel war der westliche Finger des Peloponnes, den wir über den berühmt berüchtigten Langado-Pass von Sparta bis Kalamata erreichen wollten. Die N82 schlängelt sich hier auf 1200 m Höhe und führt dabei immer wieder an steilen Felswänden vorbei, ein paarmal auch durch Felstunnel oder unter Felsüberhängen hindurch. Xenia hatte sich im Vorfeld schlau gemacht, dass wir diese Strecke mit der Berta fahren können. Da die Höhenbegrenzung der Durchfahrten bei vier Metern liegt, war das kein Problem. Die Strecke war wirklich besonders und führte zum Schluss noch durch eine Schlucht.

Nach dem Pass machten wir Halt an einem kleinen Rastplatz mit einem Quellwasserbrunnen. Udo ließ unser restliches Frischwasser ab und wir tankten gutes frisches Quellwasser.

Kurz vor Kalamata bekam Xenia Probleme mit dem Magen. Die vielen Kurven in Verbindung mit Versuchen, die schöne Aussicht mit dem Foto einzufangen und dadurch nicht auf die Straße zu schauen, waren einfach zu viel. Wir hielten ein paar Minuten an, dann ging es wieder. Ab jetzt wurden keine Fotos mehr gemacht und die Weiterfahrt verlief problemlos.

Wir fuhren ein Stück die Ostküste des ersten Peloponnes-Fingers hinunter. Ein paar Kilometer vor Koroni, im Hafen von Agios Andreas, schauten wir uns nach einem Übernachtungsparkplatz um. Wir standen zuerst vorne am Hafen, entdeckten dann aber einen Camper direkt am Strand und dahinter einen verlassenen Campingplatz. Dorthin stellte Udo die Berta, während Xenia auf zwei Gyros Pitta wartete, die wir zum Mitnehmen in einem Hafenrestaurant bestellt hatten. Wir verzehrten das Gyros mit Genuss auf dem alten Campingplatz und waren gerade damit fertig, als ein Polizeiauto kam und ein Polizist uns sehr freundlich aufklärte, dass auf diesem Platz das Parken verboten sei. Xenia hatte ein Schild, auf dem das stand, beim Betreten des Platzes gesehen und wir hatten schon überlegt, ob und wohin wir umparken. Der Polizist meinte, dass wir auf einem Hafenparkplatz stehen dürfen, sofern wir nicht Tische oder Stühle rausräumen. Ansonsten gäbe es in Koroni einen Campingplatz. Wir wählten die Hafenvariante und hatten noch bis zum Sonnenuntergang eine schöne Sicht aufs Meer und ein paar Boote.


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