Berta-Griechenland25-Tag27


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Dienstag, 22.04.2025 – Steile Kurvenfahrten über die Berge, Kastania Höhle

Von Leonidio bis Monemvasia – 183 km

Wetter: bewölkt mit etwas Regen, abends wieder sonnig. 17 bis 20 Grad, 10 Grad oben auf den Bergen

Am Morgen bemerkten wir, dass neben uns die französisch sprechende Familie aus der Schweiz die Nacht verbracht hatte, neben der wir schon auf Akrokorinth standen. Wie sie uns nach dem Frühstück erzählten, sind sie schon seit zwei Tagen hier und tagsüber beim Klettern. Auch die Jungs machen schon mit, denn es gibt Kletterfelsen in allen Schwierigkeitsgraden.

Heute hatte uns die Sonne leider verlassen. Der Himmel war bewölkt und es dauerte nicht lange, da fing es leicht zu regnen an. Zuvor konnten wir noch eine kleine Erkundungstour an den Strand und über den Campingplatz Semeli machen. Der Campingplatz war tatsächlich fast komplett belegt. Wir konnten nur zwei freie Buchten erkennen, sonst stand Wohnmobil an Wohnmobil.

Wir entschlossen uns, auf eine Fahrt zum Kloster Elona zu verzichten und den wettermäßig nicht so guten Tag für eine Fahrt durch die Berge zur Kastania Höhle zu nutzen. Die Höhle liegt ganz im Süden des Peloponnes-Fingers, auf dem wir uns gerade befanden. Als wir losfuhren ahnten wir noch nicht, welch abenteuerliche Fahrt da auf uns wartete!

Wir kurvten auf kleinen, engen und teilweise sehr steilen Straßen hinauf und hinunter durch die Berge. Die Serpentinen hatten wir wohl auf der Karte gesehen, aber wie schmal die Straßen teilweise waren, hatten wir uns so nicht vorgestellt. Wir lernten auf der Tour, dass man Google-Maps nicht immer vertrauen kann, sondern überprüfen sollte, ob es nicht eine bessere und vor allem größere Straße als die vorgeschlagene gibt. Man muss ja nicht jede Abkürzung fahren ... So war die Fahrt manchmal schweißtreibend, trotz der kühlen Temperaturen (auf den Bergen teilweise nur noch 10 Grad). Dafür wurden wir immer wieder mit gigantisch schönen Ausblicken auf die Berglandschaft, die Hochebenen, die Täler und das Meer belohnt.

Die Berta meisterte die Strecke zusammen mit Udo anstandslos, ohne zu meckern oder zu zucken. Nur Zeit und Sprit brauchten wir, und da hatten wir zeitweise ein bisschen Bammel, weil wir in Leonidio nicht mehr getankt hatten und es in den Bergen keine Tankstellen gab.

Eine kurze Mittagsrast machten wir in einer Parkbucht. Ansonsten fuhren wir (abgesehen von einer kurzen Tankunterbrechung in der ersten größeren Stadt) bis zur Kastania Höhle durch und kamen dort um 15:15 Uhr an – gerade rechtzeitig zur letzten Führung um 15:30 Uhr, die aber etwas später startete.

Wieder staunten wir über die Größe und Schönheit der Natur. Auch diese Höhle faszinierte uns mit ihren unzähligen Tropfsteinen in verschiedenen Größen und Farben.

In unserer Besuchergruppe war eine ehemalige griechische Opernsängerin, die einen österreichischen Musiker geheiratet hatte. Sie sprach fließend Griechisch, Deutsch und Englisch und übersetzte immer wieder die Erklärungen des Führers. Dies tat sie aber auch dann, wenn es eigentlich keiner hören wollte. Uns hat sie etwas genervt, da der Führer seine Führung zweisprachig auf Griechisch und Englisch hielt und man ihn sehr gut verstand.

Nach dem Höhlenbesuch tranken wir einen Frappé im Höhlengasthaus. Es war jetzt 17:30 Uhr und wir beschlossen, heute noch eine Fahrt quer über den Peloppones-Finger durch die Berge nach Monemvasia zu riskieren. Diesmal waren wir vorgewarnt und es wurde tatsächlich wieder ziemlich abenteuerlich. Dafür klarte der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein.

Um 19:15 Uhr kamen wir am Hafen von Monemvasia an und fanden an der Straße einen Parkplatz. Die Stadt selbst liegt auf einer kleinen Landzunge, von hier eine gute halbe Stunde zu Fuß entfernt. Das Wetter sollte schön bleiben und so hofften wir, am nächsten Tag eine schöne Wanderung in die Stadt und auf den Felsen, an dessen Fuß sie liegt, machen zu können. Für heute hatten wir genug erlebt. Zum Tagesabschluss gab es noch ein paar Spaghetti mit Pesto und sehr leckeren Gurken und Tomaten.


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