Berta-Griechenland25-Tag29


< Mi 23.04.25 - Monemvasia, Taverne am Trinisa Strand | zurück | Fr 25.04.25 – Rundwanderung durch die Schlucht bei Parorio, Mystras >


Donnerstag, 24.04.2025 – Dimitrios Schiffswrack am Valtaki Beach, Gythion Mani Bikes, Höhle Vlychada Diros Mani, Dino-Eier-Strand, Fahrt nach Mystras

Vom Trinisa Strand bis Mystras, 127 km

Wetter: Gewitter, sonnig und wolkig, 17 bis 21 Grad

Der heutige Tag war ein ziemliches Durcheinander von Höhen und Tiefen. Er startete mit einem Gewitter, das sich beim Frühstück mit Blitz und Donner ankündigte und dann über uns hinweg zog. So ließen wir uns Zeit und telefonierten mit Eva, bis der Regen aufgehört hatte.

Vor der Weiterfahrt erkundete Udo noch die Umgebung. Am Strand befinden sich viele verwilderte, aber stets ordentlich eingezäunte Sommerhäuschen. Zum Teil sind es ziemlich eigenwillige Konstruktionen, manche sogar zweistöckig! Im Sommer ist hier sicher einiges los.

Neben unserem Stellplatz befand sich die Ruine einer Surfschule - ob diese wohl im Sommer wieder aktiv ist?

Die Taverne ist wohl zu einer Art Dorfkneipe geworden. Den ganzen Morgen kamen unterschiedliche Cliquen von Stammgästen. Ob hier wohl in Schwarzarbeit Stück für Stück erweitert und dazugebaut wurde?

Vor der Weiterfahrt füllten wir noch Wasser auf und leerten unser Klo.

Um 11 Uhr verließen wir schließlich unseren Übernachtungsplatz und fuhren zum Strand um die Ecke, dem im Reiseführer angepriesenen langen Sandstrand Valtaki Beach, an dem 1981 das Küstenmotorschiff “Dimitrios” strandete und seither hier als Wrack und Fotomotiv liegt.

Der Strandparkplatz war durch den Platzregen ziemlich versifft. Wir parkten trotzdem dort, zogen kurze Hosen und die Badeschuhe an und machten uns auf den Weg zum Meeresstrand und dem Wrack. Es ist tatsächlich ein besonderer Anblick und unsere genialen Schuhe ermöglichten es uns, problemlos am Strand und im seichten Wasser zu laufen. Udo kletterte sogar ins Wrack hinein und machte dort ein paar Fotos. Das Schild, das dieses Unterfangen wegen “großer Verletzungsgefahr” verbot, sahen wir erst, als Udo wieder zurück war. Es war schon eine Familie beim Wrack, als wir dort ankamen, aber als wir auf dem Weg zurück zum Parkplatz waren, begegneten uns Scharen von Menschen. Da hatten wir es gerade einmal wieder vor dem großen Ansturm geschafft.

Weiter ging unsere Fahrt nach Gythion, einem kleinen Hafenstädtchen. Google maps hatte uns verraten, dass es dort ein kleines Fahrradgeschäft “Mani Bikes” mit besten Bewertungen von Kunden gibt, die kleine Radreparaturen benötigt hatten. Mani war tatsächlich ein sehr netter, herzlicher und hilfsbereiter Mann. Wir suchten ihn hauptsächlich wegen Udos Sattel auf, der immer nach hinten wegkippte. Alles Festdrehen half nichts mehr und Udo konnte so nicht mehr weiterfahren. So nahm er den Sattel mit Sattelstütze kurzerhand zu Mani mit. Dieser war zusammen mit seinem Sohn in seinem Laden mit kleiner Werkstatt und kümmerte sich gleich um das Problem. Die Geschichte mit dem Sattel war in 20 Minuten erledigt. Doch jetzt fragten wir, ob er vielleicht auch den Freilauf an Xenias Bike reparieren oder austauschen könne. Er meinte, vielleicht, aber dazu müsse er das Rad sehen. So parkten wir die Berta in die Nähe des Ladens um, Udo hievte Xenias Bike aus der Garage und brachte es zu Mani. Xenia blieb in der Berta und wartete eine geschlagene Stunde, bis Udo mit Mani und dem Bike wieder zurückkamen. Sie hatte schon gehofft, dass das Problem behoben wäre, aber dem war leider nicht so. Mani meinte, so gute Räder wären in Griechenland sehr selten. Er hatte noch in verschiedenen größeren Läden in Sparta und Kalambaka herumtelefoniert, ob dort jemand das nötige Ersatzteil hätte, aber leider ohne Erfolg. Wir sahen es ihm richtig an, wie leid es ihm tat, dass er uns nicht mehr hatte helfen können. Er wollte auch kein Geld für seine Mühe, aber wir gaben ihm trotzdem 20 Euro, die er an seinen Sohn weitergab. Dieser hat sich sehr darüber gefreut und sich herzlich bedankt.

Wir aßen in der Berta ein paar Erdbeeren, dann fuhren wir um 14:30 Uhr weiter zur Wasserhöhle Vlychada Diros Mani. Sie hatte noch bis 17 Uhr geöffnet und die Fahrt dauerte eine Stunde.

Um 15:30 Uhr waren wir am Ticketschalter und mussten erfahren, dass es heute leider keine Bootsfahrt mehr in die Höhle gibt. Wenn wir wollten, könnten wir zum halben Preis den Teil der Höhle anschauen, den man zu Fuß begeht. Oder wir könnten morgen um 9 Uhr kommen, da führen die Boote wieder. Was tun? Wir entschieden uns, auf die Bootsfahrt zu verzichten und lösten ein Ticket für den Besuch zu Fuß. Normalerweise fährt man mit dem Boot 1200 m in die Höhle hinein, steigt dann in der Höhle aus und geht 300 m zu Fuß bis zum Höhlenausgang. Wir konnten jetzt durch den Ausgang in die Höhle gehen, bis zum Landungssteg in der Höhle laufen und dann wieder umkehren. Der Teil dieser Höhle war wieder einmal sehr schön und beeindruckend. Zudem waren wir ganz allein in der Höhle, ohne Führer oder andere Besucher. Das war auch sehr schön und wir haben unseren Entschluss nicht bereut.

Bevor wir zur Berta zurückkehrten, die wir oben am Berg hatten stehen lassen müssen, machten wir noch einen Abstecher auf kleinem Pfad über einen kleinen Berg zum Nachbarstrand, dem Dino-Eier-Strand. Hier liegen große runde weiße Steine, die dem Strand seinen Namen geben. Einige Wohnmobile parkten hier und verbrachten hier wohl auch die Nacht. Wer das Meeresrauschen aushält, das hier herrschte, der kann auch an der Autobahn schlafen!

Um 17:30 Uhr fuhren wir weiter bis zum kleinen Ort Parorio bei Mystras / Sparta, von wo aus wir morgen eine Wanderung in eine Schlucht machen wollten. Das Wetter sollte vormittags noch gut sein, für den Nachmittag waren einzelne Gewitter angesagt. Unterwegs kamen wir an einer günstigen Tankstelle vorbei, an der wir nicht nur Diesel, sondern auch Gas tanken konnten. Zwei Mädels (schwarze lange Haare, schwarze Kleidung, lange Fingernägel – also typische Griechinnen) bedienten die Tankstelle und füllten mit Udos Hilfe unsere fast leere Gasflasche wieder auf. Jetzt haben wir wieder zwei volle Gasflaschen und können bedenkenlos heizen und kochen!

Um 19 Uhr kamen wir in Parorio an und fanden auf dem kleinen Dorfplatz einen ebenen Parkplatz, wo wir die Berta hinstellten. Es gab noch Rühreier mit Speck, Schafskäse und Paprika, dazu einen gemischten Salat und Brot. Sehr lecker!


< Mi 23.04.25 - Monemvasia, Taverne am Trinisa Strand | zurück | Fr 25.04.25 – Rundwanderung durch die Schlucht bei Parorio, Mystras >


Page last modified on 13.12.2025, at 04:23 PM CET
Powered by PmWiki